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	<title>Harz-Highlights | harzletter.de</title>
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	<description>Einmal pro Woche Neues aus dem Harz</description>
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		<title>Die Osterfeuer brennen! Überall im Harz – auch in Meisdorf</title>
		<link>https://harzletter.de/osterfeuer-2026-harz-meisdorf-tradition/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Erwin Klein]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Apr 2026 14:11:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Harz-Highlights]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
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					<description><![CDATA[Harzletter, der Einhundertfünfundachtzigste. Ich hatte es nur aus dem Augenwinkel gesehen, beim Radfahren: Ein Plakat vor der Kirche in Meisdorf im Ostharz: „Osterfeuer Gründonnerstag ab 19 Uhr“. Meisdorf ist mir sowieso sympathisch, seit ich 2025 das dortige Seifenkistenrennen erlebt habe (siehe hier). Dazu kommt: Ein Osterfeuer gehört im Harz einfach dazu – vielleicht mehr als [&#8230;]]]></description>
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<p><strong>Harzletter, der Einhundertfünfundachtzigste</strong>.</p>



<p>Ich hatte es nur aus dem Augenwinkel gesehen, beim Radfahren: Ein Plakat vor der Kirche in <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Meisdorf" target="_blank" rel="noopener">Meisdorf</a></strong> im Ostharz: „Osterfeuer Gründonnerstag ab 19 Uhr“.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/04/185_osterfeuer_Feuer.jpg" alt="185 osterfeuer Feuer" class="wp-image-51472" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/04/185_osterfeuer_Feuer.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/04/185_osterfeuer_Feuer-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Meisdorf ist mir sowieso sympathisch, seit ich 2025 das dortige <strong><a href="https://harzletter.de/seifenkisten-meisdorf-2025-rennen-schiebberg-mdr/">Seifenkistenrennen</a></strong> erlebt habe (siehe <strong><a href="https://harzletter.de/seifenkisten-meisdorf-2025-rennen-schiebberg-mdr/">hier</a></strong>). Dazu kommt: Ein Osterfeuer gehört im Harz einfach dazu – vielleicht mehr als anderswo. Und der Donnerstag ist ein guter früher Termin, um das Ostergefühl einzuläuten.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Zum Osterfeuer nach Meisdorf</h6>



<p>Also setzte ich mich ins Auto und fuhr die paar Kilometer nach Meisdorf. Gegen halb acht, bei der Ankunft, war der Fackelumzug schon durch, das Feuer brannte bereits hoch und gut sichtbar. Aber das war ok, der eigentliche Zweck des Feuers ist ja nicht das Umzugs-Vorspiel, sondern das Beisammenstehen rund um die hochlodernden Flammen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/04/185_osterfeuer_Zuschauer.jpg" alt="185 osterfeuer Zuschauer" class="wp-image-51469" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/04/185_osterfeuer_Zuschauer.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/04/185_osterfeuer_Zuschauer-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Dazu ein Bier in der Hand, ein bisschen Reden – und ansonsten: den Winter innerlich hinter sich lassen und dem Holzhaufen beim Runterbrennen in einbrechender Dunkelheit zusehen. Klingt langweilig, ist aber jedes Jahr eine schöne und meist ganz besinnliche Angelegenheit (wenn das Wetter einigermaßen mitspielt).</p>



<h6 class="wp-block-heading">Den Winter durch das Feuer vertreiben</h6>



<p>„<strong><a href="https://www.harzinfo.de/veranstaltungen/osterfeuer-im-harz" target="_blank" rel="noopener">Harz in Flammen</a></strong>“ nennt der Tourismusverband die Feuer, die zu Ostern fast überall in der Region brennen. Es gehe dabei um das Vertreiben des Winters und um alte Vorstellungen über den Schutz vor bösen Geistern, um Fruchtbarkeit und Wachstum. Zusätzlich zum Feuer wird an manchen Orten noch das <strong><a href="https://www.noz.de/deutschland-welt/niedersachsen/artikel/wo-osterfeuer-im-land-lodern-ein-uberblick-fuer-besucher-50480676" target="_blank" rel="noopener">Fackelschwingen</a></strong> und das Schwarzmachen praktiziert. Die kreisenden Fackeln geben dem Ganzen eine mystische Aura, und das gegenseitige Schwärzen des Gesichts durch russgefärbte Hände soll Glück bringen. Wenn’s denn hilft – man muss nur dran glauben.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" data-id="51473" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/04/185_osterfeuer_Fettbemme.jpg" alt="185 osterfeuer Fettbemme" class="wp-image-51473" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/04/185_osterfeuer_Fettbemme.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/04/185_osterfeuer_Fettbemme-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" data-id="51471" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/04/185_osterfeuer_Speisekarte.jpg" alt="185 osterfeuer Speisekarte" class="wp-image-51471" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/04/185_osterfeuer_Speisekarte.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/04/185_osterfeuer_Speisekarte-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" data-id="51468" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/04/185_osterfeuer_getraenke.jpg" alt="185 osterfeuer getraenke" class="wp-image-51468" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/04/185_osterfeuer_getraenke.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/04/185_osterfeuer_getraenke-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>
</figure>



<p></p>



<p>In Meisdorf brennt der gewaltige Holzstoß langsam nieder. Zeit für ein weiteres Getränk und eine Stärkung. Das Angebot ist so übersichtlich wie sympathisch: Bratwurst, Boulette, <strong><a href="https://www.bedeutungonline.de/was-bedeutet-bemme-fettbemme-bedeutung-definition-und-wortherkunft-erklaert/" target="_blank" rel="noopener">Fettbemme</a></strong> – alles zu volkstümlichen Preisen. Dazu ein Getränkestand, an dem zügig gearbeitet wird, wo es allerdings kein alkoholfreies Bier gibt. Kleiner Minuspunkt, schließlich sind viele mit dem Auto gekommen.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Der ganze Ort ist da</h6>



<p>Aber sonst ist das Meisdorfer Osterfeuer eine richtig gelungene Angelegenheit der Ortsgemeinschaft. Alle kennen sich, alle sind irgendwie beteiligt, die Kinder können toben (nicht zu nah ans Feuer!!), die Jugendlichen streunen gemeinsam herum. Und die örtliche Feuerwehr passt in voller Montur auf, dass alles mit rechten Dingen zugeht. So ein Feuer ist schließlich eine ernste Angelegenheit.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Wikipedia sagt: heidnischer Ursprung</h6>



<p>Aber woher kommt dieser Brauch eigentlich? Schnell noch mal bei <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Osterfeuer" target="_blank" rel="noopener">Wikipedia</a></strong> nachgeschaut:<br><em>Das Osterfeuer entwickelte sich aus einer weltlichen Tradition, mit vermutlich germanischem Ursprung.Das älteste schriftliche Zeugnis ist ein Briefwechsel zwischen dem Missionar Bonifatius und Papst Zacharias aus dem Jahr 751. In diesem Brief wird ein Brauch beschrieben, der als ‚ignis pachalis‘ (Passahfeuer) bezeichnet wird. </em></p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/04/185_osterfeuer_runtergebrannt.jpg" alt="185 osterfeuer runtergebrannt" class="wp-image-51470" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/04/185_osterfeuer_runtergebrannt.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/04/185_osterfeuer_runtergebrannt-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Und weiter:<br><em>Der Brauch ist vor allem in ländlichen Gegenden üblich, wo die Dörfer einen Wettstreit um das höchste Feuer durchführen und die Holzstapel in den Nächten vor Ostern bewachen. </em></p>



<p><em>Im Harz heißen die Feuer Ostermeiler, sie sind aus Reisig und Fichtengrün aufgeschichtet, obenauf steht eine große Fichte. In Nordfriesland, vor allem auf den Nordfriesischen Inseln, kennt man den Brauch des Biikebrennens am 21. Februar. Im Fuldaer Land gibt es einen ähnlichen Brauch des Hutzelfeuers am Sonntag nach Aschermittwoch. Ostfriesland hingegen kennt das Osterfeuer, welches in der Osternacht abgebrannt wird. </em></p>



