Harzletter, der Zweihundertundzehnte.
Diese Harzletter-Ausgabe spielt überhaupt nicht im Harz. Wobei: Indirekt schon, dazu unten mehr.

Es geht um Huy und Fallstein, zwei Wald- und Naturschutzgebiete, die weitgehend unbeachtet nördlich des Harz liegen. Fast nur Kenner und Liebhaber verlaufen sich hierher – was schade ist, denn sowohl zu Fuß als auch mit dem Rad gibt es Einiges zu sehen und zu entdecken. Es sind wenig spektakuläre, aber schöne, sanft hügelige Mischwald-Gebiete, in denen wenig passiert, und die gerade deswegen so erholsam sind.

Um diese Gebiete bekannter zu machen, hat der Wernigeröder Schmidt-Buch-Verlag in Zusammenarbeit mit der Harzer Wandernadel und dem Tourismusverein Huy-Fallstein jetzt eine Wander- und Fahrradkarte „Fallstein und Huy“ herausgebracht. Darin sind im Maßstab 1 : 30.000 insgesamt 13 Rundwanderwege und 3 Fahrradtouren abgebildet. Weiterhin eine Reihe überregionaler Wander- und Radstrecken und natürlich alle Informationen, die zu einer brauchbaren Wanderkarte dazu gehören. Auf dem Foto, bei der Vorstellung der Karte, von links: Thorsten Schmidt, Klaus Dumeier, Geschäftsführer der Harzer Wandernadel, Dirk Heinemann, Bürgermeister von Osterwieck, und Katrin Vogt, Geschäftsführerin des Tourismusvereins.
Huy und Fallstein – was man wissen muss
Bevor das hier eine reine Werbeveranstaltung für diese neue Karte wird, erst einmal ein paar Informationen zu Huy und Fallstein.
Der Huy liegt im Norden des Landkreises Harz, etwa 10 km nordwestlich von Halberstadt.

Er erstreckt sich in Ost-West-Richtung auf rund 12 km Länge und in Nord-Süd-Richtung über etwa 3 km Breite. Die höchste Erhebung im Huy ist der Buchenberg mit 314 Metern. Bemerkenswert ist der Huywald als einer der größten fast reinen Buchenwälder Mitteleuropas. Sehenswert in dem Gebiet sind unter anderem das Kloster Huysburg (siehe Foto – Copyright: Wolkenkratzer), die Paulskopfwarte, die Daneils Höhle und die Gletschertöpfe.

Der Fallstein, am nördlichen Rand von Osterwieck gelegen, teilt sich auf in den Großen und den Kleinen Fallstein. Beides sind naturgeschützte Mischwaldgebiete, wobei der Kleine Fallstein lediglich ein schmaler Streifen ist, der sich entlang der Ilse hinzieht und zum Fluss hin steil abfällt. Mitten durch den Höhenzug verlief früher die DDR-Außengrenze; der Grenzturm Rhoden (siehe Foto – Copyright: AP Wikianer) steht weiter als wuchtiger Klotz in der Landschaft herum.

Vielmehr muss man zunächst einmal nicht wissen – wobei das der Tourismusverein Huy-Fallstein sicher anders sieht – entscheidend ist: Einfach mal loslaufen. Hornburg und Osterwieck sind gute Ausgangspunkte; im Huy bietet sich das Kloster Huysburg als Tourenstart an. Leider sind die Öffentlichen Verkehrsanbindungen dahin gar nicht oder ziemlich spärlich vorhanden – man muss notgedrungen aufs Auto zurückgreifen.
Schmidt-Verlag: Experten für Harz, Huy und Fallstein
Und wo wir gerade den Huy und den Fallstein entdecken, ist das die Gelegenheit, den Schmidt-Buch-Verlag aus Wernigerode, der die Karte produziert hat, zu loben und zu preisen. Denn in diesem Harzer Familienbetrieb entstehen seit 1990 qualitativ hochwertige Stadt-, Reise- und Wanderführer sowie touristische Sachbücher für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Was den Harz angeht, ist der Schmidt-Verlag Platzhirsch und allererste Wahl.
Ein Auszug aus der Selbstbeschreibung von der Verlags-Webseite:
„Slow-Book! Gute Bücher brauchen Zeit wie gutes Essen! Und: made vor Ort! Aus der Leidenschaft für Reisejournalismus, fürs Wandern und später fürs Mountainbiken erwuchs die Idee, sich auch der Produktion von Harz-Wanderkarten selbst zu widmen. Die intensive Kooperation mit den Harzklub-Zweigvereinen hat bis heute Bestand und bildet eine wichtige Grundlage für die Aktualität und Genauigkeit unserer Harz-Wanderkarten.
Zusätzlich begeben wir uns selbst regelmäßig – ob wandernd, mit dem Trekking-Rad, Mountainbike oder zum Trail-Running – in die Harzer Natur, um unsere Kartendaten für Sie stets auf aktuellem Stand zu halten. Denn unsere Karten sind made vor Ort. Für Sie.“
Brauchbar für unterwegs: KartoGuide Harz
Das Logo des Verlages sieht zwar aus wie ein Relikt aus den 60er Jahren – aber die Produkte sind top. Das kann ich als Nutzer mit Überzeugung bestätigen. Ziemlich cool sind die digitalen Angebote; vor allem die Touren-App „KartoGuide Harz“ ist unterwegs extrem brauchbar (und kostet leider).
Apropos Kosten: Für die Fallstein-Huy-Karte sind 4,95 Euro zu zahlen. Das sind ein oder zwei Kaffee – die kann man mal schon mal investieren.
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Vergangene Woche ging es um die Feldwarten rund um Quedlinburg.
Davor waren Italien und um die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt Thema.
Hier dreht sich alles um das Harzfest in Hasselfelde.
Davor bin ich auf Wurmberg und Achtermann gewandert.
Am 5. August war ich beim Klangwechsel des John-Cage-Projekts in Halberstadt.
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