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	<description>Einmal pro Woche Neues aus dem Harz</description>
	<lastBuildDate>Sat, 10 Oct 2026 19:44:09 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Aussichtstürme, ein Kloster und eine Räuberhöhle – eine herbstliche Rad-Runde durch den Huy</title>
		<link>https://harzletter.de/huy-kloster-warten-daneilshoehle-roederhof-sargstedt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Erwin Klein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Oct 2026 15:28:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Daneilshöhle]]></category>
		<category><![CDATA[Huy]]></category>
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					<description><![CDATA[Harzletter, der Zweihundertzwölfte. Im Herbst will man dort unterwegs sein, wo sich die Blätter langsam einfärben und die späte Sonne durch die Laubbäume scheint. Deswegen geht es einmal nicht der Harz, sondern auf eine entschleunigende Fahrrad-Runde durch den Huy – gesprochen „Hüh“ – der ein paar Kilometer nördlich von Halberstadt liegt. Der Huy hat zwei [&#8230;]]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Harzletter, der Zweihundertzwölfte.</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Herbst will man dort unterwegs sein, wo sich die Blätter langsam einfärben und die späte Sonne durch die Laubbäume scheint. Deswegen geht es einmal nicht der Harz, sondern auf eine entschleunigende Fahrrad-Runde durch den <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Huy_(H%C3%B6henzug)" target="_blank" rel="noopener">Huy</a></strong> – gesprochen „Hüh“ – der ein paar Kilometer nördlich von Halberstadt liegt.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/212_Huy_Herbstwald.jpg" alt="212 Huy Herbstwald" class="wp-image-52189" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/212_Huy_Herbstwald.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/212_Huy_Herbstwald-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Huy hat zwei Vorteile: er ist relativ klein – etwa zwölf mal drei Kilometer – und deswegen relativ unbekannt, und auf ihm wächst der <strong><a href="http://www.huywald.de/" target="_blank" rel="noopener">Huywald</a></strong>, einer der größten reinen Buchenwälder Mitteleuropas.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Im Huy geht es nur mäßig bergauf</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem geht es nur mäßig bergauf, der <strong><a href="https://www.wikiwand.com/de/articles/Buchenberg_(Huy)" target="_blank" rel="noopener">Buchenberg</a></strong> als höchste Erhebung bringt es auf 314 Meter. Gute Voraussetzungen also, um sich mit dem Rad auf eine stimmungsvolle Herbstrunde zu machen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/212_Huy_Klosterkirche.jpg" alt="212 Huy Klosterkirche" class="wp-image-52184" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/212_Huy_Klosterkirche.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/212_Huy_Klosterkirche-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ausgangspunkt ist das <strong><a href="https://www.huysburg.de/" target="_blank" rel="noopener">Kloster Huysburg</a></strong>, zentral mitten im Wald gelegen. Das ist eine mächtige Anlage, die 1058 von den Benediktinern gegründet wurde. Heute leben dort nur noch wenige Mönche, es gibt ein umfangreiches Kurs-Angebot, ein schönes Café und einen Klosterladen. Die Kirche ist allerfeinster Barock, ein kurzer Besuch zum Start der Tour kann nicht schaden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Erstes Ziel: Paulskopfwarte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mein erster Anlaufpunkt ist die <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Paulkopfswarte" target="_blank" rel="noopener">Paulskopfwarte</a></strong> ganz am Ostrand des Huy. Warten sind Beobachtungstürme, die im Mittelalter fast flächendeckend errichtet wurden, um die umliegende Gegend permanent im Auge zu behalten und anrückende Feinde möglichst früh zu entdecken. Deswegen stehen die Warten immer an prägnanten Aussichtspunkten – wo sie wieder hergerichtet wurden, hat man von oben einen weiten Blick in die Landschaft.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/212_Huy_wartenruine.jpg" alt="212 Huy wartenruine" class="wp-image-52186" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/212_Huy_wartenruine.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/212_Huy_wartenruine-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Paulskopfwarte ist allerdings nur noch eine überwucherte Ruine und nicht mehr zu betreten. Doch an ihrem Standort hört der Wald auf und das Beste am Huy wird sichtbar: der Blick rüber zum Harz. Der liegt rund 25 Kilometer entfernt und bei klarer Sicht kann man über die Türme von Halberstadt hinweg fast dessen gesamte Ausdehnung verfolgen. Der Brocken und die umliegenden Anhöhen sind deutlich erkennbar.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/212_Huy_Wegweiser.jpg" alt="212 Huy Wegweiser" class="wp-image-52190" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/212_Huy_Wegweiser.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/212_Huy_Wegweiser-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Von der Paulkopfwarte radel ich zurück über den St.-Jakobus-Pilgerweg nach Röderhof. Die Wege sind angenehm zu befahren, auch für diejenigen, die nicht mit E-Antrieb unterwegs sind. Hilfreich ist auch die neue Wanderkarte „Fallstein und Huy“, die der <strong><a href="https://www.schmidt-buch-verlag.de/" target="_blank" rel="noopener">Schmidt-Verlag</a></strong> in Zusammenarbeit mit der Harzer Wandernadel gerade herausgebracht hat. Dann muss man noch die Beschilderung der Wege im Huy loben. Die ist vorbildlich und vollständiger als auf vielen Wegen im Harz. Verfahren ist somit praktisch unmöglich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Von Röderhof zur Räuberhöhle</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Röderhof ist ein netter kleiner Ort am Rande des Huy. Es gibt ein Schloss, das in Privatbesitz und deswegen leider nicht zu besichtigen ist, eine Eisdiele, eine Bogenschieß-Anlage und den Röderhofer Teich. Der liegt idyllisch im Nachmittagslicht, ein paar Enten schwimmen um eine kleine Insel herum, und wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich in der Gaststätte „Jagdhütte“ direkt am Teich bleiben und einfach nur aufs Wasser schauen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/212_Huy_Daneilshoehle.jpg" alt="212 Huy Daneilshoehle" class="wp-image-52188" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/212_Huy_Daneilshoehle.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/212_Huy_Daneilshoehle-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber es gibt ja noch einiges mehr abzufahren. Durch den Buchenwald geht es auf eine echte Räuberhöhle zu – zumindest der Sage nach. Die <strong><a href="https://www.harzlife.de/harzrand2/daneilshoehle.html" target="_blank" rel="noopener">Daneilshöhle</a></strong> ist ein echter Anziehungspunkt des Huy; sie ist leicht erreichbar, frei zugänglich und man kann sich problemlos vorstellen, wie von dort aus Räuber und Wegelagerer harmlose Wanderer überfielen. Zwei mannshohe Löcher im Gestein sind die leiht gruseligen Eingänge. Im Mittelalter soll sie als Einsiedlerklause gedient haben – genaueres weiß man nicht. Gerade das macht sie so geheimnisvoll.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/212_Huy_Warte.jpg" alt="212 Huy Warte" class="wp-image-52191" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/212_Huy_Warte.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/212_Huy_Warte-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Über den ausgeschilderten Wartenweg führt die Tour weiter zur <strong><a href="http://www.roederhof.de/sargstedter.html" target="_blank" rel="noopener">Sargstedter Warte</a></strong>. Die liegt versteckt im Wald und entpuppt sich, nachdem ich sie gefunden habe, als echtes Highlight. Denn sie wurde aufwendig restauriert, eine solide Treppe führt nach oben und der Dachstuhl ist komplett neu konstruiert. Dann ist da natürlich wieder dieser Blick! Richtung Harz, über das gesamte Vorland hinweg.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Jade und Marcel: Treffen auf der Warte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Und zum ersten Mal treffe ich Wanderer, die ebenfalls im Huy unterwegs sind. Marcel und Jade, Studenten aus Leipzig und Göttingen klettern nach mir die Warte hinauf. Wir kommen ins Gespräch, sind uns schnell einig: Der Huy ist komplett unterschätzt. Auch wenn nichts wirklich spektakulär ist, verbringt man hier einfach eine sehr erholsame Zeit. </p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/212_Huy_Jade.jpg" alt="212 Huy Jade" class="wp-image-52192" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/212_Huy_Jade.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/212_Huy_Jade-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zurück geht es auf dem Wartenweg. Vorbei an der <strong><a href="http://www.huywald.de/sage2.htm" target="_blank" rel="noopener">Teufelskanzel</a></strong> – die Aussicht! – kommt das Kloster Huysburg wieder in den Blick. Je nach Zeit und Kondition sind natürlich auch größere Runden möglich – ich mache mich noch auf den Weg nach Halberstadt. Nach so viel Natur ist ein wenig Kultur inklusive Stadtbesichtigung ein passender Abschluss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">---</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vergangene Woche ging es um die Eröffnung des neuen <strong><a href="https://harzletter.de/schlossmuseum-stiftsberg-quedlinburg-welterbe/">Schlossmuseums</a></strong> in Quedlinburg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier radelte ich zu einigen <strong><a href="https://harzletter.de/feldwarten-quedlinburg-ausblick-mittelalter/">Feldwarten</a></strong> rund um Quedlinburg.</p>