<h6 class="wp-block-heading">Osterbrände in Bayern</h6>



<p>In Bayern sind die sogenannten Osterbrände üblich. Dort wird mit dem Osterfeuer die Kerze angezündet und die Glut für das Weihrauchfass erzeugt. Die Kinder kohlen frische, armdicke, angespitzte und einen Meter lange Birkenhölzer im Feuer zur Hälfte an. Dann werden sie aus dem Feuer gezogen und in Wasser abgelöscht. Diese Osterbrände sollen auf den Dachboden gelegt werden und, laut altem Volksglauben, vor Blitzschlag bewahren.</p>



<p>Soweit die verschiedenen Traditionen. Natürlich gibt es auch Warnungen; Naturschützer weisen immer wieder auf Kleintiere hin, die sich in den aufgeschichteten Stapeln verkriechen und dann das Abbrennen nicht überleben. Und das eine oder andere außer Kontrolle geratene Osterfeuer gibt es natürlich auch.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Nicht nur beim Osterfeuer aktiv: der Ortschaftsrat</h6>



<p>In Meisdorf läuft alles bestens – der Ort hat das Glück, dass vor dem Schützenhaus genügend Platz zur Verfügung steht und man jede Menge Abstand halten kann.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2025/08/153_Seifenkiste_Blick2.jpg" alt="153 Seifenkiste Blick2" class="wp-image-50927" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2025/08/153_Seifenkiste_Blick2.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2025/08/153_Seifenkiste_Blick2-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Und wo wir gerade schon in Meisdorf sind: Der <strong><a href="https://mi.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/MI/MI/4._Service/Publikationen/3._Abteilung_3/Handbuch_f%C3%BCr_Ortschaftsr%C3%A4te_November_2012_web.pdf" target="_blank" rel="noopener">Ortschaftsrat</a></strong> verdient an dieser Stelle ein dickes Lob. Er ist in dem 1200-Einwohner-Ort bemerkenswert aktiv, bringt die Leute zusammen und kümmert sich auch intensiv um Neubürger/innen. Ein besonderes Highlight ist das schon erwähnte Seifenkistenrennen, das am 05.09. in die zweite Runde geht.</p>



<p>Gerade wird mit einem sensationellen <strong><a href="https://www.youtube.com/shorts/V_yJ25TfoIE" target="_blank" rel="noopener">Video</a></strong> zur Teilnahme motiviert (siehe <strong><a href="https://www.youtube.com/shorts/V_yJ25TfoIE" target="_blank" rel="noopener">hier</a></strong>) – es werden sicher wieder abenteuerliche Eigenbauten den Schiebberg hinunterjagen. Und ich werde selbstverständlich an der Strecke stehen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/04/185_osterfeuer_FALKENSTEIN.jpg" alt="185 osterfeuer FALKENSTEIN" class="wp-image-51467" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/04/185_osterfeuer_FALKENSTEIN.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/04/185_osterfeuer_FALKENSTEIN-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Außerdem aktuell und wichtig: die Harzer Vorzeige-Burg <strong><a href="https://www.burg-falkenstein.de/medien/#collapseBox-133451" target="_blank" rel="noopener">Falkenstein</a></strong> (Foto: pixabay), die direkt bei Meisdorf liegt und wegen Sanierungsarbeiten an der Ringmauer über ein Jahr geschlossen war, ist seit dem 28. März wieder geöffnet. Das nächste Ausflugsziel im Harz steht damit eigentlich schon fest.</p>



<p>–––<br>Vergangene Woche war ich im <strong><a href="https://harzletter.de/herberge-handwerk-museum-gesellen-blankenburg/">Herbergsmuseum</a></strong> in Blankenburg.</p>



<p>Davor habe ich über die teilweise Eröffnung des <a href="https://harzletter.de/stiftsberg-quedlinburg-museum-heinrich-theophanu/"><strong>Museums auf dem Quedlinburger Stiftsberg</strong> </a>geschrieben.</p>



<p>Dann ging es um <strong><a href="https://harzletter.de/gerhard-zucker-raketenpost-harz-rocket-mail/">Gerhard Zucker</a></strong> aus Hasselfelde und dessen <strong><a href="https://harzletter.de/gerhard-zucker-raketenpost-harz-rocket-mail/">Postraketen</a></strong>.</p>



<p>Hier habe ich über <strong><a href="https://harzletter.de/sv-1890-westerhausen-warnau-verbandsliga-wolfsberg/">Verbandsliga-Fußball</a></strong> in Westerhausen geschrieben.</p>



<p>Davor habe ich <strong><a href="https://harzletter.de/schmalspurbahn-harz-hsb-trainspotter-dampflok/">Sebastian Schulze</a></strong> begleitet, der fast täglich die <strong><a href="https://harzletter.de/schmalspurbahn-harz-hsb-trainspotter-dampflok/">HSB-Züge</a></strong> fotografiert.</p>



<p>Erste Informationen über die <strong><a href="https://harzletter.de/walpurgisnacht-2026-harz-hexen-teufel-veranstaltung/">Walpurgis-Veranstaltungen</a></strong> 2026 gibt es <strong><a href="https://harzletter.de/walpurgisnacht-2026-harz-hexen-teufel-veranstaltung/">hier</a></strong> zu lesen.<br><br>Und hier geht es zurück auf die <strong><a href="https://harzletter.de/">Startseite</a></strong>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Handwerksstolz und Tradition: Das Herbergsmuseum in Blankenburg</title>
		<link>https://harzletter.de/herberge-handwerk-museum-gesellen-blankenburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Erwin Klein]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Mar 2026 14:20:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Harz-Highlights]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Blankenburg]]></category>
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					<description><![CDATA[Harzletter, der Einhundertvierundachtzigste. Herbergsmuseum. Das klingt erst einmal wenig verlockend. Dann Blankenburg – nicht gerade ein Publikumsmagnet (vom Schloss einmal abgesehen). Dazu kommt, dass ich im vergangenen September schon einmal vor verschlossenen Türen stand. Siehe hier. Doch der zweite Versuch zeigte: Die Wirklichkeit sieht ganz anders aus. Das Herbergsmuseum in Blankenburg ist ein echtes Schmuckstück – und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Harzletter, der Einhundertvierundachtzigste.</strong></p>



<p>Herbergsmuseum. Das klingt erst einmal wenig verlockend. Dann Blankenburg – nicht gerade ein Publikumsmagnet (vom Schloss einmal abgesehen). Dazu kommt, dass ich im vergangenen September schon einmal vor verschlossenen Türen stand. Siehe <strong><a href="https://harzletter.de/herbergsmuseum-blankenburg-oeffnungszeiten-2025-harz/">hier</a></strong>.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/184_Herberg_Schlafraum2-Kopie.jpg" alt="184 Herberg Schlafraum2 Kopie" class="wp-image-51456" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/184_Herberg_Schlafraum2-Kopie.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/184_Herberg_Schlafraum2-Kopie-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/184_Herberg_Schild-Kopie.jpg" alt="184 Herberg Schild Kopie" class="wp-image-51463" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/184_Herberg_Schild-Kopie.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/184_Herberg_Schild-Kopie-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Doch der zweite Versuch zeigte: Die Wirklichkeit sieht ganz anders aus. Das <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Herbergsmuseum" target="_blank" rel="noopener">Herbergsmuseum in Blankenburg</a></strong> ist ein echtes Schmuckstück – und vor allem einzigartig. Es ist das einzige Haus in Deutschland, das ursprünglich als Gesellenherberge diente und seit 1976 als Museum genutzt wird.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Eine Herberge für die wandernden Gesellen</h6>



<p>Wandergesellen gibt es bekanntlich heute noch. Ihre Zahl steigt sogar, seitdem Handwerk – besonders „irgendwas mit Holz“ – wieder angesagt ist. Bekannt sind vor allem die Zimmerer, die an ihrer typischen Zunftkleidung leicht zu erkennen sind.</p>



<p>Diese Handwerksgesellen müssen, wenn sie unterwegs waren und noch keine Arbeit gefunden hatten, irgendwo möglichst günstig übernachten – und dafür wurden die Herbergen eingerichtet. Hier konnten sie schlafen, ihre Kleidung waschen, sich mit Kollegen treffen und austauschen.&nbsp;</p>



