Walpurgis im Harz 2026 – das Update: Diese Feiern lohnen sich

Harzletter, der Einhundertsiebenundachtzigste.

Die Walpurgisnacht steht bevor. Wer eine passende Feier im Harz sucht, hat 2026 die Qual der Wahl – von großen Events in Thale bis zu kleinen Dorffeiern. Am Abend und in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai wird in der gesamten Region buchstäblich die Hölle los sein. 

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Denn angenehmerweise ist der 1. Mai ein Freitag. So ergibt sich ein langes Feierwochenende.

Ich habe vor ein paar Wochen hier bereits eine erste Übersicht der geplanten Walpurgis-Veranstaltungen aufgelistet. Heute folgt das Update, denn in der Zwischenzeit ist Einiges dazugekommen. Auf Harzinfo.de, der Webseite des Tourismusverbandes, sind allein 32 Walpurgis-Events aufgeführt.

Die Walpurgis-Feier-Liste

Ich zähle hier nur alphabetisch die Orte auf – und verlinke sie mit den entsprechenden Seiten auf Harzinfo.de. Sämtliche Feier-Details aufzuschreiben, würde den Rahmen unseres kleinen Newsletters sprengen.

Los geht’s:

AltenauBad Grund Bad HarzburgBad LauterbergBad SachsaBad SuderodeBenndorfBenneckensteinBraunlageElbingerodeElendGoslarHahnenkleeHohegeißKönigerodeNeudorfNeustadtOsterodeRübelandSankt AndreasbergSchierkeSiptenfeldeStiegeThaleWalkenriedWernigerodeWiedaWolfshagenZorge

In manchen Orten, wie beispielsweise Thale, sind gleich mehrere Feiern geplant.

Jetzt stellt sich die Frage, wie man sich in diesem Überangebot zurecht findet. Schließlich kann man an diesem Abend nur an einem Ort sein (Manche schaffen auch zwei oder drei, aber das dürften Einzelfälle bleiben).

Die Antwort ist: Es kommt darauf an.

Der Hexentanzplatz ist das Walpurgisfeierzentrum

Wer möglichst viele Menschen um sich herum mag, dazu Musik und Spektakel, und bereit ist, dafür ordentlich Geld auszugeben, für den führt am Hexentanzplatz in Thale kaum ein Weg vorbei. Reichlich Live-Musik für fast alle Geschmäcker, Feuershow, wild kostümierte Gestalten, Stelzenkunst, Lasershow – es wird alles aufgeboten. Und kostet entsprechend: 44 Euro werden für das Ticket aufgerufen. Es wird mit Sicherheit sehr voll werden.

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Eine klassische Walpurgisfeier mit Hexenumzug, Kinderwalpurgis, Walpurgisfeuer, ein oder zwei Bands wird in den meisten Orten angeboten und unterscheidet sich meist nur in Details. Mein Tipp: Den kürzesten Weg raussuchen – nichts ist unangenehmer als eine längere Rückfahrt nach Hause.

Dann gibt es die besonderen Feiern. Sind nicht jedermanns Sache, aber oft lohnend und immer unterhaltsam. 
Ein paar Beispiele dazu:

• Das Walpurgis Open Air Theater in Bad Grund
• Der Tanz in den Mai auf der Kirchwiese in Elend
• Die Walpurgis-Führung rund um die geheimnisvolle Greta Mankopf in Osterode
• Die „Einfahrt in die Unterwelt“ am Freitag in der Grube Samson in St. Andreasberg
• Das Erscheinen des Oberteufels über den See in Stiege
• Die Walpurgisfahrt im Dampfzug von Benndorf zum Feuer am Eduardschacht

Es geht auch eine Nummer kleiner

Und dann gibt es noch die kleinen, eher dörflichen Feiern, die nur selten in den Veranstaltungskalendern gelistet sind. Da stehen oft nur eine Getränkebude und ein Grill herum, ein Feuer wird abgebrannt und die ein oder andere Hexe schaut auch vorbei.
Erfahrungsgemäß sind das oft die entspanntesten und angenehmsten Abende.

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Die Walpurgis-Geschichte

Die Walpurgisfeiern im Harz sind übrigens gar nicht so alt, wie viele denken. Die erste organisierte Feier auf dem Brocken fand 1896 statt – initiiert von Rudolf Stolle aus Bad Harzburg.

Von „uraltem Brauch“ kann also keine Rede sein. Vielmehr entstand das Spektakel aus einer Mischung aus Literatur (Goethes „Faust“) und touristischer Inszenierung.

Aber am Ende werden die Feste gefeiert, wie sie fallen – und ob ein Brauch ein paar Jahre oder Jahrhunderte alt ist, spielt dabei keine Rolle.

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Vergangene Woche habe ich zum Start der Motorrad-Saison 2026 geschrieben.

Hier war ich zu Besuch beim Osterfeuer in Meisdorf.

Davor habe ich das Herbergsmuseum in Blankenburg besucht.

Hier ging es um die Teil-Eröffnung des Museums auf dem Quedlinburger Stiftsberg.

Dann war da noch Gerhard Zucker aus Hasselfelde und dessen Postraketen.

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