<p class="wp-block-paragraph"> Davor waren <strong><a href="https://harzletter.de/italien-harz-wahlkampf-wahl-urlaub-merz/">Italien</a></strong> und um die <strong><a href="https://harzletter.de/landtagswahl-2026-sachsen-anhalt-wahlkampf/">Landtagswahl</a></strong> in Sachsen-Anhalt Thema.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Davor bin ich auf <strong><a href="https://harzletter.de/wurmberg-achtermann-wandern-kaiserweg-monsterroller/">Wurmberg</a></strong> und <strong><a href="https://harzletter.de/wurmberg-achtermann-wandern-kaiserweg-monsterroller/">Achtermann</a></strong> gewandert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 5. August war ich beim Klangwechsel des <strong><a href="https://harzletter.de/john-cage-klangwechsel-organ%c2%b2-aslsp-halberstadt/">John-Cage-Projekts</a></strong> in Halberstadt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Und hier geht es zurück auf die <strong><a href="https://harzletter.de/">Startseite</a></strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Andrang auf dem Stiftsberg – alle wollen in das neue Quedlinburger Schlossmuseum</title>
		<link>https://harzletter.de/schlossmuseum-stiftsberg-quedlinburg-welterbe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Erwin Klein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Oct 2026 14:04:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Quedlinburg]]></category>
		<category><![CDATA[Harz-Highlights]]></category>
		<category><![CDATA[Eröffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Schlossmuseum]]></category>
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					<description><![CDATA[Harzletter, der Zweihundertundelfte. Die Schlange bis zum Eingang ist über 100 Meter lang. „Mit einer Stunde Wartezeit muss man rechnen“, sagt Doreen Klinger, Museumspädagogin in Quedlinburg. Sie steht mitten im Eröffnungstrubel des neuen Schlossmuseums. „Mit soviel Andrang hatten wir nicht gerechnet.“ Das Drumherum passt: Bestes Wetter, Nationalfeiertag, da kann man schon mal einen Ausflug machen. [&#8230;]]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Harzletter, der Zweihundertundelfte.</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schlange bis zum Eingang ist über 100 Meter lang. „Mit einer Stunde Wartezeit muss man rechnen“, sagt Doreen Klinger, Museumspädagogin in Quedlinburg. Sie steht mitten im Eröffnungstrubel des neuen <strong><a href="https://www.stiftsberg-quedlinburg.de/stiftsberg/schlossmuseum.php" target="_blank" rel="noopener">Schlossmuseums</a></strong>. „Mit soviel Andrang hatten wir nicht gerechnet.“</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/211_Schlossmuseum_schlange.jpg" alt="211 Schlossmuseum schlange" class="wp-image-51895" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/211_Schlossmuseum_schlange.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/211_Schlossmuseum_schlange-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Drumherum passt: Bestes Wetter, Nationalfeiertag, da kann man schon mal einen Ausflug machen. Für das Schlossmuseum wird seit Wochen geworben – als besonderes Extra ist am Eröffnungstag der Eintritt frei. Da nimmt man den anstrengenden Anstieg auf den Berg und die Wartezeit in Kauf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn der Weg nach oben ist steil und holprig und führt über Kopfsteinpflaster. Es gibt auch eine Art Hintereingang, die <strong><a href="https://www.quedlinburg.de/Unsere-Stadt/Welterbe/Stiftsberg/" target="_blank" rel="noopener">Pastorentreppe</a></strong> mit 67 Stufen. Dann, oben auf dem Quedlinburger Stiftsberg weitet sich der Blick über die gesamte Altstadt und, auf der Südseite, hinüber zu den Anhöhen des Harzes. Hier ist man wirklich „oben“ und kann nachempfinden, was Kaiser, Könige und Äbtissinnen über Jahrhunderte an diesem Berg faszinierte.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" data-id="51899" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/211_Schlossmuseum_Stadtblick.jpg" alt="211 Schlossmuseum Stadtblick" class="wp-image-51899" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/211_Schlossmuseum_Stadtblick.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/211_Schlossmuseum_Stadtblick-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" data-id="51897" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/211_Schlossmuseum_Stiftsberg.jpg" alt="211 Schlossmuseum Stiftsberg" class="wp-image-51897" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/211_Schlossmuseum_Stiftsberg.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/211_Schlossmuseum_Stiftsberg-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die offizielle Einweihung des Schlossmuseums fand mit einem Festakt am 30. September in der Stiftskirche statt. Vertreter der Stadt, der Evangelischen Kirche und des Landes beglückwünschten sich dabei gegenseitig zum gelungenen Bauvorhaben – immerhin wurden rund 50 Millionen Euro investiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein erster Rundgang im Schlossmuseum</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Und schon bei einem ersten kurzen Rundgang wird deutlich: Hier wurden keine halben Sachen gemacht. Die Idee, ein Museum von internationalem Rang zu schaffen, oder, wie Oberbürgermeister <strong><a href="https://www.frank-ruch.de/" target="_blank" rel="noopener">Frank Ruch</a></strong> es einst formulierte, „in der Champions League zu spielen“, wurde wirklich umgesetzt. Auch wenn drei Tage vor dem Publikumsstart noch in fast allen Räumen gearbeitet wurde. Kabel hingen von der Decke, Ausstellungsstücke fehlten noch, es wurde weiter angestrichen, gebohrt und geschraubt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Am 3. Oktober ist alles fertig“, versicherte Uta Siebrecht, Leiterin der Städtischen Museen und Verantwortliche für die Museums-Neukonzeption. Und sie behielt recht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was ist jetzt das Einzigartige an diesem Museum? Wieder Uta Siebrecht: „Wir zeigen hier drei Schwerpunkte – die Erinnerungskultur, starke Frauen und das Stift selbst. Das Stift wurde im Jahr 936 gegründet und zurück auf König Heinrich I. – sein Zweck war, die Erinnerung an ihn lebendig zu halten.“</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/211_Schlossmuseum_Aebtissinnen.jpg" alt="211 Schlossmuseum Aebtissinnen" class="wp-image-51902" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/211_Schlossmuseum_Aebtissinnen.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/211_Schlossmuseum_Aebtissinnen-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">866 Jahre lang, bis zum Jahr 1802, wurde dieses Vermächtnis lückenlos aufrecht erhalten, bis Napoleon die Auflösung des Stifts verfügte. Insgesamt 39 Äbtissinnen hatten in dieser Zeit auf dem Berg und in der Stadt Quedlinburg sowie der Umgebung das Sagen. Das waren keine frömmelnde Frauen, die bescheiden hinter Klostermauern lebten, sondern macht- und standesbewusste adlige Damen, die, wenn es darauf ankam, vor Gewalt und militärischen Auseinandersetzungen nicht zurückschreckten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Standesbewusst und durchsetzungsfähig</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sie waren nur dem Kaiser und dem Papst untertan, und legten großen Wert auf ein standesgemäßes Auftreten. Das wird in den Repräsentationsräumen sichtbar, die im 17. und 18. Jahrhundert schlossartig ausgebaut wurden, und adligen Herrschaftssitzen in nichts nachstanden. Daher auch die leicht irreführende Bezeichnung „Schlossmuseum“ – sie hat sich eingebürgert und wird beibehalten, obwohl der Stiftsberg nie ein richtiges Schloss war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die dritte Besonderheit sind die Gebäude selbst. Die über tausend Jahre alte romanische Stiftskirche ist das Zentrum der Anlage. In ihr sind die Grabstätten von Heinrich I. und dessen Frau Mathilde sowie von einer Reihe von Äbtissinnen. Diese Kirche ist aber nicht nur Museum und historischer Ort, sondern dient weiter als ganz normale evangelische Gemeindekirche. Weswegen bei allen Fragen der Neukonzeption die Evangelische Kirche immer mit am Tisch saß und zustimmen musste.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/211_Schlossmuseum_aurora.jpg" alt="211 Schlossmuseum aurora" class="wp-image-51900" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/211_Schlossmuseum_aurora.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/211_Schlossmuseum_aurora-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Geistliche und weltliche Macht prallten auf dem Berg schon immer aufeinander – und das waren nicht nur regionale Zankereien. Als <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Aurora_von_K%C3%B6nigsmarck" target="_blank" rel="noopener">Aurora von Königsmarck</a></strong> 1704 als Äbtissin kandidierte, entwickelte sich daraus ein europaweiter Konflikt zwischen verschiedenen Adelsparteien. 14 Jahre lang bleib in Folge der Äbtissinnenstuhl unbesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aurora von Königsmarck war übrigens eine der schillerndsten Persönlichkeiten auf dem Stiftsberg: Erste offizielle Mätresse des Sachsenherzogs <strong><a href="https://www.mdr.de/geschichte/mitteldeutschland/orte/dresden/august-der-starke-sachsen-102.html" target="_blank" rel="noopener">August des Starken</a></strong>, hochgebildete Dichterin und Musikerin, zu ihrer Zeit eine auffallende Schönheit, von Voltaire angeblich als „berühmteste Frau zweier Jahrhunderte“ bezeichnet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fotos der Äbtissinnen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Bedeutung der Äbtissinnen angemessen darzustellen, haben sich die Schlossmuseumsmacher etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Da nur von einem kleinen Teil Abbildungen existieren, wurden Frauen aus Quedlinburg fotografiert, die den Äbtissinnen vermutlich ähnlich sind. Diese Fotos wurden aufwändig bearbeitet, so dass die Personen historisch möglichst korrekt aussehen. Auf diese Weise erhielt man eine Galerie aller 39 Äbtissinnen – Fotos und historische Gemälde bunt gemischt – , die im Blauen Salon, dem prachtvollen ehemaligen Repräsentationsraum, den überraschten Besucher anblicken.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/211_Schlossmuseum_Napoleon.jpg" alt="211 Schlossmuseum Napoleon" class="wp-image-51901" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/211_Schlossmuseum_Napoleon.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/211_Schlossmuseum_Napoleon-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Beispiel dafür, was an moderner Museumsgestaltung umgesetzt wurde. Es gibt außerdem Videos, in denen die wichtigsten Personen aus diesen tausend Jahren den Besucher direkt ansprechen, auf einer Wand wurde ein historisches Kriminalstück um einen kindlichen Kaiser als riesiger Comic dargestellt, eine weitere Wand wurde wie ein Kinderbuch illustriert, um zu zeigen, wie umfangreich der Hofstaat zur damaligen Zeit war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wird im Schlossmuseum aber nicht nur die vermeintlich heile Welt des Damenstifts präsentiert. Die Umwälzungen der Reformationszeit kommen ausführlich vor, Kaiser Napoleon und das unrühmliche Ende des Stifts sind Thema, und auch die dunkelste Epoche findet statt: Heinrich Himmler, der den Stiftsberg zur SS-Weihestätte umgestalten ließ.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/211_Schlossmuseum_ss.jpg" alt="211 Schlossmuseum ss" class="wp-image-51898" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/211_Schlossmuseum_ss.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/211_Schlossmuseum_ss-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Alles zusammen ist so umfangreich, dass bereits eine erste schnelle Führung gut zwei Stunden dauert. Man muss also Zeit mitbringen, und manchen Raum vielleicht einfach überspringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oder ein zweites Mal hingehen – leider ist das Schlossmuseum und damit verbunden die Besichtigung der Stiftskirche und des Domschatzes keine ganz preiswerte Angelegenheit. Bis zum Jahresende 2026 kostet das Kombiticket 16 Euro, danach steigt der Preis auf 18 Euro. Bis 18 Jahren ist der Eintritt frei, wer in Quedlinburg wohnt, zahlt einen ermäßigten Preis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kein Schnäppchen, und doch: Der Berg ruft.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/211_Schlossmuseum_hochzeit.jpg" alt="211 Schlossmuseum hochzeit" class="wp-image-51894" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/211_Schlossmuseum_hochzeit.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/10/211_Schlossmuseum_hochzeit-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Und während sich vor dem Museumseingang die Menschen drängen, geht im Terrassengarten auf dem Stiftsberg das ganz normale Leben weiter. Das neu erbaute Teehaus ist ein beliebter Hochzeits-Fotospot – auch am 3. Oktober 2026.</p>



<p class="wp-block-paragraph">---</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vergangene Woche ging es um <strong><a href="https://harzletter.de/fallstein-huy-wandern-radtour-natur-karte/">Fallstein und Huy,</a></strong> die Wandergebiete nördlich des Harzes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier radelte ich zu einigen <strong><a href="https://harzletter.de/feldwarten-quedlinburg-ausblick-mittelalter/">Feldwarten</a></strong> rund um Quedlinburg.</p>



<p class="wp-block-paragraph"> Davor waren <strong><a href="https://harzletter.de/italien-harz-wahlkampf-wahl-urlaub-merz/">Italien</a></strong> und um die <strong><a href="https://harzletter.de/landtagswahl-2026-sachsen-anhalt-wahlkampf/">Landtagswahl</a></strong> in Sachsen-Anhalt Thema.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Davor bin ich auf <strong><a href="https://harzletter.de/wurmberg-achtermann-wandern-kaiserweg-monsterroller/">Wurmberg</a></strong> und <strong><a href="https://harzletter.de/wurmberg-achtermann-wandern-kaiserweg-monsterroller/">Achtermann</a></strong> gewandert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 5. August war ich beim Klangwechsel des <strong><a href="https://harzletter.de/john-cage-klangwechsel-organ%c2%b2-aslsp-halberstadt/">John-Cage-Projekts</a></strong> in Halberstadt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Und hier geht es zurück auf die <strong><a href="https://harzletter.de/">Startseite</a></strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Fallstein und Huy – die kleinen attraktiven Geschwister des Harzes</title>
		<link>https://harzletter.de/fallstein-huy-wandern-radtour-natur-karte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Erwin Klein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Sep 2026 11:36:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Fallstein]]></category>
		<category><![CDATA[Huy]]></category>
		<category><![CDATA[Karte]]></category>
		<category><![CDATA[Osterwieck]]></category>
		<category><![CDATA[Radwandern]]></category>
		<category><![CDATA[Schmidt Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[wandern]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Harzletter, der Zweihundertundzehnte.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Harzletter-Ausgabe spielt überhaupt nicht im Harz. Wobei: Indirekt schon, dazu unten mehr.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/210_Huy_Karte_Titel.jpg" alt="210 Huy Karte Titel" class="wp-image-51888" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/210_Huy_Karte_Titel.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/210_Huy_Karte_Titel-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Es geht um <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Huy_(H%C3%B6henzug)" target="_blank" rel="noopener">Huy</a></strong> und <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Fallstein" target="_blank" rel="noopener">Fallstein</a></strong>, zwei Wald- und Naturschutzgebiete, die weitgehend unbeachtet nördlich des Harz liegen. Fast nur Kenner und Liebhaber verlaufen sich hierher – was schade ist, denn sowohl zu Fuß als auch mit dem Rad gibt es Einiges zu sehen und zu entdecken. Es sind wenig spektakuläre, aber schöne, sanft hügelige Mischwald-Gebiete, in denen wenig passiert, und die gerade deswegen so erholsam sind.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/210_Huy_quartett.jpg" alt="210 Huy quartett" class="wp-image-51889" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/210_Huy_quartett.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/210_Huy_quartett-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Um diese Gebiete bekannter zu machen, hat der Wernigeröder <strong><a href="https://www.schmidt-buch-verlag.de/" target="_blank" rel="noopener">Schmidt-Buch-Verlag</a></strong> in Zusammenarbeit mit der <strong><a href="https://www.harzer-wandernadel.de/" target="_blank" rel="noopener">Harzer Wandernadel</a></strong> und dem <strong><a href="https://www.tourismus-huy-fallstein.de/" target="_blank" rel="noopener">Tourismusverein Huy-Fallstein</a></strong> jetzt eine Wander- und Fahrradkarte „Fallstein und Huy“ herausgebracht. Darin sind im Maßstab 1 : 30.000 insgesamt 13 Rundwanderwege und 3 Fahrradtouren abgebildet. Weiterhin eine Reihe überregionaler Wander- und Radstrecken und natürlich alle Informationen, die zu einer brauchbaren Wanderkarte dazu gehören. Auf dem Foto, bei der Vorstellung der Karte, von links: Thorsten Schmidt, Klaus Dumeier, Geschäftsführer der Harzer Wandernadel, Dirk Heinemann, Bürgermeister von Osterwieck, und Katrin Vogt, Geschäftsführerin des Tourismusvereins.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Huy und Fallstein – was man wissen muss</h6>