<p>Die Blankenburger Herberge in der Bergstraße 15 bestand von 1884 bis 1916.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Wilhelm Pieck als historischer Bezugspunkt</h6>



<p>Das Haus hatte einen prominenten Bewohner. <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Pieck" target="_blank" rel="noopener">Wilhelm Pieck</a></strong>, gelernter Tischler und später der erste und einzige Präsident der DDR, lebte ab 1894 etwa ein Jahr in der Herberge (Das Foto unten zeigt ihn 1916 als Frontsoldaten. Copyright: Wikimedia). Deshalb wurde zum 100sten Geburtstag Piecks am 3. Januar 1976 die ehemalige Herberge als Wilhelm-Pieck-Erinnerungsstätte eröffnet. </p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/184_herberg_Pieck.jpg" alt="184 herberg Pieck" class="wp-image-51453" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/184_herberg_Pieck.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/184_herberg_Pieck-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Nach der Wende wurde daraus das heutige Herbergsmuseum, das vor allem das Leben der Gesellen auf Wanderschaft darstellt. Wilhelm Pieck ist weiterhin vertreten – allerdings eher am Rande.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Was gibt es im Herbergsmuseum Blankenburg zu sehen?</h6>



<p>Das 1684 erbaute Fachwerkhaus ist angenehm klein und übersichtlich – passend zum Leben der wandernden Handwerker. An den ausgestellten Plakaten, Fahnen, Schriften, Aufklebern erkennt man deutlich den Stolz auf das eigene Handwerk und das starke Gemeinschaftsgefühl. Der Ton war rau, aber herzlich. Ein Beispiel: „Wir versaufen den Rock, aber nie den Hut; es lebe das edle Steinmetzblut!“</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" data-id="51458" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/184_Herberg_Stube2-Kopie.jpg" alt="184 Herberg Stube2 Kopie" class="wp-image-51458" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/184_Herberg_Stube2-Kopie.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/184_Herberg_Stube2-Kopie-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" data-id="51457" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/184_Herberg_Schlafraum-Kopie.jpg" alt="184 Herberg Schlafraum Kopie" class="wp-image-51457" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/184_Herberg_Schlafraum-Kopie.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/184_Herberg_Schlafraum-Kopie-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" data-id="51455" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/184_Herberg_kneipe-Kopie.jpg" alt="184 Herberg kneipe Kopie" class="wp-image-51455" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/184_Herberg_kneipe-Kopie.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/184_Herberg_kneipe-Kopie-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" data-id="51454" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/184_Herberg_steinmetz-Kopie.jpg" alt="184 Herberg steinmetz Kopie" class="wp-image-51454" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/184_Herberg_steinmetz-Kopie.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/184_Herberg_steinmetz-Kopie-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>
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<h6 class="wp-block-heading">Tradition, Ordnung und Stolz</h6>



<p>Das äußere Erscheinungsbild spielte eine große Rolle. Zunftkleidung war Pflicht, daneben gab es die Ausgehkleidung – beides wurde wie auch das Arbeitszeug penibel gepflegt.</p>



<p>Im Blankenburger Herbergsmuseum sind Wohn- und Schlafräume, eine Wirtsstube und eine kleine Bibliothek originalgetreu wieder hergerichtet. Fahnen und Plakate der Gewerkschaftsbewegung dekorieren die Wände. Die reisenden Gesellen waren politisch hochaktiv; sie organisierten die im 19. Jahrhundert entstehende Arbeiterbewegung entscheidend mit. Wilhelm Pieck, der in der SPD und später in der KPD Mitglied war, ist dafür nur ein Beispiel.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Das Leben damals – anschaulich eingerichtet</h6>



<p>Besonders gelungen ist die Darstellung des Alltags. Die Räume wirken, als seien die Bewohner nur kurz rausgegangen. Teller und Bierflaschen stehen auf dem Tisch, das Bündel lehnt an das Bett, die Kleidung hängt am Haken. Schaufensterpuppen in Originalkleidung verstärken diesen Eindruck.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/184_Herberg_Gesellen-Kopie.jpg" alt="184 Herberg Gesellen Kopie" class="wp-image-51460" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/184_Herberg_Gesellen-Kopie.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/184_Herberg_Gesellen-Kopie-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<h6 class="wp-block-heading">Weitere bekannte Gesellen</h6>



<p>Die Webseite der Stadt Blankenburg weist auf zwei weitere Blankenburger Persönlichkeiten hin:&nbsp;</p>



<p><em>Der reisende Blankenburger Maurergeselle August Winnig wurde zum Parlamentarier und Schriftsteller; von 1918 bis 1920 hatte er als Politiker persönlichen Anteil an der Entwicklung der außenpolitischen Beziehungen Deutschlands zu Estland, Lettland und Sowjetrussland. Der reisende Schlossergeselle Wilhelm Schmidt (1858-1924) aus Wegeleben wurde zum weltweit anerkannten Ingenieur und Erfinder.</em></p>



<h6 class="wp-block-heading">Praktische Infos</h6>



<p>Das Museum wird vom „<strong><a href="https://www.denkmal-leipzig.de/de/news/foerderverein-des-blankenburger-herbergsmuseums-ehrenamt-ist-ehrensache" target="_blank" rel="noopener">Gemeinnützigen Verein zur Förderung des Herbergsmuseums Blankenburg/Harz e. V.</a></strong>“ ehrenamtlich getragen. Samstags gibt es um 11:30 und um 14:00 Uhr eine Führung. Geöffnet ist das Museum Montag bis Freitag von 10 bis 15 Uhr, Samstag von 11 bis 16 Uhr. Der Eintritt kostet freundliche fünf Euro.</p>



<p>&#8212;-</p>



<h6 class="wp-block-heading">Meine zufällige Begegnung mit Alexander Kluge</h6>



<p>Und dann noch etwas ganz anderes – ein kurzer persönlicher Nachtrag.</p>



<p>Diese Woche kam die Nachricht, dass der große Autor, Filmemacher und leidenschaftliche Halberstädter <strong><a href="https://taz.de/Nachruf-auf-Alexander-Kluge/!6166243/" target="_blank" rel="noopener">Alexander Kluge</a></strong> gestorben ist. In den vergangenen Tagen sind er und seine Arbeit ausgiebig gewürdigt worden – da kann ich gar nichts hinzufügen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2024/02/74_Gleimhaus_Kluge1.jpg" alt="74 Gleimhaus Kluge1" class="wp-image-49382" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2024/02/74_Gleimhaus_Kluge1.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2024/02/74_Gleimhaus_Kluge1-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Aber ich hatte im Februar 2024 mein eigenes kleines Alexander-Kluge-Erlebnis, über das ich <strong><a href="https://harzletter.de/gleimhaus-halberstadt-galerie-alexander-kluge/">hier</a></strong> geschrieben habe.</p>



<p>In Kurzform: Ich besuchte das <strong><a href="https://www.gleimhaus.de/" target="_blank" rel="noopener">Gleimhaus</a></strong> zufällig an dem Tag, als eine Ausstellung von Alexander Kluge dort eröffnet werden sollte.</p>



<p>Er hatte außerdem an diesem Tag Geburtstag – sein damals 92. – und war damit beschäftigt, Interviews für Radio und Fernsehen zu geben. Wir begrüßten uns nur ganz kurz, man will ja nicht stören. Eine große Persönlichkeit, Ehrenbürger von Halberstadt, damals sehr präsent, mit seiner ganz unverkennbaren Stimme. </p>



<p>–––</p>



<p>Vergangene Woche habe ich über die teilweise Eröffnung des <a href="https://harzletter.de/stiftsberg-quedlinburg-museum-heinrich-theophanu/"><strong>Museums auf dem Quedlinburger Stiftsberg</strong> </a>geschrieben.</p>



<p>Davor ging es um <strong><a href="https://harzletter.de/gerhard-zucker-raketenpost-harz-rocket-mail/">Gerhard Zucker</a></strong> aus Hasselfelde und dessen <strong><a href="https://harzletter.de/gerhard-zucker-raketenpost-harz-rocket-mail/">Postraketen</a></strong>.</p>



<p>Hier habe ich über <strong><a href="https://harzletter.de/sv-1890-westerhausen-warnau-verbandsliga-wolfsberg/">Verbandsliga-Fußball</a></strong> in Westerhausen geschrieben.</p>



<p>Hier ging es um <strong><a href="https://harzletter.de/schmalspurbahn-harz-hsb-trainspotter-dampflok/">Sebastian Schulze</a></strong>, der fast täglich die <strong><a href="https://harzletter.de/schmalspurbahn-harz-hsb-trainspotter-dampflok/">HSB-Züge</a></strong> fotografiert.</p>



<p>Erste Informationen über die <strong><a href="https://harzletter.de/walpurgisnacht-2026-harz-hexen-teufel-veranstaltung/">Walpurgis-Veranstaltungen</a></strong> 2026 gibt es <strong><a href="https://harzletter.de/walpurgisnacht-2026-harz-hexen-teufel-veranstaltung/">hier</a></strong> zu lesen.<br><br>Und hier geht es zurück auf die <strong><a href="https://harzletter.de/">Startseite</a></strong>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Quedlinburg: Neues Museum auf dem Stiftsberg öffnet – das erwartet die Besucher</title>
		<link>https://harzletter.de/stiftsberg-quedlinburg-museum-heinrich-theophanu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Erwin Klein]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Mar 2026 18:31:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Quedlinburg]]></category>
		<category><![CDATA[Harz-Highlights]]></category>
		<category><![CDATA[Äbtissinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Damenstift]]></category>
		<category><![CDATA[Heinrich Himmler]]></category>
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		<category><![CDATA[Hoftag]]></category>
		<category><![CDATA[Stiftsberg]]></category>
		<category><![CDATA[Theophanu]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://harzletter.de/?p=51435</guid>

					<description><![CDATA[Harzletter, der Einhundertdreiundachzigste. Nach jahrelanger Sanierung wird am 28. März das völlig neu konzipierte Museum auf dem Quedlinburger Stiftsberg eröffnet – zunächst nur in Teilen. Die vollständige Ausstellung folgt im Sommer. „Das neue Museum auf dem Stiftsberg wird in der Champions League spielen“, hatte Bürgermeister Frank Ruch vor einem Jahr im Quedlinburger Rathaus angekündigt. Damit [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Harzletter, der Einhundertdreiundachzigste.</strong></p>



<p>Nach jahrelanger Sanierung wird am 28. März das völlig neu konzipierte Museum auf dem <strong><a href="https://www.quedlinburg.de/Unsere-Stadt/Welterbe/Stiftsberg/" target="_blank" rel="noopener">Quedlinburger Stiftsberg</a></strong> eröffnet – zunächst nur in Teilen. Die vollständige Ausstellung folgt im Sommer.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/183_Stiftsberg_Stiftsberg.jpg" alt="183 Stiftsberg Stiftsberg" class="wp-image-51444" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/183_Stiftsberg_Stiftsberg.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/183_Stiftsberg_Stiftsberg-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>„Das neue Museum auf dem Stiftsberg wird in der Champions League spielen“, hatte Bürgermeister <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Ruch" target="_blank" rel="noopener">Frank Ruch</a></strong> vor einem Jahr im Quedlinburger Rathaus angekündigt. Damit weckte er hohe Erwartungen – entsprechend hoch sind die Kosten. Rund 30 Mio. Euro werden in die Neugestaltung des Museums und der Stiftskirche auf dem Berg oberhalb der Welterbe-Stadt investiert. Ab dem 28. März wird das Ensemble zumindest teilweise für die Besucher freigegeben.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/183_Stiftsberg_Baustelle.jpg" alt="183 Stiftsberg Baustelle" class="wp-image-51445" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/183_Stiftsberg_Baustelle.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/183_Stiftsberg_Baustelle-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Dass zum jetzigen Eröffnungstermin nicht alles, wie ursprünglich geplant, fertig wurde, ist vor allem dem Gebäude selbst geschuldet. <strong><a href="https://de.linkedin.com/in/sabine-bah%C3%9F-141804171" target="_blank" rel="noopener">Sabine Bahß</a></strong>, Pressesprecherin der Stadt Quedlinburg: „Auf dem Stiftsberg wurde seit über 1100 Jahren ständig gebaut, erweitert, abgerissen und neu errichtet. Wie es hinter manchen Wänden aussehen würde, wusste niemand genau. Während der Restaurierung gab es ständig neue Überraschungen. Dadurch haben sich die Arbeiten der verschiedenen Gewerke zwangsläufig verzögert.“</p>



<h6 class="wp-block-heading">Der Stiftsberg ist ein besonderer Ort</h6>



<p>Der Quedlinburger Stiftsberg ist ein besonderer Ort – das wird jedem Besucher auf den ersten Blick klar. Majestätisch thronen Kirche und Stiftsgebäude über der Stadt. In diesen Mauern wurde einst europäische Geschichte geschrieben – und die soll jetzt ganz neu auf zeitgemäße Art und Weise den Besuchern vermittelt werden.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/183_Stiftsberg_Stiftsgaerten.jpg" alt="183 Stiftsberg Stiftsgaerten" class="wp-image-51443" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/183_Stiftsberg_Stiftsgaerten.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/183_Stiftsberg_Stiftsgaerten-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Mit <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_I._(Ostfrankenreich)" target="_blank" rel="noopener">König Heinrich I.</a></strong> fing 922 alles an. Aus diesem Jahr datiert eine Urkunde, in der erstmals der Name Quedlinburg (genauer: Quitlingaburga) vorkommt. Heinrich besuchte Quedlinburg häufig; es war einer seiner Lieblingsorte. Er bestimmte, dass er in der neu zu errichtenden Kirche begraben werde, und dass ein Frauenstift eingerichtet wurde, in dem vor allem die Erinnerung an ihn aufrecht erhalten und für seine Seele gebetet werden sollte.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/183_Stiftsberg_Aebtissin-Dorothea-von-Sachsen.jpg" alt="183 Stiftsberg Aebtissin Dorothea von Sachsen" class="wp-image-51438" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/183_Stiftsberg_Aebtissin-Dorothea-von-Sachsen.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/183_Stiftsberg_Aebtissin-Dorothea-von-Sachsen-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Dieses Stift, zu dem nur adlige Damen Zutritt hatten, überdauerte die Zeiten. 866 Jahre lang regierten ununterbrochen die jeweiligen <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_%C3%84btissinnen_von_Quedlinburg" target="_blank" rel="noopener">Äbtissinnen</a></strong> das Stift, die Stadt und das umliegende Gebiet. (Gemälde Dorothea von Sachsen, 32. Äbtissin des Quedlinburger Damenstiftes. Sie wurde am 18. April 1610 zur Äbtissin gewählt. <em>COPYRIGHT: Welterbestadt Quedlinburg, W. Fischer</em>)</p>



<p>Natürlich ging es dabei nicht immer friedlich zu. 1477 etwa rebellierten die Quedlinburger Bürger gegen die Stiftsdamen. Äbtissin Hedwig von Sachsen rief ihre adligen Brüder zu Hilfe, die erschienen mit einem Heer und feuerten Kanonenkugeln in die Stadt. Es gab rund 80 Tote, dann kapitulierten die Bürger. Noch heute ist eine dieser Kugeln hoch in der Mauer der Ratsapotheke am Kornmarkt zu sehen.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Auf dem Stiftsberg wurde europäische Geschichte geschrieben</h6>