<p class="wp-block-paragraph">Bevor das hier eine reine Werbeveranstaltung für diese neue Karte wird, erst einmal ein paar Informationen zu Huy und Fallstein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Huy liegt im Norden des <strong><a href="https://www.kreis-hz.de/" target="_blank" rel="noopener">Landkreises Harz</a></strong>, etwa 10 km nordwestlich von Halberstadt.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/210_Huy_Huy.jpg" alt="210 Huy Huy" class="wp-image-51887" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/210_Huy_Huy.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/210_Huy_Huy-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Er erstreckt sich in Ost-West-Richtung auf rund 12 km Länge und in Nord-Süd-Richtung über etwa 3 km Breite. Die höchste Erhebung im Huy ist der Buchenberg mit 314 Metern. Bemerkenswert ist der Huywald als einer der größten fast reinen Buchenwälder Mitteleuropas. Sehenswert in dem Gebiet sind unter anderem das <strong><a href="https://www.huysburg.de/" target="_blank" rel="noopener">Kloster Huysburg</a></strong> (siehe Foto – Copyright: Wolkenkratzer), die Paulskopfwarte, die Daneils Höhle und die Gletschertöpfe.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/210_Huy_KlosterHuysburg.jpg" alt="210 Huy KlosterHuysburg" class="wp-image-51885" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/210_Huy_KlosterHuysburg.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/210_Huy_KlosterHuysburg-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fallstein, am nördlichen Rand von Osterwieck gelegen, teilt sich auf in den Großen und den <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kleiner_Fallstein_(Naturschutzgebiet)" target="_blank" rel="noopener">Kleinen Fallstein</a></strong>. Beides sind naturgeschützte Mischwaldgebiete, wobei der Kleine Fallstein lediglich ein schmaler Streifen ist, der sich entlang der Ilse hinzieht und zum Fluss hin steil abfällt. Mitten durch den Höhenzug verlief früher die DDR-Außengrenze; der <strong><a href="https://www.harzlife.de/tip/harzer-grenzweg.html" target="_blank" rel="noopener">Grenzturm Rhoden</a></strong> (siehe Foto – Copyright: AP Wikianer) steht weiter als wuchtiger Klotz in der Landschaft herum.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/210_Huy_Grenzturm.jpg" alt="210 Huy Grenzturm" class="wp-image-51884" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/210_Huy_Grenzturm.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/210_Huy_Grenzturm-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Vielmehr muss man zunächst einmal nicht wissen – wobei das der Tourismusverein Huy-Fallstein sicher anders sieht – entscheidend ist: Einfach mal loslaufen. Hornburg und Osterwieck sind gute Ausgangspunkte; im Huy bietet sich das Kloster Huysburg als Tourenstart an. Leider sind die Öffentlichen Verkehrsanbindungen dahin gar nicht oder ziemlich spärlich vorhanden – man muss notgedrungen aufs Auto zurückgreifen. </p>



<h6 class="wp-block-heading">Schmidt-Verlag: Experten für Harz, Huy und Fallstein</h6>



<p class="wp-block-paragraph">Und wo wir gerade den Huy und den Fallstein entdecken, ist das die Gelegenheit, den <strong><a href="https://www.schmidt-buch-verlag.de" target="_blank" rel="noopener">Schmidt-Buch-Verlag</a></strong> aus Wernigerode, der die Karte produziert hat, zu loben und zu preisen. Denn in diesem Harzer Familienbetrieb entstehen seit 1990 qualitativ hochwertige Stadt-, Reise- und Wanderführer sowie touristische Sachbücher für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Was den Harz angeht, ist der Schmidt-Verlag Platzhirsch und allererste Wahl.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Auszug aus der Selbstbeschreibung von der <strong><a href="https://www.schmidt-buch-verlag.de/ueber-uns/" target="_blank" rel="noopener">Verlags-Webseite</a></strong>:<br>„Slow-Book! Gute Bücher brauchen Zeit wie gutes Essen! Und: made vor Ort! Aus der Leidenschaft für Reisejournalismus, fürs Wandern und später fürs Mountainbiken erwuchs die Idee, sich auch der Produktion von Harz-Wanderkarten selbst zu widmen. Die intensive Kooperation mit den Harzklub-Zweigvereinen hat bis heute Bestand und bildet eine wichtige Grundlage für die Aktualität und Genauigkeit unserer Harz-Wanderkarten.<br>Zusätzlich begeben wir uns selbst regelmäßig – ob wandernd, mit dem Trekking-Rad, Mountainbike oder zum Trail-Running – in die Harzer Natur, um unsere Kartendaten für Sie stets auf aktuellem Stand zu halten. Denn unsere Karten sind made vor Ort. Für Sie.“</p>



<h6 class="wp-block-heading">Brauchbar für unterwegs: KartoGuide Harz</h6>



<p class="wp-block-paragraph">Das Logo des Verlages sieht zwar aus wie ein Relikt aus den 60er Jahren – aber die Produkte sind top. Das kann ich als Nutzer mit Überzeugung bestätigen. Ziemlich cool sind die digitalen Angebote; vor allem die Touren-App „<strong><a href="https://www.kartoguide.de/" target="_blank" rel="noopener">KartoGuide Harz</a></strong>“ ist unterwegs extrem brauchbar (und kostet leider).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Apropos Kosten: Für die Fallstein-Huy-Karte sind 4,95 Euro zu zahlen. Das sind ein oder zwei Kaffee – die kann man mal schon mal investieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">–––<br><br>Vergangene Woche ging es um die <strong><a href="https://harzletter.de/feldwarten-quedlinburg-ausblick-mittelalter/">Feldwarten</a></strong> rund um Quedlinburg.</p>



<p class="wp-block-paragraph"> Davor waren <strong><a href="https://harzletter.de/italien-harz-wahlkampf-wahl-urlaub-merz/">Italien</a></strong> und um die <strong><a href="https://harzletter.de/landtagswahl-2026-sachsen-anhalt-wahlkampf/">Landtagswahl</a></strong> in Sachsen-Anhalt Thema.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier dreht sich alles um das <strong><a href="https://harzletter.de/harzfest-2026-waldseebad-start-triathlon/">Harzfest</a></strong> in Hasselfelde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Davor bin ich auf <strong><a href="https://harzletter.de/wurmberg-achtermann-wandern-kaiserweg-monsterroller/">Wurmberg</a></strong> und <strong><a href="https://harzletter.de/wurmberg-achtermann-wandern-kaiserweg-monsterroller/">Achtermann</a></strong> gewandert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 5. August war ich beim Klangwechsel des <strong><a href="https://harzletter.de/john-cage-klangwechsel-organ%c2%b2-aslsp-halberstadt/">John-Cage-Projekts</a></strong> in Halberstadt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Und hier geht es zurück auf die <strong><a href="https://harzletter.de/">Startseite</a></strong></p>
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		<title>Die Feldwarten rundum Quedlinburg – beste Ausblicke auf den Harz und die Stadt</title>
		<link>https://harzletter.de/feldwarten-quedlinburg-ausblick-mittelalter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Erwin Klein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Sep 2026 13:41:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Quedlinburg]]></category>
		<category><![CDATA[Harz-Highlights]]></category>
		<category><![CDATA[Aholzwarte]]></category>
		<category><![CDATA[Altenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Feldwarte]]></category>
		<category><![CDATA[Landgraben]]></category>
		<category><![CDATA[Mäuseturm]]></category>
		<category><![CDATA[Steinholzwarte]]></category>
		<category><![CDATA[Warte]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://harzletter.de/?p=51872</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Harzletter, der Zweihundertundneunte.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach den politischen <strong><a href="https://harzletter.de/landtagswahl-wahlkampf-sachsen-anhalt-gruene-merz/">Aufregungen</a></strong> der vergangenen Wochen zur Nervenberuhigung wieder ein wenig Heimatkunde. Ich war nach der Rückkehr aus Italien mit dem Rad rund um Quedlinburg unterwegs und habe mir dabei einige der <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Quedlinburger_Landgraben" target="_blank" rel="noopener">Feldwarten</a></strong>, auf die man dabei manchmal trifft, näher angeschaut.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/209_Warte_Turm.jpg" alt="209 Warte Turm" class="wp-image-51866" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/209_Warte_Turm.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/209_Warte_Turm-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Wikipedia gibt es dazu einen eigenen Eintrag: <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Quedlinburger_Landgraben" target="_blank" rel="noopener">Quedlinburger Landgraben</a></strong>. Dazu heißt es, „das&nbsp;Quedlinburger Warten- und Landgrabensystem&nbsp;sei ein mittelalterliches Verteidigungssystem, mit dem das Umland von&nbsp;Quedlinburg&nbsp;vor dem Eindringen von&nbsp;Heerhaufen&nbsp;und Räubern gewarnt und geschützt wurde.“ Davon bekommt man natürlich nichts mit, wenn man als Tourist in der Stadt ist – und auch wenn man hier wohnt, sind die&nbsp;Feldwarten nicht gerade im Blickfeld. (Ganz nebenbei:  "Heerhaufen und Räuber" klingt einigermaßen wild und verwegen, da will man doch mehr wissen).</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="717" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/209_Warte_Karte.jpg" alt="209 Warte Karte" class="wp-image-51862" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/209_Warte_Karte.jpg 717w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/209_Warte_Karte-480x362.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 717px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h6 class="wp-block-heading">Feldwarten als mittelalterliches Frühwarnsystem</h6>



<p class="wp-block-paragraph">Nochmal Wikipedia zum Quedlinburger Landgraben:<br>Feldwarten heißen die&nbsp;Warttürme&nbsp;des mittelalterlichen Verteidigungssystems (siehe auf der Karte oben: Die Warten sind die kleinen roten Kreise – Copyright der Karte: Rkass / Willi Gille). Sie wurden vermutlich ab der zweiten Hälfte des 13.&nbsp;Jahrhunderts bis in die Zeit um 1320 auf Bergen an der Gemarkungsgrenze als Frühwarnsystem errichtet. Sie sicherten wichtige Straßen- und Wegeverbindungen und meldeten Gefahren mittels Rauch- und Feuerzeichen. Als Signalempfänger vor Ort hat der Türmer auf dem&nbsp;Marktkirchturm gedient. Die Feldwarten waren umgeben von einem befestigten Hof, der den Bauern und&nbsp;Hirten&nbsp;als&nbsp;Fliehburg&nbsp;diente.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Steinholzwarte: Der weite Blick in die Landschaft</h6>



<p class="wp-block-paragraph">Elf Warten gab es rundum Quedlinburg. Einige sind völlig verschwunden,&nbsp;andere&nbsp;mehr oder weniger verfallen,&nbsp;manche wurden erhalten, restauriert und zu frei zugänglichen Aussichtstürmen ausgebaut. Und weil sie im Mittelalter errichtet wurden, um möglichst früh mögliche Feinde zu erkennen, hat man von ihnen fast immer besonders schöne Ausblicke in die Landschaft.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/209_Warte_Wendeltreppe.jpg" alt="209 Warte Wendeltreppe" class="wp-image-51865" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/209_Warte_Wendeltreppe.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/209_Warte_Wendeltreppe-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/209_Warte_Blick.jpg" alt="209 Warte Blick" class="wp-image-51864" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/209_Warte_Blick.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/209_Warte_Blick-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Als erstes ging es zur <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Steinholzwarte" target="_blank" rel="noopener">Steinholzwarte</a></strong>, die rund fünf Kilometer nördlich des Stadtzentrums liegt.&nbsp;Nach der Autobahn&nbsp;führt der Weg&nbsp;ein Stück die Harslebener Berge entlang und dann nach rechts steil bergauf. Zwischen den Bäumen, erst auf den dritten Blick zu sehen, die Warte. Ein kompakter Bau, schmaler Eingang, wenige schmale Fenster, eine Wendeltreppe führt nach oben. Von dort ein weiter Blick Richtung Harz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Warte wurde im 14./15. Jahrhundert aus Sandsteinquadern errichtet und von der Stadt Quedlinburg unterhalten. Sie ist bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts ständig besetzt gewesen. Ratsrechnungen belegen bis 1560 regelmäßige Lohnzahlungen an zwei ganzjährig hier wohnende Turmwächter. Die Steinholzwarte bot auch den Arbeitern Schutz, die hier in dem nahe gelegenen Steinbruch arbeiteten. Der Turm ist 11,3 Metern hoch und hat einen quadratischen Grundriss mit einer Kantenlänge von etwa 4,15 Metern.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/209_Warte_Altenburg.jpg" alt="209 Warte Altenburg" class="wp-image-51867" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/209_Warte_Altenburg.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/209_Warte_Altenburg-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum nächsten Anlaufpunkt geht es Richtung Süden, rechts an Quedlinburg vorbei. Die <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Altenburgwarte" target="_blank" rel="noopener">Altenburgwarte</a></strong> ist ebenfalls als Aussichtsturm umgebaut und liegt ebenfalls versteckt hinter hohen Bäumen. Der jetzige Turm wurde 1889 vom Harzklub aus den verwitterten Resten der ursprünglichen Warte errichtet. Er ähnelt der Steinholzwarte, ist allerdings fünfeckig. Ansonsten: Schmaler Eingang, Wendeltreppe, oben ein weiter Blick zur Stadt hin.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/209_Warte_Aussicht.jpg" alt="209 Warte Aussicht" class="wp-image-51868" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/209_Warte_Aussicht.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/209_Warte_Aussicht-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann, weil sie nicht allzu weit entfernt ist, noch der Weg zur <strong><a href="https://touren.harzinfo.de/de/poi/stempelstation/sonderstempel-aholzwarte/800057473/" target="_blank" rel="noopener">Aholzwarte</a></strong>. Von der existieren nur noch das Fundament und ein paar Steinreste. Aber man kann sich leicht den Turm vorstellen und der weite Blick Richtung Harz und Richtung Quedlinburger Stiftsberg sind immer noch da. Bis vor ein paar Jahren gab es auf dem Steinrumpf eine hölzerne Aussichtsplattform, aber die ist inzwischen verschwunden.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/209_Warte_Aholz.jpg" alt="209 Warte Aholz" class="wp-image-51870" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/209_Warte_Aholz.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/209_Warte_Aholz-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man sich im Netz zum Stichwort Wartturm oder Warte umschaut, sieht man schnell, dass diese Art der Überwachung ziemlich verbreitet war. Einer der Bekanntesten ist der <strong><a href="https://www.bingen.de/kultur/tor-zum-uneso-welterbe/der-binger-maeuseturm" target="_blank" rel="noopener">Binger Mäuseturm</a></strong>, malerisch mitten im Rhein gelegen (Copyright: Marion Halft).</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/209_Warte_Maeuseturm.jpg" alt="209 Warte Maeuseturm" class="wp-image-51861" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/209_Warte_Maeuseturm.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/209_Warte_Maeuseturm-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a></a><a></a>Noch zwei Fun-Facts zu den Warten:&nbsp;<br>-&nbsp;Die Bezeichnung&nbsp;Warte&nbsp;stammt vom&nbsp;mittelhochdeutschen&nbsp;Wort&nbsp;<em>warte</em>&nbsp;für „spähendes Ausschauen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">- Die Eingangstür eines Wartturms befand sich üblicherweise in mehreren Metern Höhe und war in diesem Fall nur über eine Leiter zugänglich, die der Turmwächter bei Gefahr einzog.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Von den Warten zu den Wahlen</h6>



<p class="wp-block-paragraph">Soviel zu den Feldwarten – die übrigen acht rund um Quedlinburg werde ich nach und nach noch abklappern. Aber jetzt warten wir erst einmal auf die Wahlprognose um 18 Uhr. Meck-Pomm und Berlin sind im Blickpunkt; der Wahlausgang dort dürfte bundespolitisch einiges in Bewegung setzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">–––<br><br>Vergangene Woche ging es um <strong><a href="https://harzletter.de/italien-harz-wahlkampf-wahl-urlaub-merz/">Italien</a></strong> und um die <strong><a href="https://harzletter.de/landtagswahl-2026-sachsen-anhalt-wahlkampf/">Landtagswahl</a></strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier dreht sich alles um das <strong><a href="https://harzletter.de/harzfest-2026-waldseebad-start-triathlon/">Harzfest</a></strong> in Hasselfelde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Davor bin ich auf <strong><a href="https://harzletter.de/wurmberg-achtermann-wandern-kaiserweg-monsterroller/">Wurmberg</a></strong> und <strong><a href="https://harzletter.de/wurmberg-achtermann-wandern-kaiserweg-monsterroller/">Achtermann</a></strong> gewandert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 5. August war ich beim Klangwechsel des <strong><a href="https://harzletter.de/john-cage-klangwechsel-organ%c2%b2-aslsp-halberstadt/">John-Cage-Projekts</a></strong> in Halberstadt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier beschreibe ich die Premiere von <strong><a href="https://harzletter.de/wirtshaus-im-spessart-premiere-halberstadt-burchardi/">Das Wirtshaus im Spessart</a></strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Und hier geht es zurück auf die <strong><a href="https://harzletter.de/">Startseite</a></strong></p>
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		<title>Italien, der Blick aufs Meer und der Harz ist ganz weit weg</title>
		<link>https://harzletter.de/italien-harz-wahlkampf-wahl-urlaub-merz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Erwin Klein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Sep 2026 08:01:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Abschalten]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Strand]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Harzletter, der Zweihundertundachte.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal tut es ganz gut, nicht im Harz zu sein. Vergangenen Sonntag war ich unterwegs in Österreich, kurz hinter <strong><a href="https://www.villach.at/" target="_blank" rel="noopener">Villach</a></strong>, fast genau an der Grenze zu Italien, als die erste <strong><a href="https://dawum.de/Bundestag/" target="_blank" rel="noopener">Wahl-Prognose</a></strong> im Radio lief. Die hatte es in sich, genau wie alles, was danach folgte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch deswegen passt jetzt genau: Italien, Sonne, Strand, einfach mal abschalten.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/208_Italien_mare.jpg" alt="208 Italien mare" class="wp-image-51851" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/208_Italien_mare.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/208_Italien_mare-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Erstaunlich, wie viele Italiener plötzlich <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sachsen-Anhalt" target="_blank" rel="noopener">Sachsen-Anhalt</a></strong> kennen. Fast überall wurde über das Ergebnis der Landtagswahl geredet, fast immer besorgt, und meist die gleiche Frage an den Quedlinburger: Was ist da los?, beziehungsweise, wie konnte das passieren?</p>



<h6 class="wp-block-heading">In Italien kennen auf einmal alle Sachsen-Anhalt</h6>



<p class="wp-block-paragraph">Wer weiß das schon – die hilflosen Erklärungsversuche in verschiedenen Talkrunden sind eher zum Abschalten. Eine interessante Analyse habe ich in einem „Handelsblatt“-Interview gelesen. Sie stammt von <strong><a href="https://stephangruenewald.de/" target="_blank" rel="noopener">Stephan Grünewald</a></strong>, einem Kölner Psychologen:</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Menschen befinden sich derzeit in einer Nachspielzeit, sie hoffen, dass sie die vertrauten Zustände noch eine Zeit lang aufrechterhalten können. Sie merken aber – und die reformbestrebte Regierung bestärkt dieses Gefühl –, dass das Spiel jetzt aus ist. Und davor schreckt man zurück. Wir sind nicht in einer Aufbruchsbewegung, sondern es staut sich Bewegungsenergie – und die wird in Wut verwandelt.“</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/206_Wahlkampf_kleers.jpg" alt="206 Wahlkampf kleers" class="wp-image-51834" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/206_Wahlkampf_kleers.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/206_Wahlkampf_kleers-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Klingt ein bisschen esoterisch, wird aber nachvollziehbar, wenn man – wie ich – AfD-Wahlkundgebungen erlebt hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann ist da noch der langsame Abgang des <strong><a href="https://www.bundeskanzler.de/bk-de/kanzleramt/bundeskanzler-seit-1949/biografie-friedrich-merz" target="_blank" rel="noopener">Friedrich Merz</a></strong>. Noch darf er ein wenig den Kanzler geben, jetzt steht <strong><a href="https://dawum.de/Mecklenburg-Vorpommern/" target="_blank" rel="noopener">Meck-Pomm</a></strong> an, dann Berlin, danach wird für ihn Schluss sein. Es wird, wenn es soweit ist, sehr schnell gehen. Mal sehen, wer den Sturz auslöst, wer auf ihn folgen wird, wer profitiert und wer in der Versenkung verschwindet..</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber das ist hier in Italien gerade ziemlich egal. Ich schaue aufs Meer und der nächste <strong><a href="https://www.aperol.com/de-de/aperol-spritz-rezept/" target="_blank" rel="noopener">Aperol</a></strong> ist nicht weit. Das Wetter und das Essen sind auch besser.</p>



<p class="wp-block-paragraph">–––<br><br>Auch vergangene Woche ging es um die <strong><a href="https://harzletter.de/landtagswahl-2026-sachsen-anhalt-wahlkampf/">Landtagswahl</a></strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier dreht sich alles um das <strong><a href="https://harzletter.de/harzfest-2026-waldseebad-start-triathlon/">Harzfest</a></strong> in Hasselfelde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Davor bin ich auf <strong><a href="https://harzletter.de/wurmberg-achtermann-wandern-kaiserweg-monsterroller/">Wurmberg</a></strong> und <strong><a href="https://harzletter.de/wurmberg-achtermann-wandern-kaiserweg-monsterroller/">Achtermann</a></strong> gewandert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 5. August war ich beim Klangwechsel des <strong><a href="https://harzletter.de/john-cage-klangwechsel-organ%c2%b2-aslsp-halberstadt/">John-Cage-Projekts</a></strong> in Halberstadt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier beschreibe ich die Premiere von <strong><a href="https://harzletter.de/wirtshaus-im-spessart-premiere-halberstadt-burchardi/">Das Wirtshaus im Spessart</a></strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Davor ging es um die <strong><a href="https://harzletter.de/lossen-harz-geologie-karte-vermessung/">Harz-Geologie</a></strong> und um <strong><a href="https://harzletter.de/lossen-harz-geologie-karte-vermessung/">Karl August Lossen</a></strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Und hier geht es zurück auf die <strong><a href="https://harzletter.de/">Startseite</a></strong></p>
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		<title>Nochmal Wahlkampf – und dann ist das endlich vorbei</title>
		<link>https://harzletter.de/landtagswahl-wahlkampf-sachsen-anhalt-gruene-merz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Erwin Klein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Sep 2026 13:42:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Quedlinburg]]></category>
		<category><![CDATA[AfD]]></category>
		<category><![CDATA[Banaszak]]></category>
		<category><![CDATA[BSW]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Harzletter, der Zweihundertundsiebte.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Leider komme ich nicht dran vorbei, schon wieder über den <strong><a href="https://dawum.de/Sachsen-Anhalt/" target="_blank" rel="noopener">Wahlkampf</a></strong> und die bevorstehende Abstimmung zu schreiben. Denn in Sachsen-Anhalt und damit auch im Harz gibt es gerade kein anderes Thema. Und als jemand, der hier lebt und das alles sehr direkt mitbekommt, kann ich nur sagen: Zum Glück ist es am Sonntag vorbei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wobei: Es ist ja nichts vorbei, im Gegenteil, dann fängt es erst richtig an. Nach dem Wahlkampf geht das Geschacher und Verhandeln los – vorausgesetzt, die blaue Partei gewinnt nicht die absolute Mehrheit. Was vorbei ist, ist das Getöse und Belehren darüber, was alles passieren kann, wenn …</p>



<h6 class="wp-block-heading">Das Nervigste am Wahlkampf: Die Bescheid-Wisser</h6>



<p class="wp-block-paragraph">Denn das ist wirklich nervig: Dass jede/r Viertel-Prominente und/oder selbsternannter Politik-Experte sich dazu aufgerufen fühlt, den 1,7 Millionen Wählerinnen und Wählern zu erklären, wie schlimm die <strong><a href="https://afd-lsa.de/" target="_blank" rel="noopener">AfD</a></strong> ist, und was alles passieren wird und dass die Demokratie den Bach runter geht, die Wirtschaft sowieso, und, und.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ob die Leute das nicht selber wüssten. (Na ja, die dauererregten Rumpöbler eher nicht – beziehungsweise sie wollen es nicht wissen).&nbsp;Von&nbsp;all diesen Kommentatoren und Mahnern, die fast ausnahmslos Sachsen-Anhalt&nbsp;bestenfalls&nbsp;vom Durchfahren kennen, vorschulmäßig belehrt zu werden, befördert die allgemeine Politikverdrossenheit eher&nbsp;noch weiter.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/207_wahlkampf_gruene.jpg" alt="207 wahlkampf gruene" class="wp-image-51844" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/207_wahlkampf_gruene.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/09/207_wahlkampf_gruene-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Drei Wahlkampf-Erlebnisse gab’s in der vergangenen Woche. Fangen wir mit dem Angenehmen an: <strong><a href="https://www.felixbanaszak.de/" target="_blank" rel="noopener">Felix Banaszak</a></strong>, einer der Grünen-Vorsitzenden kam nach Quedlinburg, um Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz zu unterstützen. Mit dabei: <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_B%C3%BCtikofer" target="_blank" rel="noopener">Reinhard Bütikofer</a></strong>, Grünen Urgestein und ehemaliger Vorsitzender. Ich wähle die Grünen nicht (um das gleich klar zu sagen), aber man kann ja mal vorbeigehen und vielleicht ins Gespräch kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und so lief das dann auch. Banaszak – Typ leicht verbummelter Student – ist ein ausgesprochen fröhlicher und ansprechbarer Politiker. Wir unterhielten uns ausgiebig darüber, warum die bürgerlichen Parteien den Rechten so bereitwillig den öffentlichen Raum im Wahlkampf überlassen haben. Es verwies auf die begrenzten Ressourcen der Grünen, und zeigte sich gleichzeitig ziemlich optimistisch für den Wahlsonntag. Das mit den fünf Prozent solle wohl klappen, die letzten Umfragen seien sehr ermutigend.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Friedrich Merz machte Wahlkampf – ganz geheim</h6>