<p>Es gab auch glanzvolle Ereignisse. Mit das Bedeutendste war der <strong><a href="https://www.quedlinburg-info.de/de/neuigkeiten/news-details/ein-tag-f%C3%BCr-den-kaiser-973.html" target="_blank" rel="noopener">Hoftag</a></strong> zu Ostern im Jahr 973. Otto der Große, Sohn Heinrichs I. und damals mächtigster Herrscher in Europa, rief und alle kamen: die Herzöge von Polen und aus Böhmen, Gesandte und Delegationen aus Dänemark, Spanien, Italien und Konstantinopel. Darunter auch eine orientalische Prinzessin, die großes Aufsehen erregte und noch heute Teil der Stadtgeschichte ist: <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Theophanu_(HRR)" target="_blank" rel="noopener">Theophanu</a></strong> heiratete den Kaisersohn Otto II., wurde selbst Kaiserin und galt zu ihrer Zeit als mächtigste Frau Europas.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="535" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/183_Stiftsberg_Goldscheibenfibel.jpg" alt="183 Stiftsberg Goldscheibenfibel" class="wp-image-51437" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/183_Stiftsberg_Goldscheibenfibel.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/183_Stiftsberg_Goldscheibenfibel-480x476.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Die Geschichte des Stiftsbergs ist reich an Konflikten, Machtkämpfen und kulturellen Höhepunkten.&nbsp;Wilde Krieger, kluge Frauen, Intrigen, Verrat und erbitterte Auseinandersetzungen – es war alles dabei. (Foto Goldscheibenfibel, 7. Jahrhundert – Copyright: <em>Welterbestadt Quedlinburg, C. Müller</em>)</p>



<p>Das in einem ganz neu konzipierten Museum zusammenzubringen und erlebbar zu machen, ist keine leichte Aufgabe.&nbsp;</p>



<h6 class="wp-block-heading">Die Nazis versuchten, den Berg für sich zu vereinnahmen</h6>



<p><strong><a href="https://www.stiftsberg-quedlinburg.de/stiftsberg/aktuelles/meldungen/Luxus-fast-wie-in-Versailles.php" target="_blank" rel="noopener">Uta Siebrecht</a></strong>, Leiterin der Museen der Stadt und verantwortlich für die Neugestaltung auf dem Stiftsberg: „Wir präsentieren die glanzvolle Zeit, die turbulenten Phasen und den langsamen Niedergang des Stifts. Bis hin zur Auflösung 1802 als Folge der napoleonischen Kriege. Aber auch die Zeit danach, wo es um die Restaurierung und Idealisierung der Vergangenheit geht, wird gezeigt.“ Das gilt besonders für die Phase des Nationalsozialismus, als SS-Führer <strong><a href="https://www.sonntagsblatt.de/artikel/kirche/ausstellung-erinnert-vertreibung-der-gemeinde-aus-der-quedlinburger-stiftskirche-vor" target="_blank" rel="noopener">Heinrich Himmler</a></strong> den Stiftsberg und das Gedenken an Heinrich I. für die Nazis vereinnahmen wollte.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/183_Stiftsberg_Audienzsaal.jpg" alt="183 Stiftsberg Audienzsaal" class="wp-image-51439" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/183_Stiftsberg_Audienzsaal.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/183_Stiftsberg_Audienzsaal-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Was man jetzt schon ahnen kann: Es werden prächtige Räume zu sehen sein (Foto Audienzsaal – Copyright: <em>Welterbestadt Quedlinburg, J. Meusel</em>). Die Äbtissinnen und die Stiftsdamen lebten seinerzeit nicht in Armut – ganz im Gegenteil. Standesbewusst und auf Außenwirkung bedacht wurde der Stiftsberg repräsentativ und schlossähnlich ausgestattet. Diese Ausstattungen werden sehr aufwändig rekonstruiert; das geht so weit, dass spezielle Wandfarben und Stoffbespannungen ganz neu hergestellt wurden.&nbsp;</p>



<p>Auf diese Art wird das einstige Leben hoch über Quedlinburg anschaulich und nacherlebbar – daneben werden umfassende Informationen und viele Anschauungsobjekte zum Lauf der Stiftsgeschichte präsentiert. Einen Vorgeschmack gab es bereits am 17. September 2025 – da wurde das rekonstruierte <strong><a href="https://www.tag-des-offenen-denkmals.de/denkmal/cmcenfdnr002skz04mdek5wp4/gartenhaus-im-barockgarten-stiftsberg" target="_blank" rel="noopener">Gartenhaus</a></strong> im Terrassengarten des Stiftes eingeweiht.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/183_Stiftsberg_GartenhausEroeffnung.jpg" alt="183 Stiftsberg GartenhausEroeffnung" class="wp-image-51441" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/183_Stiftsberg_GartenhausEroeffnung.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/183_Stiftsberg_GartenhausEroeffnung-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Nach der Eröffnungsfeier sind ab dem 28. März die neu gestaltete Stiftskirche und der Eingangsbereich des Museums für das Publikum freigegeben.&nbsp;</p>



<p>Mit der vollständigen Eröffnung im Sommer soll der Stiftsberg&nbsp;dann&nbsp;zu den bedeutendsten Museumsstandorten Sachsen-Anhalts&nbsp;und darüber hinaus&nbsp;zählen.&nbsp;Eben Champions League.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/183_Stiftsberg_Gartenhaus.jpg" alt="183 Stiftsberg Gartenhaus" class="wp-image-51442" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/183_Stiftsberg_Gartenhaus.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/183_Stiftsberg_Gartenhaus-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>–––</p>



<p>Vergangene Woche ging es um <strong><a href="https://harzletter.de/gerhard-zucker-raketenpost-harz-rocket-mail/">Gerhard Zucker</a></strong> aus Hasselfelde und dessen <strong><a href="https://harzletter.de/gerhard-zucker-raketenpost-harz-rocket-mail/">Postraketen</a></strong>.</p>



<p>Hier habe ich über <strong><a href="https://harzletter.de/sv-1890-westerhausen-warnau-verbandsliga-wolfsberg/">Verbandsliga-Fußball</a></strong> in Westerhausen geschrieben.</p>



<p>Davor ging es um <strong><a href="https://harzletter.de/schmalspurbahn-harz-hsb-trainspotter-dampflok/">Sebastian Schulze</a></strong>, der fast täglich die <strong><a href="https://harzletter.de/schmalspurbahn-harz-hsb-trainspotter-dampflok/">HSB-Züge</a></strong> fotografiert.</p>



<p>Erste Informationen über die <strong><a href="https://harzletter.de/walpurgisnacht-2026-harz-hexen-teufel-veranstaltung/">Walpurgis-Veranstaltungen</a></strong> 2026 gibt es <strong><a href="https://harzletter.de/walpurgisnacht-2026-harz-hexen-teufel-veranstaltung/">hier</a></strong> zu lesen.</p>



<p>Alles über den Film „<strong><a href="https://harzletter.de/rose-film-kino-berlinale-wettbewerb-glasebachtal/">Rose</a></strong>“, der im Glasebachtal gedreht wurde und auf der Berlinale Premiere hatte.<br><br>Und hier geht es zurück auf die <strong><a href="https://harzletter.de/">Startseite</a></strong>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gerhard Zucker und die Postraketen aus Hasselfelde im Oberharz</title>
		<link>https://harzletter.de/gerhard-zucker-raketenpost-harz-rocket-mail/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Erwin Klein]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Mar 2026 09:19:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Harz-Highlights]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Briefmarken]]></category>
		<category><![CDATA[Gerhard Zucker]]></category>
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		<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raketenpost]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://harzletter.de/?p=51419</guid>

					<description><![CDATA[Harzletter, der Einhundertzweiundachtzigste. Manche Geschichten laufen einem ganz zufällig über den Weg.&#160; So ging es mir auch mit Gerhard Zucker, dem Raketenbauer aus Hasselfelde im Oberharz. Ich war dort wegen einer anderen Geschichte und hatte etwas Zeit übrig. Also tat ich das, was ich in solchen Momenten gern mache: Ich schaute nach, welche Persönlichkeiten eigentlich aus Hasselfelde stammen. Dabei bin ich bei Wikipedia die Liste der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Harzletter, der Einhundertzweiundachtzigste.</strong></p>