<p class="wp-block-paragraph">Das Thema öffentlicher Raum war auch das An-den-Kopf-fass-Thema der Woche. Bundeskanzler <strong><a href="https://www.bundeskanzler.de/bk-de/kanzleramt/bundeskanzler-seit-1949/biografie-friedrich-merz" target="_blank" rel="noopener">Friedrich Merz</a></strong> war ebenfalls in Quedlinburg, aber ganz geheim und ausschließlich hinter verschlossenen Türen. Das wurde hinterher als „Der Bundeskanzler greift in den Wahlkampf ein“ verkauft. Dabei war es eine Feigheit und Peinlichkeit allererster Güte. Schon klar, Merz will nicht ausgepfiffen und weggebuht werden. Es wäre natürlich lautstark und sehr hoch hergegangen, falls er sich öffentlich gezeigt hätte. Aber das muss man&nbsp;in seiner Position&nbsp;aushalten können, egal was die Sicherheitsleute und die Marketing-Menschen sagen. Man wünscht sich einen Gerhard Schröder oder einen&nbsp;fast auch einen Helmut Kohl zurück – die hätten nicht gekniffen und sich auf dem Stiftsberg versteckt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Drittes Erlebnis: Die Selbst-Zerlegung des <strong><a href="https://st.bsw-vg.de/" target="_blank" rel="noopener">BSW</a></strong>. Wie man innerhalb einer Woche eine Partei auf Null bringen kann. Nach Brandenburg schmeißen sie jetzt auch in Thüringen die Regierungsarbeit hin, beziehungsweise lösen sich durch Austritte einfach auf. Wer soll Sahra und ihre Anhänger jetzt eigentlich noch wählen? Die paar Prozent, die es immer noch tun, werden nicht für den Einzug in den Landtag reichen.&nbsp;Sind aber&nbsp;ein Weg, die AfD zu unterstützen.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Nichts Kämpferisches, wenig Präsenz</h6>



<p class="wp-block-paragraph">Alles Zusammengenommen (plus die Wahlkampf-Erlebnisse, die ich vergangene Woche beschrieben habe) ein Szenario, dass man sich nicht ausdenken kann. Irgendwie hatte ich ständig das Gefühl, allen bis auf die AfD ist diese Wahl unangenehm, sie wollten das&nbsp;nur&nbsp;möglichst schnell hinter sich bringen. Nichts&nbsp;Kämpferisches – abgesehen von ein paar Diskussionseinlagen im Fernsehen – wenig&nbsp;Präsenz&nbsp;auf den Plätzen, dazu ziemlich blasses Personal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und auch wenn gerade jeder über Sachsen-Anhalt spricht und jeder eine Meinung hat: Nach der Wahl sind die alle weg und werden nicht mehr gesehen. Und dann macht <strong><a href="https://www.cdulsa.de/personen/ministerpraesident-sven-schulze" target="_blank" rel="noopener">Sven Schulze</a></strong>, so wie es aussieht, unter schwierigeren Bedingungen irgendwie weiter. Wobei die unumgänglichen Verhandlungen mit der Linkspartei sicher noch ein paar schöne Highlights liefern werden. Da wird es in der Union noch&nbsp;heftig&nbsp;rappeln. Und Friedrich Merz? Dümpelt der nächsten Pleite in Meck-Pomm entgegen. Wohl wieder in irgendeinem Hinterzimmer.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Ulrich Siegmund wirkt überfordert</h6>



<p class="wp-block-paragraph">Eine kleine Spekulation noch zur AfD: <strong><a href="https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/landtagswahl/ulrich-siegmund-110,portrait-afd-100.html" target="_blank" rel="noopener">Ulrich Siegmund</a></strong> hat sich in den diversen Diskussionsrunden als ziemliche Luftpumpe und deutlich überfordert erwiesen. Kennt sein eigenes Programm nicht (warum auch?) und kommt gegen gut argumentierende Gegner&nbsp;schnell&nbsp;in Atemnot. Immer klarer ist: Er wurde hingestellt, um einen guten Eindruck zu machen und von den Hintermännern abzulenken. Denn die sind nicht vermittelbar,&nbsp;allen voran <strong><a href="https://tillschneider.org/" target="_blank" rel="noopener">Hans-Thomas Tillschneider</a></strong>, der angeblich das Wahlprogramm fast im Alleingang geschrieben hat.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/206_Wahlkampf_aufkleber.jpg" alt="206 Wahlkampf aufkleber" class="wp-image-51839" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/206_Wahlkampf_aufkleber.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/206_Wahlkampf_aufkleber-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn die AfD seit Wochen ihren Sieg verkündet: Nach den letzten Umfragen scheint es leicht bergab zu gehen. Aber das ist Kosmetik, sie wird mit weitem Abstand vorn landen und das für ihre Selbstdarstellung nutzen.&nbsp;(Und heimlich froh sein, dass sie sich nicht um den mühsamen Regierungsalltagskram kümmern muss. Mit wem auch? Ulrich Siegmund wäre dafür entschieden zu leichtgewichtig). Für Sachsen-Anhalt sind das alles leider keine besonders guten Aussichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">–––<br><br>Auch vergangene Woche ging es bereits um die <strong><a href="https://harzletter.de/landtagswahl-2026-sachsen-anhalt-wahlkampf/">Landtagswahl</a></strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier dreht sich alles um das <strong><a href="https://harzletter.de/harzfest-2026-waldseebad-start-triathlon/">Harzfest</a></strong> in Hasselfelde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Davor bin ich auf <strong><a href="https://harzletter.de/wurmberg-achtermann-wandern-kaiserweg-monsterroller/">Wurmberg</a></strong> und <strong><a href="https://harzletter.de/wurmberg-achtermann-wandern-kaiserweg-monsterroller/">Achtermann</a></strong> gewandert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 5. August war ich beim Klangwechsel des <strong><a href="https://harzletter.de/john-cage-klangwechsel-organ%c2%b2-aslsp-halberstadt/">John-Cage-Projekts</a></strong> in Halberstadt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier beschreibe ich die Premiere von <strong><a href="https://harzletter.de/wirtshaus-im-spessart-premiere-halberstadt-burchardi/">Das Wirtshaus im Spessart</a></strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Davor ging es um die <strong><a href="https://harzletter.de/lossen-harz-geologie-karte-vermessung/">Harz-Geologie</a></strong> und um <strong><a href="https://harzletter.de/lossen-harz-geologie-karte-vermessung/">Karl August Lossen</a></strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Und hier geht es zurück auf die <strong><a href="https://harzletter.de/">Startseite</a></strong></p>
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		<title>Landtagswahl am 6. September – einige Wahlkampf-Erlebnisse und ein paar Spekulationen</title>
		<link>https://harzletter.de/landtagswahl-2026-sachsen-anhalt-wahlkampf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Erwin Klein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Aug 2026 21:04:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[AfD]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://harzletter.de/?p=51837</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Harzletter, der Zweihundertundsechste.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin hier in diesem Harzletter eher selten politisch unterwegs, aber die bevorstehende <strong><a href="https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/landtagswahl" target="_blank" rel="noopener">Landtagswahl</a></strong> ist gerade das große Thema – nicht nur im Harz, sondern bundesweit. Es geht um viel, und da ich schon immer Politik-interessiert war, habe ich ich mir in den vergangenen Wochen diverse Wahlkampf-Aktivitäten angeschaut. Um die Stimmung mitzubekommen, um die&nbsp;Kandidaten&nbsp;zu erleben, die&nbsp;um&nbsp;meine Stimme&nbsp;werben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und um zu sehen, was dran ist an den Spekulationen über die möglichen Konstellationen nach der Landtagswahl.&nbsp;Sicher ist: Es wird in jedem Fall kompliziert – auch aus Gründen, die&nbsp;nicht in den Zeitungen und Zeitschriften stehen. Dort wird gerade großes Getöse veranstaltet; allen voran der „<strong><a href="https://www.msn.com/de-de/politik/allgemein/spiegel-titelbild-der-gef%C3%A4hrlichste-mann-deutschlands-ist-gefunden/ar-AA2aoCha" target="_blank" rel="noopener">Spiegel</a></strong>“ mit dem unsäglichen Der-gefährlichste-Mann-Deutschlands-Titel. So ein bisschen AfD-Grusel verkauft sich im Sommer halt gut.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Prominenz in der letzten Wahlkampf-Woche</h6>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt, in den letzten Tagen vor der Wahl, wird bei fast allen Parteien noch einmal Prominenz aufgeboten: <strong><a href="https://bsw-vg.de/" target="_blank" rel="noopener">Sahra Wagenknecht</a></strong> macht die Runde durchs Land, <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Markus_S%C3%B6der" target="_blank" rel="noopener">Markus Söder</a></strong> war gerade in Wernigerode, <strong><a href="https://www.wolfgangkubicki.de/" target="_blank" rel="noopener">Wolfgang Kubicki</a></strong> kämpft (wohl vergeblich) mit der 5-Prozent-Hürde, und gerüchteweise soll auch <strong><a href="https://www.bundeskanzler.de/bk-de/kanzleramt/bundeskanzler-seit-1949/biografie-friedrich-merz" target="_blank" rel="noopener">Friedrich Merz</a></strong> noch für zwei Termine vorbeikommen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein paar – natürlich nicht repräsentative – Wahlkampf-Erlebnisse vor Ort:&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/206_Wahlkampf_fdp.jpg" alt="206 Wahlkampf fdp" class="wp-image-51827" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/206_Wahlkampf_fdp.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/206_Wahlkampf_fdp-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">FDP-Spitzenkandiatin <strong><a href="https://www.lydia-hueskens.de/" target="_blank" rel="noopener">Lydia Hüskens</a></strong> hat sich auf eine lange Wahlkampf-Tour begeben: Mit einem blau-gelben Transporter in allen 41 Wahlkreisen mit über 50 Stopps. Am 7. August war sie für eine Stunde in Blankenburg, in der Lange Straße. Direkt neben einer Eisdiele&nbsp;bauten&nbsp;sie und der örtliche Kandidat <strong><a href="https://fdp-harz.de/" target="_blank" rel="noopener">Steffen Mente</a></strong> Aufsteller auf. Und warteten. Es passierte: Nichts. Ich kaufte mir ein Eis, setzte mich auf eine Bank in der Nähe und wartete ebenfalls. Nach einer Weile sprach Frau Hüskens mich an und wir plauderten ausgiebig über Eissorten und die FDP-Wahlaussichten. Sie hatte Zeit, denn es war niemand an ihr und der blau-gelben Partei interessiert. In Wernigerode sei&nbsp;das&nbsp;ganz anders gewesen, meinte sie noch.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/206_Wahlkampf_selfie.jpg" alt="206 Wahlkampf selfie" class="wp-image-51830" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/206_Wahlkampf_selfie.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/206_Wahlkampf_selfie-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen Tag später: Die AfD lädt in Staßfurt ein zum Grillfest mit <strong><a href="https://afdfraktion-lsa.de/abgeordnete/ulrich-siegmund-2/" target="_blank" rel="noopener">Ulrich Siegmund</a></strong>. Zu dem&nbsp;Zeitpunkt&nbsp;war noch nicht vom „gefährlichsten Mann“ die Rede, die Umfrageergebnisse prognostizierten der blauen Partei über 40 Prozent und Siegmund ist immerhin der Spitzenkandidat. Als ich dort mit dem Motorrad ankam, merkte ich schon am Stadtrand: Hier läuft gerade was Größeres. Der Innenstadtbereich war abgesperrt, das Grillfest war ein regelrechtes Volksfest.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/206_Wahlkampf_schlange.jpg" alt="206 Wahlkampf schlange" class="wp-image-51829" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/206_Wahlkampf_schlange.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/206_Wahlkampf_schlange-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Siegmund stand an einem Stehtisch, vor sich eine Menschenschlange von deutlich über 100 Meter Länge. Geduldig standen die Menschen für ein Selfie mit&nbsp;ihm&nbsp;und für seine Unterschrift an. Ich habe das eine Weile aus der Nähe beobachtet (das war problemlos möglich): Siegmund war freundlich, aufgeräumt, fragte nach, plauderte mit jeder und jedem und arbeitete geduldig die Schlange ab.&nbsp;Neben dem Spitzenkandidaten gab es Getränke und Gegrilltes, verbilligt angeboten dank AfD-Sponsoring – lange Schlangen auch hier. Dann noch ein Stand mit Wahlkampf-Materialien. Mehrere hundert Menschen, viel Gedränge, Siegesstimmung.&nbsp;Zwei Wochen später die Steigerung: <strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=qjvdxLnCjW4" target="_blank" rel="noopener">Simson-Ausfahrt</a></strong> mit Start in Quedlinburg. Etwa 5000 Menschen auf der Kleers-Wiese. Das ist kein Wahlkampf mehr, das ist eine Welle.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/206_Wahlkampf_kleers.jpg" alt="206 Wahlkampf kleers" class="wp-image-51834" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/206_Wahlkampf_kleers.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/206_Wahlkampf_kleers-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">12. August, Mittwoch, Markttag in Quedlinburg. Zwei Parteien haben sich auf dem Marktplatz eingefunden, einen roten beziehungsweise einen grünen Sonnenschirm aufgespannt, und warten auf Interessenten. Die Grünen haben ihren Platz direkt vor dem Rathaus – das sieht dekorativ aus, aber sie stehen dort sehr lange sehr allein. Eine gute halbe Stunde habe ich das aus der Ferne verfolgt, ich konnte niemand wahrnehmen, der sich dem Stand näherte.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/206_Wahlkampf_gruene.jpg" alt="206 Wahlkampf gruene" class="wp-image-51831" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/206_Wahlkampf_gruene.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/206_Wahlkampf_gruene-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Anders bei der SPD, die sich direkt vor dem Hotel Theophano postiert hatte. <strong><a href="https://spd-quedlinburg.de/team/nadine-hillecke/" target="_blank" rel="noopener">Nadine&nbsp;Hilleke</a></strong>, SPD-Kandidatin für Quedlinburg, war mit zwei Mitstreitern und einem Plakat „Verdopplung Bus &amp; Bahn“ vor Ort. Und sie wurde angesprochen. Soweit ich das mitbekam, ging es meist um Rente, ein Thema, das die übrig gebliebene Kernwählerschaft offensichtlich umtreibt. „Schafft die SPD die fünf Prozent?“ Hilleke ist ganz sicher: „Selbstverständlich. Wir werden noch zulegen.“</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/206_Wahlkampf_spd.jpg" alt="206 Wahlkampf spd" class="wp-image-51832" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/206_Wahlkampf_spd.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/206_Wahlkampf_spd-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Und schließlich noch ein Anflug von Prominenz. Markus Söder kam nach Wernigerode, um <strong><a href="https://www.cdulsa.de/personen/ministerpraesident-sven-schulze" target="_blank" rel="noopener">Sven Schulze</a></strong> und die CDU zu unterstützen. Man musste sich für die Veranstaltung, die in einem Hotel stattfand, anmelden – vielleicht sollten Störungen und Proteste möglichst vermieden werden. Aber kein großes Problem, die Bestätigung kam prompt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Saal, der gut gefüllt war, viel Presse und TV, viel regionale CDU-Prominenz in den ersten Reihen. Auch sonst eher eine CDU-interne Veranstaltung, also Menschen, die freundlich Beifall spendeten und nicht groß überzeugt werden mussten. Söder machte Söder-Dinge: Ein paar Witze, ein paar Sprüche, viel Lob für Bayern, viel Zuspruch für Sven Schulze und Sachsen-Anhalt und natürlich deftige Seitenhiebe gegen Berlin. Schimpfen auf Berlin zieht immer – auch wenn dort (noch) die CDU regiert.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/206_Wahlkampf_Torte.jpg" alt="206 Wahlkampf Torte" class="wp-image-51836" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/206_Wahlkampf_Torte.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/206_Wahlkampf_Torte-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Torte gab es auch und&nbsp;manche&nbsp;überflüssige Selbstdarstellungen von Kandidaten wie Artjom Pusch, der versuchte, ein bisschen von Söders Strahlkraft für sich abzuzweigen. Neben dem Franken blieb Sven Schulze eher blass, obwohl er sich redlich mühte – aber Söder ist einfach ein anderes Kaliber.&nbsp;Wer problemlos Bierzelte zum Kochen bringt, für den ist eine Inhouse-Veranstaltung noch nicht einmal ein Aufwärmprogramm. Schade. Ich hätte ihn mir auf dem Wernigeröder Marktplatz gewünscht, mit ordentlich Gegenwind von politisch Andersdenkenden – da hätte er seine&nbsp;populistischen und rhetorischen&nbsp;Qualitäten richtig ausspielen können.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Wo waren Linkspartei und BSW im Wahlkampf?</h6>



<p class="wp-block-paragraph">Vom BSW und von der Linkspartei habe ich trotz umfangreicher Netz-Recherche keine Termine finden können. Waren die vor Ort im Harz nicht unterwegs?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Soweit meine bescheidenen Wahlkampf-Erlebnisse. Und was kommt jetzt?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst einmal eine Woche Endspurt – Wahlkampf-Strategen wissen, die letzten Tage sind die Entscheidenden. Viele&nbsp;Wähler&nbsp;sind noch unschlüssig, es kann sich immer noch einiges verschieben. Ziemlich klar ist: Die AfD wird mit großem Vorsprung gewinnen, die CDU wird bei Mitte 20 Prozent landen, dahinter zweistellig die Linke, die SPD wird es wohl in den Landtag schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wacklig sind Grüne und BSW, die FDP dürfte bei drei bis vier Prozent hängen bleiben.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Das Spannende passiert nach der Wahl</h6>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann fängt das eigentliche politische Spiel an, über das in den Medien bereits viel spekuliert und diskutiert wird. Im Mittelpunkt: Immer die CDU. Falls es eine Parlamentsmehrheit jenseits der AfD geben sollte, muss die CDU verhandeln – mit der SPD und mit der Linkspartei. Eventuell noch mit Grünen und BSW.&nbsp;Und das könnte die Partei zerreißen, denn ein nennenswerter Teil der sachsen-anhaltinischen CDU will lieber mit der AfD als mit der Linkspartei zusammenarbeiten (Stichwort 10.000-Euro-Spende eines CDU-Bürgermeisters an die AfD).&nbsp;Und Sven Schulze wäre nicht der erste Ministerpräsident, der nach einer Wahl an den eigenen Leuten scheitert – erinnert sich noch jemand an Heide Simonis?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommen kleinere Unwägbarkeiten: Was macht beispielsweise Sahra Wagenknecht, falls das BSW es in den Landtag schafft? Sie könnte dann über die entscheidenden Prozente für die eine oder andere Richtung verfügen und damit den Preis für ihre Zustimmung hochtreiben.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine ziemlich sichere Spekulation ist für mich die Erwartung, das Friedrich Merz nach den anstehenden Wahlen – außer Sachsen-Anhalt noch Meck-Pomm und Berlin – nicht mehr lange Kanzler&nbsp;und Parteivorsitzender&nbsp;sein wird. Denn die CDU wird ziemlich sicher überall abschmieren, und die Partei wird es nicht riskieren, mit einem maximal unbeliebten und angeschlagenen&nbsp;Mann an der Spitze&nbsp;in die kommenden Wahlen zu ziehen. Nächstes Frühjahr stehen Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein an, dort gibt es für die Union viel zu verlieren.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Eine kleine Hoffnung Richtung FDP</h6>



<p class="wp-block-paragraph">Und zum Schluss noch eine kleine Hoffnung in Richtung FDP: Da die Partei es sehr sicher nicht über die Fünf-Prozent-Hürde schaffen wird, wären die rund drei Prozent der Stimmen direkt für den Papierkorb. Beziehungsweise indirekt Stimmen für die AfD. Denn jedes Stimmenprozent, das sich am Ende nicht im Landtag wiederfindet, hilft der AfD hin zu ihrem erklärten Ziel der absoluten Mehrheit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wäre es da nicht ein Zeichen von Größe und Verantwortung – im Sinne von: Erst das Land, dann die Partei – den eingefleischten FDP-Wählern zu sagen: Sorry, es wird für uns nicht reichen, gebt eure Stimme lieber der CDU oder Wem-auch-immer, damit sie zählt und eine AfD-Regierung verhindern hilft? Ich weiß, sowas wird nicht passieren, da ist schon das Ego von Wolfgang Kubicki im Weg – aber man kann ja mal von verantwortungsbewussten Politikern träumen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">–––<br><br>Vergangene Woche ging es um das <strong><a href="https://harzletter.de/harzfest-2026-waldseebad-start-triathlon/">Harzfest</a></strong> in Hasselfelde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Davor bin ich auf <strong><a href="https://harzletter.de/wurmberg-achtermann-wandern-kaiserweg-monsterroller/">Wurmberg</a></strong> und <strong><a href="https://harzletter.de/wurmberg-achtermann-wandern-kaiserweg-monsterroller/">Achtermann</a></strong> gewandert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 5. August war ich beim Klangwechsel des <strong><a href="https://harzletter.de/john-cage-klangwechsel-organ%c2%b2-aslsp-halberstadt/">John-Cage-Projekts</a></strong> in Halberstadt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier beschreibe ich die Premiere von <strong><a href="https://harzletter.de/wirtshaus-im-spessart-premiere-halberstadt-burchardi/">Das Wirtshaus im Spessart</a></strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Davor ging es um die <strong><a href="https://harzletter.de/lossen-harz-geologie-karte-vermessung/">Harz-Geologie</a></strong> und um <strong><a href="https://harzletter.de/lossen-harz-geologie-karte-vermessung/">Karl August Lossen</a></strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier habe ich mir das <strong><a href="https://harzletter.de/harzmuseum-wernigerode-geschichte-geologie-tierwelt/">Harzmuseum</a></strong> in Wernigerode angesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Und hier geht es zurück auf die <strong><a href="https://harzletter.de/">Startseite</a></strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Harzfest 2026 – das ging im Waldseebad ja schon mal gut los</title>
		<link>https://harzletter.de/harzfest-2026-waldseebad-start-triathlon/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Erwin Klein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Aug 2026 05:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Harz-Highlights]]></category>
		<category><![CDATA[Feier]]></category>
		<category><![CDATA[Harzfest]]></category>
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		<category><![CDATA[Landrat]]></category>
		<category><![CDATA[Triathlon]]></category>
		<category><![CDATA[Waldseebad]]></category>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Harzletter, der Zweihundertundfünfte.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Landrat <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Balcerowski" target="_blank" rel="noopener">Thomas Balcerowski</a></strong> ist jetzt schon einer der Gewinner des <strong><a href="https://www.harz-fest.de/programm" target="_blank" rel="noopener">Harzfestes 2026</a></strong> in Hasselfelde. Beim Anzapfen des ersten Fasses Hasseröder – einer der vornehmsten Pflichtaufgaben eines Landrats – benötigte er genau einen (!) Schlag, und das Bier floss. Weniger geht nicht, das Harzfest war damit im Waldseebad ganz offiziell am Freitag Nachmittag eröffnet und Thomas Balcerowski schaute selbst ein wenig ungläubig und stolz nach dieser Leistung.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/205_Harzfest_ozapft.jpg" alt="205 Harzfest ozapft" class="wp-image-51821" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/205_Harzfest_ozapft.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/205_Harzfest_ozapft-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es war einfach ein richtig gelungener Auftakt zu drei Tagen Harzfest. Ich hatte <strong><a href="https://harzletter.de/waldseebad-hasselfelde-100-jahre-harzfest-jubilaeum/">hier</a></strong> schon darüber geschrieben – seit sechs Jahren veranstaltet der Landkreis Harz in Orten bis zu 4000 Einwohnern das Harzfest. Gern wird dazu irgendein Jubiläum als Anlass genommen. Im Falle Hasselfelde heißt der Anlass 100 Jahre <strong><a href="https://www.harzinfo.de/erlebnisse/poi/waldseebad-hasselfelde" target="_blank" rel="noopener">Waldseebad</a></strong>.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/205_Harzfest_schwimmer.jpg" alt="205 Harzfest schwimmer" class="wp-image-51818" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/205_Harzfest_schwimmer.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/205_Harzfest_schwimmer-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Logisch, dass so eine Eröffnung dann auch dort stattfindet. Und logisch, dass es dazu auch ins Wasser geht. Und zwar für den Spaß-Triathlon, an dem eine Reihe von Harz-Gemeinden als Mannschaft teilnahmen. Die Anforderungen waren nicht gerade olympisch: Einmal längst durchs Bad schwimmen, dann drei Kilometer Radfahren und zum Schluss zwei Runden um das Waldseebad laufen. Der gesamte Parcours sollte in etwa einer Viertelstunde zu absolvieren sein.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Harzfest-Triathlon: Am Ende wurde es dramatisch</h6>