<p>Manche Geschichten laufen einem ganz zufällig über den Weg.&nbsp;</p>



<p>So ging es mir auch mit <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Zucker" target="_blank" rel="noopener">Gerhard Zucker</a></strong>, dem Raketenbauer aus Hasselfelde im Oberharz. Ich war dort wegen einer anderen Geschichte und hatte etwas Zeit übrig. Also tat ich das, was ich in solchen Momenten gern mache: Ich schaute nach, welche Persönlichkeiten eigentlich aus Hasselfelde stammen. Dabei bin ich bei <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stadt_Hasselfelde" target="_blank" rel="noopener">Wikipedia</a></strong> die Liste der Söhne und Töchter des Ortes durchgegangen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="622" height="453" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/182_Gerhard_Zucker_Hasselfelde.jpg" alt="182 Gerhard Zucker Hasselfelde" class="wp-image-51428" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/182_Gerhard_Zucker_Hasselfelde.jpg 622w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/182_Gerhard_Zucker_Hasselfelde-480x350.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 622px, 100vw" /></figure>



<p><strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Blumenau" target="_blank" rel="noopener">Hermann Blumenau</a></strong> kennt man, <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Dunker_(Redakteur)" target="_blank" rel="noopener">Wilhelm Dunker</a></strong> ebenfalls. Auch einige erfolgreiche Skisportler stammen aus dem Ort. Und dann steht da noch: <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Zucker" target="_blank" rel="noopener">Gerhard Zucker (1908–1985), Raketentechniker</a></strong>.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/182_Gerhard_Zucker_Zucker.jpg" alt="182 Gerhard Zucker Zucker" class="wp-image-51425" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/182_Gerhard_Zucker_Zucker.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/182_Gerhard_Zucker_Zucker-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<h6 class="wp-block-heading">Gerhard Zucker ein Betrüger?</h6>



<p>In dem verlinkten <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Zucker" target="_blank" rel="noopener">Wikipedia-Zucker-Artikel</a></strong> heißt es:</p>



<p><em>Gerhard Zucker war ein deutscher Entwickler von Postraketen. Er befasste sich ab 1931 mit dem Problem der Postbeförderung mit Raketen und führte hierzu im Harz und 1933 in Cuxhavenentsprechende Versuche durch. Sie waren jedoch erfolglos und grenzten zumindest teilweise an Betrug, da lediglich Feuerwerksraketen mit einer beeindruckend wirkenden Hülle versehen wurden. Die wissenschaftlich interessierte Presse fiel darauf herein. Sie zeigte ein Bild, wo Zucker neben einer nach Pappe aussehenden, etwa vier Meter langen auf einem Karren montierten Rakete steht:</em></p>



<p><em>„Der Hamburger Konstrukteur Zucker hat eine gänzlich neuartige Weltraum-Rakete erfunden, die selbsttätig in gewünschter Höhe photographische Aufnahmen machen und zu ihrem Abschußplatz zurückkehren kann.“</em></p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="464" height="464" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/182_Gerhard_Zucker_Rakete.jpg" alt="182 Gerhard Zucker Rakete" class="wp-image-51424" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/182_Gerhard_Zucker_Rakete.jpg 464w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/182_Gerhard_Zucker_Rakete-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 464px) 100vw, 464px" /></figure>



<p>Nun muss man nicht alles glauben, was bei Wikipedia steht. Aber dass jemand dort ganz nebenbei als möglicher Betrüger dargestellt wird, ist schon bemerkenswert. Weiter heißt es:</p>



<p><em>Das Ende des Krieges erlebte Gerhard Zucker in seiner Heimatstadt Hasselfelde. Er floh in den niedersächsischen Teil des Harzes, wo er sich als Möbelhändler betätigte. </em></p>



<p><em>Nach wie vor führte er Raketenversuche durch. Bei einer Raketenvorführung am 7. Mai 1964 auf dem Hasselkopf in Braunlage gab es einen Unfall, der zwei Personen das Leben kostete. Dieser führte zu einem Verbot von privaten Raketenstarts in der Bundesrepublik Deutschland, das zum Ende der in Cuxhaven stattfindenden Raketenversuche der <strong><a href="https://www.dglr.de/ueber-uns/geschichte/hog/" target="_blank" rel="noopener">Hermann-Oberth-Gesellschaft </a></strong>und der Berthold Seliger Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH führte.</em></p>



<p>Gerhard Zucker ein&nbsp;Betrüger? Oder ein&nbsp;fast&nbsp;vergessener Pionier der Raketentechnik aus dem Harz?&nbsp;Ich wollte das&nbsp;genauer wissen.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Der Beginn der Raketentechnik</h6>



<p>Bisher ist das nur ein Ausschnitt aus der Gerhard-Zucker-Biografie, aber der klingt schon nach einem ziemlich ungewöhnlichen Lebenslauf. Raketentechnik im Harz! Schon in den 1930er Jahren! Betrieben von einem Mann aus Hasselfelde, den dieses Thema offenbar sein ganzes Leben lang nicht losließ.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="762" height="526" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/182_Gerhard_Zucker_Zwei_Maenner.jpg" alt="182 Gerhard Zucker Zwei Männer" class="wp-image-51427" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/182_Gerhard_Zucker_Zwei_Maenner.jpg 762w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/182_Gerhard_Zucker_Zwei_Maenner-480x331.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 762px, 100vw" /></figure>



<p>Dazu muss man wissen, dass die Erforschung und das Testen von Raketen in dieser Zeit gerade begann. Namen wie <strong><a href="http://www.raketenflugplatz-berlin.de/index_htm_files/oberth_lebenslauf.pdf" target="_blank" rel="noopener">Hermann Oberth</a></strong> und <strong><a href="https://www.deutschlandfunk.de/die-karriere-des-wernher-von-braun-von-den-nazis-zur-nasa-100.html" target="_blank" rel="noopener">Wernher von Braun</a></strong> (ja, der mit der V2 und später mit dem Apollo-Programm) sind heute geläufig. Gerhard Zucker kennen nur noch absolute Insider und es gibt entsprechend wenig Literatur über ihn.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Erster Start am Wattenmeer</h6>



<p>In Heft 8 der Schriftenreihe „<strong><a href="https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/Angebote/infotext=Luftfahrtgeschichte+Sachsen-Anhalt" target="_blank" rel="noopener">Luftfahrtgeschichte im Land Sachsen-Anhalt</a></strong>“ (Dank an die Hasselfelder Gemeindebibliothek!) schreibt Fluglehrer Gerhard Kasten über Gerhard Zucker.</p>



<p><em>Der Raketenkonstrukteur Gerhard Zucker aus Hasselfelde beschäftigt sich intensiv mit dem Bau von Raketen, die Nutzlasten wie z. B. Post oder Fracht befördern können. Sein Vater, Molkereidirektor in Hasselfelde, finanzierte diese Versuche. Am Wattenmeer von Cuxhaven sollte die erste Rakete mit Gütern die Insel Neuwerk erreichen, umkehren und mit Hilfe eines Fallschirmes am Startort landen. Diese Versuche am 9. April 1933 schlugen aber fehl.</em></p>



<p><em>Am 31. August 1933 konnte Gerhard Zucker seine erste Postrakete „Herta ZR 1“ von Hasselfelde nach Stiege abfeuern. Die so beförderten Gedenkstücke dieses Fluges sind bei Philatelisten noch heute eine große Seltenheit.</em></p>



<h6 class="wp-block-heading">Briefe mit Raketen befördern</h6>



<p>Postraketen – auch „<strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Postrakete" target="_blank" rel="noopener">Raketenpost</a></strong>“ genannt – waren damals tatsächlich ein ernsthaft diskutiertes Zukunftsprojekt. Man experimentierte mit der neuen Technik, aber hatte noch keinen wirklichen Plan wozu die – außer als Flugzeugantrieb – gut sein sollte. An eine Mondlandung dachten nur Science-Fiction-Autoren. Da lag die Nutzung als Postbeförderungsmittel irgendwie nahe. Allein die Idee, Briefe mit Raketen etwa von Hamburg nach Berlin zu befördern, hat etwas sympathisch Durchgeknalltes.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="760" height="526" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/182_Gerhard_Zucker_flugpost.jpg" alt="182 Gerhard Zucker flugpost" class="wp-image-51422" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/182_Gerhard_Zucker_flugpost.jpg 760w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/182_Gerhard_Zucker_flugpost-480x332.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 760px, 100vw" /></figure>



<p>Weiter heißt es bei Gerhard Kasten:</p>



<p><em>Um 1961 war Gerhard Zucker ein begehrter Raketenspezialist, seine Postraketen flogen in England, Belgien, Holland, Italien und in der Schweiz. … Eine Einladung nach Haiti lag auch bereits vor, die Postrakete sollte dort etwa 150 km weit fliegen.</em></p>



<p>Das klingt ziemlich utopisch und weit überzogen – von Postraketen, die in den 60er Jahren in europäischen Ländern unterwegs waren, ist eher nichts bekannt. Und Haiti? Vergiss es.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Die ganze Geschichte in einer New Yorker Zeitschrift</h6>



<p>Und dann fiel mir ein ausführlicher, sehr gut recherchierter Artikel aus „<strong><a href="https://www.cabinetmagazine.org/" target="_blank" rel="noopener">Cabinet</a></strong>“, einer hochklassigen New Yorker Kulturzeitschrift, in die Hände. Dort schrieb 2006 <strong><a href="https://christopherturner.ca/" target="_blank" rel="noopener">Christopher Turner</a></strong> unter dem schönen Titel „<strong><a href="https://cabinetmagazine.org/issues/23/turner2.php" target="_blank" rel="noopener">Letter Bombs</a></strong>“ sehr nachvollziehbar über Gerhard Zucker.</p>



<p>Demnach seien seine ersten öffentlichen Versuche natürlich den Nazis aufgefallen, die aber längst ihre eigenen geheimen Raketenpläne unter der Leitung von Wernher von Braun vorantrieben. Gerhard Zucker, der wohl eher pazifistisch eingestellt war, störte da nur und erhielt keine Unterstützung.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="199" height="125" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/182_Gerhard_Zucker_England.jpg" alt="182 Gerhard Zucker England" class="wp-image-51429"/></figure>



<p>Die kam von anderer Seite: Geschäftsleute in England sahen die Möglichkeit, mit seinen Raketen Geld zu verdienen. Die Idee: Briefe und Briefmarken, die extra für die Raketenflüge produziert wurden, nach absolviertem Flug teuer als „Rocket Post“ zu verkaufen. Klingt ziemlich irrwitzig, funktionierte aber wohl eine Zeit lang. Die Briefmarken, um die es dabei ging, waren keine offiziellen Marken, sondern sogenannte <strong><a href="https://www.myheimat.de/marburg/c-kultur/wenn-briefmarken-erzaehlen-13-vignetten-aber-doch-nicht-fuer-autobahnen-teil-1_a77988" target="_blank" rel="noopener">Vignetten</a></strong>. Also privat gedruckte Marken, die zwar schick aussahen, aber mit denen kein Brief verschickt werden konnte. </p>



<p>Ein erster Testflug 1934 verlief positiv, Zucker erhielt weitere Unterstützung in England – und zog sich den Zorn der Nazis und der Britischen Post zu, die zum einen Geheimnisverrat witterten zum anderen ihr Briefmarken-Monopol angegriffen sahen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="760" height="528" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/182_Gerhard_Zucker_Brief.jpg" alt="182 Gerhard Zucker Brief" class="wp-image-51423" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/182_Gerhard_Zucker_Brief.jpg 760w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/182_Gerhard_Zucker_Brief-480x333.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 760px, 100vw" /></figure>



<h6 class="wp-block-heading">Gerhard Zuckers schottisches Desaster</h6>



<p>Weitere Versuche in Schottland verliefen desaströs; bei zwei Versuchen explodierten die Raketen in geringer Höhe und „die 1200 Briefe mit den Rocket-Stamps segelten wie Konfetti auf die Erde zurück“ (so Christopher Turner). Jetzt hatten die Briten genug; weitere Versuche wurden untersagt, und als Gerhard Zucker eine gefährliche Menge Sprengstoff in einem Waschraum vergessen hatte, wurde er kurzerhand ins Gefängnis gesteckt. Er wurde verdächtigt, ein deutscher Spion zu sein, kam aber kurze Zeit später frei und ging 1936 zurück nach Deutschland.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="407" height="407" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/182_Gerhard_Zucker_Beladung.jpg" alt="182 Gerhard Zucker Beladung" class="wp-image-51420" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/182_Gerhard_Zucker_Beladung.jpg 407w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/182_Gerhard_Zucker_Beladung-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 407px) 100vw, 407px" /></figure>



<p>Dort empfing ihn die Gestapo und internierte ihn sofort wegen Geheimnisverrats. Mit Glück, und dem Versprechen, die Finger von den Raketen zu lassen, überlebte er, diente in der Luftwaffe und fing nach dem Krieg als Möbelhändler neu an.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Neustart in den sechziger Jahren</h6>



<p>Erst in den 1960er Jahren beschäftigte Gerhard Zucker sich wieder mit Raketen und organisierte öffentliche Starts. Doch nach der Katastrophe 1964 in <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ungl%C3%BCck_bei_der_Raketenvorf%C3%BChrung_in_Braunlage_1964" target="_blank" rel="noopener">Braunlage</a></strong>, als durch eine Explosion bei einem Flugversuch zwei Schuljungen getötet wurden, landete er wieder für sechs Monate im Gefängnis.</p>



<p>Danach war für Gerhard Zucker Schluss mit der Raketentechnik im Harz, obwohl es gerade zu dieser Zeit in Amerika mit dem Raumfahrtprogramm – unter der Regie von Wernher von Braun – so richtig losging.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="539" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/182_Gerhard_Zucker_Portrait.jpg" alt="182 Gerhard Zucker Portrait" class="wp-image-51421" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/182_Gerhard_Zucker_Portrait.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/03/182_Gerhard_Zucker_Portrait-480x479.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Etwas Besonderes zum Schluss: Eine historische <strong><a href="https://cabinetmagazine.org/issues/23/zucker.php" target="_blank" rel="noopener">Tonaufnahme</a></strong> von Gerhard Zucker, wie er einen seiner Postflüge ankündigt, den Countdown runterzählt und man die erfolgreich startende Rakete hört. Wer den Hasselfelder Raketenbauer im Original hören möchte, kann <strong><a href="https://cabinetmagazine.org/issues/23/zucker.php" target="_blank" rel="noopener">hier</a></strong> eine historische Tonaufnahme anklicken: <strong><a href="https://cabinetmagazine.org/issues/23/zucker.php" target="_blank" rel="noopener">Gerhard Zucker live</a></strong> beim Postraketenstart.</p>



<p>–––</p>



<p>Vergangene Woche habe ich über <strong><a href="https://harzletter.de/sv-1890-westerhausen-warnau-verbandsliga-wolfsberg/">Verbandsliga-Fußball</a></strong> in Westerhausen geschrieben.</p>



<p>Hier geht es um <strong><a href="https://harzletter.de/schmalspurbahn-harz-hsb-trainspotter-dampflok/">Sebastian Schulze</a></strong>, der fast täglich die <strong><a href="https://harzletter.de/schmalspurbahn-harz-hsb-trainspotter-dampflok/">HSB-Züge</a></strong> fotografiert.</p>



<p>Erste Informationen über die <strong><a href="https://harzletter.de/walpurgisnacht-2026-harz-hexen-teufel-veranstaltung/">Walpurgis-Veranstaltungen</a></strong> 2026 gibt es <strong><a href="https://harzletter.de/walpurgisnacht-2026-harz-hexen-teufel-veranstaltung/">hier</a></strong> zu lesen.</p>



<p>Heikles Thema: Der <strong><a href="https://harzletter.de/frauen-maennerueberschuss-sachsen-anhalt-harz-mz/">Männerüberschuss</a></strong> in Sachsen-Anhalt und speziell im Harz.</p>



<p>Alles über den Film „<strong><a href="https://harzletter.de/rose-film-kino-berlinale-wettbewerb-glasebachtal/">Rose</a></strong>“, der im Glasebachtal gedreht wurde und auf der Berlinale Premiere hatte.<br><br>Und hier geht es zurück auf die <strong><a href="https://harzletter.de/">Startseite</a></strong>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Harzer Schmalspurbahn und der Pufferküsser vom Selketal</title>
		<link>https://harzletter.de/schmalspurbahn-harz-hsb-trainspotter-dampflok/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Erwin Klein]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Feb 2026 14:23:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Harz-Highlights]]></category>
		<category><![CDATA[Dampflok]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografieren]]></category>
		<category><![CDATA[gernrode]]></category>
		<category><![CDATA[hsb]]></category>
		<category><![CDATA[Selketal]]></category>
		<category><![CDATA[Trainspotter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://harzletter.de/?p=51391</guid>