<p class="wp-block-paragraph">Das versprach gute Unterhaltung, denn zum einen konnte man von der Festwiese Schwimmen und Laufen gut verfolgen, zum anderen waren eher durchschnittliche Freizeitsportler am Start. Harzfest ist Volksfest, das gilt auch für die sportlichen Herausforderungen. Und auch deswegen wurde es zum Schluss richtig dramatisch: Die Läuferin des Teams „Landkreis“ ging mit großem Vorsprung auf die beiden Runden, aber der Läufer der Mannschaft „Hasselfelde“ ließ sich nicht hängen und kämpfte sich nach und nach an die Führende heran.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" data-id="51816" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/205_Harzfest_siegeer.jpg" alt="205 Harzfest siegeer" class="wp-image-51816" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/205_Harzfest_siegeer.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/205_Harzfest_siegeer-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" data-id="51815" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/205_Harzfest_sieger2.jpg" alt="205 Harzfest sieger2" class="wp-image-51815" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/205_Harzfest_sieger2.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/205_Harzfest_sieger2-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>
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<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">In der zweiten Runde gelang das Überholmanöver und unter großem Zuschauerjubel gab es einen Sieg der Lokalmatadoren. Team „Landkreis“ wurde auch noch von der Mannschaft aus Elend abgefangen – aber es war klar, dass es hier um eine Spaßveranstaltung ging, und deswegen gab es am Ende meist zufriedene Gesichter. Aber bei allem Spaß: Es wurde richtig gekämpft und mancher Athlet kam schwer atmend im Ziel auf der Insel im See an.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/205_Harzfest_Buehne.jpg" alt="205 Harzfest Buehne" class="wp-image-51820" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/205_Harzfest_Buehne.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/205_Harzfest_Buehne-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Grußworten, die den sportlichen Höchstleistungen vorausgingen, betonten Landrat Balcerowski und die Bürgermeister Ronald Fiebelkorn und Heiko Kaschel die Gemeinschaft, die sich bei so einem Fest zeige. Das sei wichtig gerade in Zeiten, wo scheinbar nur noch Gegensätze aufeinander prallten. Zum Glück gab es kein Wort zum laufenden Wahlkampf, sonst wäre die Harzfest-Harmonie wohl schnell dahin gewesen. Besonderen Dank gab es für die vielen Helfer und Freiwilligen, die das Harzfest erst möglich gemacht haben. Die <strong><a href="https://skiverein-hasselfelde.de/" target="_blank" rel="noopener">Eisperlen</a></strong> und der gesamte Skiverein waren da natürlich auch ganz vorn mit dabei.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/205_Harzfest_team.jpg" alt="205 Harzfest team" class="wp-image-51814" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/205_Harzfest_team.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/205_Harzfest_team-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige hundert Menschen hatten sich auf der Waldseebadwiese versammelt, der Spielmannszug war natürlich angetreten, das Wetter spielte auch mit. Die beiden Bürgermeister erschienen nach dem offiziellen Teil übrigens in blau-weiß gestreifter Original-Badekleidung aus den 20er Jahren – ein bisschen Fasching gehört auch dazu.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Siegerehrung und Musik</h6>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Triathlon-Siegerehrung kamen alle Teams nacheinander auf die Bühne, erhielten Beifall und Medaillen und ließen sich feiern. Besonderen Applaus gab es für die jüngste Gruppe aus Trautenstein mit einem Durchschnittsalter von zwölf Jahren.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/205_Harzfest_siegerehrung.jpg" alt="205 Harzfest siegerehrung" class="wp-image-51813" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/205_Harzfest_siegerehrung.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/205_Harzfest_siegerehrung-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Anschließend folgte zum Anbruch des Abends der musikalische Teil. „<strong><a href="https://www.tiltband.de/" target="_blank" rel="noopener">Tilt</a></strong>“, eine vierköpfige Rockband aus Goslar, spielten eigene und gecoverte Stücke und machten dabei ziemlich Lärm. Das störte aber nicht weiter, man unterhielt sich und hatte seinen Spaß.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/205_Harzfest_tilt.jpg" alt="205 Harzfest tilt" class="wp-image-51811" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/205_Harzfest_tilt.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/205_Harzfest_tilt-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hauptteil des Harzfestes folgt noch: Samstag präsentieren sich Vereine, Schulen und Kitas, es gibt eine Wirtschaftsmeile, natürlich einen Mittelaltermarkt und reichlich Musik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sonntag dann der große Festumzug und wieder Musikalisches vom Harzer Jodlermeister bis zu <strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=JLTv1GW6PaY" target="_blank" rel="noopener">Sabrina Westwind</a></strong>. Das Wetter soll auch wieder schön werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">–––<br><br>Vergangene Woche bin ich auf <strong><a href="https://harzletter.de/wurmberg-achtermann-wandern-kaiserweg-monsterroller/">Wurmberg</a></strong> und <strong><a href="https://harzletter.de/wurmberg-achtermann-wandern-kaiserweg-monsterroller/">Achtermann</a></strong> gewandert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 5. August war ich beim Klangwechsel des <strong><a href="https://harzletter.de/john-cage-klangwechsel-organ%c2%b2-aslsp-halberstadt/">John-Cage-Projekts</a></strong> in Halberstadt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier beschreibe ich die Premiere von <strong><a href="https://harzletter.de/wirtshaus-im-spessart-premiere-halberstadt-burchardi/">Das Wirtshaus im Spessart</a></strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Davor ging es um die <strong><a href="https://harzletter.de/lossen-harz-geologie-karte-vermessung/">Harz-Geologie</a></strong> und um <strong><a href="https://harzletter.de/lossen-harz-geologie-karte-vermessung/">Karl August Lossen</a></strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier habe ich mir das <strong><a href="https://harzletter.de/harzmuseum-wernigerode-geschichte-geologie-tierwelt/">Harzmuseum</a></strong> in Wernigerode angesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Und hier geht es zurück auf die <strong><a href="https://harzletter.de/">Startseite</a></strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Achtermann und Wurmberg: Harzwandern mit Kaiserweg, Monsterroller und 268 Treppenstufen</title>
		<link>https://harzletter.de/wurmberg-achtermann-wandern-kaiserweg-monsterroller/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Erwin Klein]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Aug 2026 20:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Harz-Highlights]]></category>
		<category><![CDATA[Achtermann]]></category>
		<category><![CDATA[Kaiserweg]]></category>
		<category><![CDATA[Königsbrück]]></category>
		<category><![CDATA[Monsterroller]]></category>
		<category><![CDATA[Oderbrück]]></category>
		<category><![CDATA[wandern]]></category>
		<category><![CDATA[Wurmberg]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Harzletter, der Zweihundertundvierte.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wusste ja nicht, wie hoch und steil eine Skisprungschanze sein kann. Bis ich zum <strong><a href="http://www.wurmberg.info/" target="_blank" rel="noopener">Wurmberg</a></strong> kam. Es ging um die letzten Höhenmeter zum Gipfel. Der kürzeste Weg: Eine Stahltreppe, etwas versteckt unter Laubbäumen, die entlang der ehemaligen Sprungschanze nach oben führt.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/204_Wurmberg_Treppe1.jpg" alt="204 Wurmberg Treppe1" class="wp-image-51805" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/204_Wurmberg_Treppe1.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/204_Wurmberg_Treppe1-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie sieht harmlos aus, aber sie hat es in sich. Denn sie nimmt einfach kein Ende, insgesamt 268 Stufen ziehen sich hin. Der Puls erreicht den roten Bereich, hier kommen alle ins Schnaufen. Zwischendurch mal stehen bleiben ist keine Schande. Der Blick weit in den Harz hinein ist schließlich großartig. Dann, endlich, sind wir oben am <strong><a href="http://wurmbergturm.de/" target="_blank" rel="noopener">Wurmberg-Aussichtsturm</a></strong>. Erleichterung – und einen freien Platz zum Ausruhen gibt es auch.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/204_Wurmberg_Treppe2.jpg" alt="204 Wurmberg Treppe2" class="wp-image-51806" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/204_Wurmberg_Treppe2.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/204_Wurmberg_Treppe2-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/204_Wurmberg_Wurmbergturm.jpg" alt="204 Wurmberg Wurmbergturm" class="wp-image-51808" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/204_Wurmberg_Wurmbergturm.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/204_Wurmberg_Wurmbergturm-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Angefangen hatte alles in <strong><a href="https://www.braunlage.de/unsere-region/sankt-andreasberg/oderbrueck" target="_blank" rel="noopener">Oderbrück</a></strong>, auf einem Parkplatz zwischen Torfhaus und Braunlage. Zu zweit sind wir dort aufgebrochen; es sollte mal nicht auf den Brocken gehen, sondern auf die Erhebungen gleich nebenan. <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Achtermannsh%C3%B6he" target="_blank" rel="noopener">Achtermannshöhe</a></strong> und Wurmberg sind angepeilt, 925 und 971 Meter hoch. Das sind immerhin der höchste und der dritthöchste Berg Niedersachsens.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Der steinige Weg Richtung Achtermann und Wurmberg</h6>



<p class="wp-block-paragraph">Um es gleich zu sagen: Die Wurmberg-Treppe war das einzige wirklich anstrengende Teilstück, die übrige Wanderung war ein einziger Harz-Genuss. Allein schon, weil auf den Wegen zu den beiden Gipfeln nur ein Bruchteil der Menschen unterwegs sind, die hinauf zum Brocken wollen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/204_Wurmberg_Pflasterweg.jpg" alt="204 Wurmberg Pflasterweg" class="wp-image-51801" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/204_Wurmberg_Pflasterweg.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/204_Wurmberg_Pflasterweg-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon kurz nach unserem Start beginnt eine historische Wegpflasterung vorbei an den <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Harzklippen" target="_blank" rel="noopener">Breitensteinklippen</a></strong>. Mit etwas Phantasie kann man sich vorstellen, wie auf solchen Wegen in früheren Jahrhunderten der Harz mühsamst durchquert wurde. Nach rund zwei Kilometern stehen wir vor dem Achtermann-Gipfel. Wie ein riesiger Maulwurfshügel erhebt er sich aus den Baumstümpfen. Eine felsige Anhöhe, die über einen gesicherten Weg gut zu erreichen ist. Oben herrscht wenig Andrang, der Achtermann gehört zu den eher unbeachteten Ausflugszielen. Dabei bietet er bei gutem Wetter eine überragende Sicht auf zwei Harz-Klassiker: Brocken und Wurmberg liegen zum Greifen nah.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/204_Wurmberg_AchtermannGipfel.jpg" alt="204 Wurmberg AchtermannGipfel" class="wp-image-51798" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/204_Wurmberg_AchtermannGipfel.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/204_Wurmberg_AchtermannGipfel-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch der anschließende Weg Richtung Wurmberg zieht sich; erst einmal geht es lange bergab, entlang an nachwachsenden Bäumen und der Kleinen Bode, die in den Sumpfgebieten des Nationalparks entspringt und idyllisch dahinplätschert. Hinter der Moosbrücke und der <strong><a href="https://www.harzlife.de/special/baerenbruecke.html" target="_blank" rel="noopener">Bärenbrücke</a></strong> wird es anstrengender – jetzt führt der Weg bergauf dem nächsten Gipfel entgegen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/204_Wurmberg_Seilbahn.jpg" alt="204 Wurmberg Seilbahn" class="wp-image-51803" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/204_Wurmberg_Seilbahn.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/204_Wurmberg_Seilbahn-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man dem Wurmberg näher kommt, merkt man schnell: Das ist touristisch erschlossenes Gebiet. Die Wege sind jetzt Wanderautobahnen und entsprechend frequentiert; dazwischen sind Radfahrer in beide Richtungen unterwegs.&nbsp;Hier wurde ein Skigebiet ausgebaut, aber die Lifte laufen natürlich auch im Sommer und bringen die Besucher nach oben. Wer zu Fuß geht, kommt an den Ski-Abfahrten vorbei, die ohne Schnee ein ziemlich trauriges Bild abgeben.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/204_Wurmberg_Skipiste.jpg" alt="204 Wurmberg Skipiste" class="wp-image-51804" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/204_Wurmberg_Skipiste.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/204_Wurmberg_Skipiste-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Und genau hier begegnet uns auch der erste „Monsterroller“, das neueste Spaßgerät auf dem Wurmberg. Monsterroller sehen aus wie gedopte und aus den Fugen geratene Stadtroller – auf der entsprechenden Webseite wird das so angekündigt: „breite Reifen, starke Bremsen, stabiler Stand – und vor Dir rund 5 Kilometer Abfahrt durch die Harzer Natur“.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Das neueste Wurmberg-Spaßgerät: die Monsterroller</h6>



<p class="wp-block-paragraph">Zuerst erschrecken wir, als die ersten zwei&nbsp;Exemplare&nbsp;in&nbsp;sportlichem&nbsp;Tempo auf uns zu&nbsp;kommen. Später bemerken wir, dass der Spaß nicht ganz ohne Blessuren abgeht; ein paar aufgeschlagene Knie und ängstliche Blicke&nbsp;fahren auch mit.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/204_Wurmberg_Monsterroller.jpg" alt="204 Wurmberg Monsterroller" class="wp-image-51799" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/204_Wurmberg_Monsterroller.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/204_Wurmberg_Monsterroller-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann kommt nach weiteren Kilometern sanftem Bergaufgehen die Treppe. Und das keuchende Finale rauf auf den Berg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber auch das hat ein Ende und die anschließende Wanderpause in der Wurmberg-Alm fühlt sich richtig gut an: Etwas Deftiges zu essen, dazu ein alkoholfreies Bier – das Leben könnte schlechter sein. Hier treffen sich alle, die es auf den Wurmberg geschafft haben, ob mit oder ohne Seilbahn. Familien, Wanderprofis, Rentner, und die, die nur mal schell nach oben wollten; es ist Ferienzeit und entsprechend bunt und angenehm ist die Mischung.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" data-id="51802" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/204_Wurmberg_Rast.jpg" alt="204 Wurmberg Rast" class="wp-image-51802" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/204_Wurmberg_Rast.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/204_Wurmberg_Rast-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" data-id="51800" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/204_Wurmberg_Pause.jpg" alt="204 Wurmberg Pause" class="wp-image-51800" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/204_Wurmberg_Pause.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/204_Wurmberg_Pause-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Uns zieht es wieder nach unten, vorbei an dem künstlich angelegten See, über eine asphaltierte Straße entlang Richtung Königshütte. Rechts und links stehen noch jede Menge abgestorbener Fichten, aber dazwischen wachsen junge Bäume nach. Man muss nur abwarten; in ein paar Jahren wird der Harz auch hier hoffentlich wieder wie ein richtiger Wald aussehen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/204_Wurmberg_Wurmberggipfel.jpg" alt="204 Wurmberg Wurmberggipfel" class="wp-image-51807" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/204_Wurmberg_Wurmberggipfel.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/204_Wurmberg_Wurmberggipfel-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab Königskrug geht es zurück zum Ausgangspunkt. Wir laufen den <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kaiserweg_(Harz)" target="_blank" rel="noopener">Kaiserweg</a></strong> entlang, einem der geschichtsträchtigsten Wanderwege überhaupt, der in diesem Abschnitt nur ein schmaler Pfad ist. Außer uns ist kaum jemand unterwegs; die Vorstellung, dass genau hier vor über tausend Jahren Kaiser und Könige entlang zogen, macht den Weg noch angenehmer und ein bisschen geheimnisvoll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende haben wir 21 sehenswerte Kilometer bewältigt, das Wetter passte perfekt, und die Sache mit dem Monsterroller überlege ich mir noch mal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">–––<br><br>Vergangene Woche war ich beim Klangwechsel des <strong><a href="https://harzletter.de/john-cage-klangwechsel-organ%c2%b2-aslsp-halberstadt/">John-Cage-Projekts</a></strong> in Halberstadt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier beschreibe ich die Premiere von <strong><a href="https://harzletter.de/wirtshaus-im-spessart-premiere-halberstadt-burchardi/">Das Wirtshaus im Spessart</a></strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Davor ging es um die <strong><a href="https://harzletter.de/lossen-harz-geologie-karte-vermessung/">Harz-Geologie</a></strong> und um <strong><a href="https://harzletter.de/lossen-harz-geologie-karte-vermessung/">Karl August Lossen</a></strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier habe ich mir das <strong><a href="https://harzletter.de/harzmuseum-wernigerode-geschichte-geologie-tierwelt/">Harzmuseum</a></strong> in Wernigerode angesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Davor feierten wir den 100. Geburtstag des <strong><a href="https://harzletter.de/waldseebad-hasselfelde-100-jahre-harzfest-jubilaeum/">Waldseebades</a></strong> Hasselfelde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Und hier geht es zurück auf die <strong><a href="https://harzletter.de/">Startseite</a></strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>John-Cage-Projekt: So verlief der 17. Klangwechsel im Burchardikloster</title>
		<link>https://harzletter.de/john-cage-klangwechsel-organ%c2%b2-aslsp-halberstadt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Erwin Klein]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Aug 2026 12:38:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Burchardi]]></category>
		<category><![CDATA[Halberstadt]]></category>
		<category><![CDATA[John Cage]]></category>
		<category><![CDATA[Klangwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://harzletter.de/?p=51780</guid>

					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Harzletter, der Zweihundertunddritte.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon wieder Halberstadt, schon wieder Kunst. Manche Termine stehen eben fest, dieser seit etwa 25 Jahren. Es um Musik, um <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/John_Cage" target="_blank" rel="noopener">John Cage</a></strong> und um das langsamste Musikstück der Welt. Es wird im ehemaligen <strong><a href="https://burchardikloster.de/" target="_blank" rel="noopener">Burchardikloster</a></strong> in Halberstadt aufgeführt, und diese Aufführung wird genau 639 Jahre andauern. 25 Jahre sind seit dem Auftakt vergangen; das Stück dauert an bis zum 4. September 2640. </p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/203_Cage_kirche.jpg" alt="203 Cage kirche" class="wp-image-51790" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/203_Cage_kirche.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/203_Cage_kirche-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich will hier nicht den Hintergrund dieses einmaligen <strong><a href="https://www.aslsp.org/" target="_blank" rel="noopener">Projektes</a></strong> beschreiben, das findet man umfassend im Netz, zum Beispiel <strong><a href="https://www.aslsp.org/" target="_blank" rel="noopener">hier</a></strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jedenfalls war der 5. August ein wichtiger Termin für die weltweite John-Cage-Gemeinde. Der 17. Klangwechsel stand an. Da wollte ich dabei sein und hier folgt, was ich an diesem Tag in Halberstadt erlebt habe:</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/203_Cage_pfeife.jpg" alt="203 Cage pfeife" class="wp-image-51792" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/203_Cage_pfeife.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/203_Cage_pfeife-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich ist es nicht der Rede wert: Innerhalb eines Musikstückes wird ein neuer Ton gespielt. Na und? Das ist so bei Musik, wäre ja auch langweilig, wenn immer nur dasselbe erklingen würde.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/203_Cage_Portrait.jpg" alt="203 Cage Portrait" class="wp-image-51783" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/203_Cage_Portrait.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/203_Cage_Portrait-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber:<br>Wenn die Aufführung dieses Musikstück 639 Jahre lang dauert – und gerade die ersten 25 Jahre davon vergangen sind –, wenn der Komponist John Cage heißt (Foto: Rob Bogaerts) und das Stück <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/ORGAN%C2%B2/ASLSP" target="_blank" rel="noopener">ORGAN²/ASLSP</a></strong>, und wenn für diese Aufführung eigens eine ehemalige Klosterkirche restauriert wurde, dann ist es eben doch der Rede wert. Und wird zum Ereignis, an dem rund 1000 Besucher aus aller Welt teilnehmen wollen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/203_Cage_kameras.jpg" alt="203 Cage kameras" class="wp-image-51789" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/203_Cage_kameras.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/203_Cage_kameras-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



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<h6 class="wp-block-heading">John Cage zieht Besucher aus aller Welt an</h6>



<p class="wp-block-paragraph">Halberstadt, Burchardikloster, 5. August, 14:58 Uhr. Der große Moment steht kurz bevor. In der ehemaligen Klosterkirche sind mehrere hundert Menschen versammelt, für die zahlreich erschienenen Pressevertreter wurde extra eine Art Tribüne aufgebaut. Um die kleine Orgel, die in der Mitte des Gebäudes steht, drängen sich dicht an dicht die Besucher, zurückgehalten durch eine Absperrkordel und den Sicherheitsdienst.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/203_Cage_draussen.jpg" alt="203 Cage draussen" class="wp-image-51787" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/203_Cage_draussen.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/203_Cage_draussen-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



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<p class="wp-block-paragraph">Draußen verfolgen rund 500 Menschen im Schatten unter einer mächtigen Kastanie das Geschehen auf eine Videowand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Türen der Kirche sind geschlossen worden, Anneli Borgmann, die Vorsitzende des Kuratoriums der <strong><a href="https://www.aslsp.org/" target="_blank" rel="noopener">John-Cage-Orgel-Stiftung Halberstadt</a></strong>, hat feierlich eine neue Pfeife in die Orgel eingesetzt. Denn der Klangwechsel ist nicht einfach nur ein geänderter Ton – zu den bisherigen sieben Pfeifen, die weiter erklingen, kommt als achte die Pfeife mit der Tonhöhe A hinzu. Diese acht Pfeifen ergeben den neuen Klang, der dann bis zum 5. Oktober 2027 anhalten wird.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Meditative Stille und eine verrückte Idee</h6>



<p class="wp-block-paragraph">Stille im Raum, alle lauschen dem meditativen Ton, der bereits seit zweieinhalb Jahren anhält. Handys sind gezückt, Kameras laufen. Dann zieht Organist Christof Hallegger an einem dünnen grünen Faden und die neue Pfeife erklingt gemeinsam mit den sieben bisherigen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Unterschied zwischen vorher und nachher ist – ehrlich gesagt – nicht dramatisch. Eher ein sanfter Übergang. Aber darum geht es nicht. Es geht um das gemeinsame Hinhören, und um eine Idee und deren Umsetzung, die man sich verrückter kaum hätte ausdenken können.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/203_Cage_danach.jpg" alt="203 Cage danach" class="wp-image-51785" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/203_Cage_danach.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/203_Cage_danach-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



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<p class="wp-block-paragraph">Lauter Beifall brandet auf, die Mitglieder des Kuratoriums, die unmittelbar mit dem Klangwechsel zu tun haben, sind sichtbar erleichtert, eine Stimmung fast wie bei einem Pop-Konzert. Dann werden die Türen geöffnet. Alle, die draußen das Ereignis verfolgt haben, können nach und nach in die Kirche kommen und die Orgel und den neuen Klang aus der Nähe betrachten und hören.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um genau das mitzuerleben, sind Musikbegeisterte aus aller Welt angereist.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/203_Cage_americans.jpg" alt="203 Cage americans" class="wp-image-51784" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/203_Cage_americans.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/203_Cage_americans-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



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<p class="wp-block-paragraph">Zum Beispiel Mrs. Westendorf und Mr. Hart aus Washington D.C., USA. Sie sitzen, beide hochbetagt, mit leuchtenden Augen in der ersten Reihe direkt vor der Orgel. „Vor ein paar Jahren waren wir schon einmal hier und haben die Burchardikirche fast allein für uns gehabt. Danach wollten wir unbedingt bei einem Klangwechsel dabei sein. Und hier sind wir!“ Sie erzählen, dass sie John Cage gekannt haben und für sie dieses Projekt etwas ganz Besonderes ist.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/203_Cage_Japan.jpg" alt="203 Cage Japan" class="wp-image-51788" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/203_Cage_Japan.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/203_Cage_Japan-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



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<p class="wp-block-paragraph">Mai Mochizuki (rechts auf dem Foto) hatte eine noch längere Anreise. Aus Tokio war sie rund 24 Stunden unterwegs – nur für John Cage und einen anschließenden Kurzurlaub in Deutschland und Tschechien. „Mich interessiert seine Musik – und ich will diesen besonderen Tag miterleben.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bernd Schröder, Vorstandsmitglied der Stiftung, schätzt, dass etwa die Hälfte der Besucher des Klangwechsels extra deswegen angereist sind. „Genau wissen wir das nicht, da die Veranstaltung generell kostenlos ist und wir somit keinen genauen Überblick über die Besucher haben. Nur die, die ganz vorn in der Kirche dabei sein wollen, haben Eintritt gezahlt und damit für alle diese Veranstaltung ermöglicht.“</p>



<h6 class="wp-block-heading">Die John-Cage-Stiftung kommt ohne Förderung aus</h6>



<p class="wp-block-paragraph">Denn die John-Cage-Orgel-Stiftung muss penibel aufs Geld achten, da sie ohne jegliche Förderung auskommen will und muss. Sie finanziert sich neben ehrenamtlicher Arbeit ausschließlich von Spenden, Eintrittsgeldern und Merchandising-Einnahmen. Geld-Knappheit macht erfinderisch, und so wurde vor einem Jahr die Idee des „<strong><a href="https://www.final-ticket.de/" target="_blank" rel="noopener">Final Ticket</a></strong>“ geboren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Haben Sie am 4. September 2640 schon etwas vor?“ – mit dieser überraschenden Frage wird das Finale von ORGAN²/ASLSP angekündigt. Und für diesen 4. September 2640 werden jetzt bereits Eintrittskarten verkauft. Als aufwendig gravierte Metallplatten zum Preis von jeweils 2640 Euro. In einer Auflage von – na klar – 2640 Stück. Selbstverständlich übertragbar.</p>



<h6 class="wp-block-heading">John Cage war nie in Halberstadt</h6>



<p class="wp-block-paragraph">Bernd Schröder: „Eine niedrige zweistellige Zahl haben wir bisher verkauft. Die Einnahmen daraus sichern den Fortgang des Projekts. Wenn wir pro Jahr rund zehn Tickets verkaufen, sind wir im grünen Bereich.“</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/203_Cage_partitur.jpg" alt="203 Cage partitur" class="wp-image-51791" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/203_Cage_partitur.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/08/203_Cage_partitur-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



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<p class="wp-block-paragraph">John Cage hätte, da sind sich alle am Projekt Beteiligten sicher, seine Freude daran. Er selbst war nie in Halberstadt, die Aufführungsidee seines Stückes mit der Tempo-Vorgabe „so langsam wie möglich“ entstand erst Jahre nach seinem Tod. Cage war Zeit seines Lebens offen für Überraschungen, für Neuerungen, für scheinbar verrückte Ideen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Halberstadt hätte ihm gefallen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">–––<br><br>Vergangene Woche war ich bei der Premiere von <strong><a href="https://harzletter.de/wirtshaus-im-spessart-premiere-halberstadt-burchardi/">Das Wirtshaus im Spessart</a></strong> dabei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Davor ging es um die <strong><a href="https://harzletter.de/lossen-harz-geologie-karte-vermessung/">Harz-Geologie</a></strong> und um <strong><a href="https://harzletter.de/lossen-harz-geologie-karte-vermessung/">Karl August Lossen</a></strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier habe ich mir das <strong><a href="https://harzletter.de/harzmuseum-wernigerode-geschichte-geologie-tierwelt/">Harzmuseum</a></strong> in Wernigerode angesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Davor feierten wir den 100. Geburtstag des <strong><a href="https://harzletter.de/waldseebad-hasselfelde-100-jahre-harzfest-jubilaeum/">Waldseebades</a></strong> Hasselfelde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier war ich zu Besuch in <strong><a href="https://harzletter.de/karls-erdbeere-festival-wernigerode-popup/">Karls</a></strong> Erlebnisdorf in Wernigerode.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Und hier geht es zurück auf die <strong><a href="https://harzletter.de/">Startseite</a></strong></p>
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