					<description><![CDATA[Harzletter, der Einhundertachtzigste. Diese Geschichte über die Harzer Schmalspurbahn (HSB) ist etwas Besonderes: Schon lange wollte ich über die Menschen schreiben, die täglich an den Gleisen stehen und die vorbeifahrenden Züge der HSB fotografieren. Ich meine nicht die Touristen, die die Dampfloks an den Bahnhöfen im Visier haben. Sondern die wahren Enthusiasten, für die Trainspotting [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Harzletter, der Einhundertachtzigste.</strong></p>



<p>Diese Geschichte über die <strong><a href="https://www.hsb-wr.de/" target="_blank" rel="noopener">Harzer Schmalspurbahn</a></strong> (HSB) ist etwas Besonderes: Schon lange wollte ich über die Menschen schreiben, die täglich an den Gleisen stehen und die vorbeifahrenden Züge der HSB fotografieren. Ich meine nicht die Touristen, die die Dampfloks an den Bahnhöfen im Visier haben. Sondern die wahren Enthusiasten, für die <strong><a href="https://www.traintrackapp.de/blog/trainspotter-was-ist-das-guide" target="_blank" rel="noopener">Trainspotting</a></strong> fast eine Berufung ist.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Dampf.jpg" alt="179 schmalspurbahn Dampf" class="wp-image-51375" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Dampf.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Dampf-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Gar nicht so einfach – Trainspotter oder auch Pufferküsser bleiben gern unter sich. Bis ich mit Hilfe von <strong><a href="https://www.volksstimme.de/lokal/halberstadt/auch-privat-mit-bahn-bazillus-infiziert-836188" target="_blank" rel="noopener">Dirk Bahnsen</a></strong>, dem HSB-Pressesprecher, auf Sebastian Schulze traf. Und mit dem ergab sich folgende wunderbare Schmalspurbahn-Geschichte:</p>



<h6 class="wp-block-heading">Warten auf die Schmalspurbahn</h6>



<p>Ein Mann steht am Waldrand auf einem Baumstumpf und schaut konzentriert in die Ferne. Fünf Minuten, zehn Minuten – er rührt sich nicht. Um den Hals hat er eine Kamera, ein paar Meter unterhalb führen die Gleise der Harzer Schmalspurbahn (HSB) vorbei.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Baumstumpf2.jpg" alt="179 schmalspurbahn Baumstumpf2" class="wp-image-51376" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Baumstumpf2.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Baumstumpf2-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Wir sind am Bergsee Güntersberge. Jeden Augenblick muss der HSB-Planzug mit der Lok 99 7247-2 auftauchen. Der Mann im Wald ist Sebastian Schulze, und Sebastian hat eine Mission.</p>



<p>Er macht Fotos. Von den Zügen der HSB. Fast jeden Tag, seit 22 Jahren. Er verdient damit kein Geld, es ist sein Hobby. Aber was heißt schon Hobby – es ist viel mehr als das.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Immer nah dran am Schienennetz der Schmalspurbahn</h6>



<p>Sebastian Schulze ist 33 Jahre alt. Geboren in Quedlinburg und aufgewachsen in Thale, war er immer nah dran am Schienennetz der Schmalspurbahn. Und der Dampflok-Virus war auch immer da. „Schon zu Kindergarten-Zeiten habe ich den Zügen gern hinterher geschaut.“</p>



<p>Dann kamen die ersten vorsichtigen Foto-Versuche, noch mit Rollfilm, der zum Entwickeln abgegeben wurde. Irgendwann wurde es digital, eine bessere Kamera musste her, die Begeisterung blieb konstant.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Felsen.jpg" alt="179 schmalspurbahn Felsen" class="wp-image-51381" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Felsen.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Felsen-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Inzwischen ist Sebastian Schulze Profi, nicht nur was das Fotografieren angeht. Wer sich mit ihm unterhält, staunt, was es über die HSB alles Wissenswertes gibt. Die Historie, die Strecken, die Loks und Wagons, die Fahrpläne: Sebastian hat alles im Kopf. Auf der <strong><a href="https://www.hsb-wr.de/Fahrplan-Tarife/Streckennetz/Selketalbahn/" target="_blank" rel="noopener">Selketalstrecke</a></strong> – eigentlich im gesamten Harz – kennt er jedes Signal, jeden Fotopunkt und die Lokführer, Heizer und Zugbegleiter sowieso. </p>



<h6 class="wp-block-heading">„Hörst du das?“ – Dann kommt der Zug</h6>



<p>Jetzt kommt er auf dem Baumstumpf in leichte Bewegung: „Hörst du das?“ ruft er. Und tatsächlich, ganz leise ist das typische Pfeifen der Dampflok zu hören. Dann sehen wir den ersten Rauch, und dann kommt Lok 99 7247-2 auf uns zu. Ein, zwei Sekunden, und weg ist sie. Sebastian klettert von seinem Beobachtungsplatz herunter. „Ein paar gute Bilder werden dabei sein“, meint er, „aber das geht noch besser.“</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Aufnahme.jpg" alt="179 schmalspurbahn Aufnahme" class="wp-image-51383" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Aufnahme.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Aufnahme-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Sebastian ist Trainspotter, Pufferküsser, Nietenzähler, Trainiac. Das sind einige Bezeichnungen für diejenigen, die Züge systematisch fotografieren. Denen es nicht reicht, ein Handyfoto oder ein Video zu machen, wenn im Urlaub zufällig eine alte Lok auftaucht. Pufferküssern geht es fast immer um historische Züge. Das müssen nicht unbedingt Dampfloks sein, es gibt auch Spezialisten für Diesel- oder sogar für frühe ICE-Loks. Die Szene ist groß, vielfältig und in Vereinen und einschlägigen Internet-Foren gut organisiert.</p>



<p>Der Harz mit dem einzigartigen HSB-Netz ist natürlich ein Paradies für <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dampflokomotive" target="_blank" rel="noopener">Dampflok</a></strong>-Enthusiasten. Sebastian Schulze schätzt die Zahl der Eisenbahn-Verrückten in der Region auf etwa 200. „Man kennt sich, man tauscht sich aus, man geht manchmal auch zusammen los.“ Hinzu kommen die Auswärtigen, die für ein gelungenes Foto lange Anreisen auf sich nehmen. </p>



<h6 class="wp-block-heading">Die Wurzeln liegen in England</h6>



<p>„Vor kurzem war ich mit einer Gruppe Holländer unterwegs“, erzählt Sebastian. „Die kamen nur wegen der Schmalspurbahn und fragten nach ein paar guten Foto-Spots.“</p>



<p>Seinen Ursprung hat das Zug-Fotografieren in England. Dort gab es bereits vor rund 80 Jahren erste Spotter-Clubs. Der Star der Szene ist ebenfalls ein Engländer, der sich <strong><a href="https://www.traintrackapp.de/blog/wer-ist-francis-bourgeois" target="_blank" rel="noopener">Francis Bourgeois</a></strong> nennt. Er hat allein auf Instagram 2,6 Millionen Follower. Ganz soweit ist Sebastian Schulze noch nicht; ihm folgen auf Instagram (unter <strong><a href="https://www.instagram.com/997243_hsb/" target="_blank" rel="noopener">997243_hsb</a></strong>) genau 1348 Bahn-Liebhaber.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Trio.jpg" alt="179 schmalspurbahn Trio" class="wp-image-51384" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Trio.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Trio-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Start unserer Foto-Tour ist Gernrode. Dort fährt jeden Morgen um 11 Uhr der Planzug Richtung Quedlinburg los. Planzug heißt in diesem Fall: Dampflok, drei Personenwagen, ein Packwagen. Es geht ruhig zu; alles wird für den Tagesablauf gecheckt, es gibt noch kaum Passagiere. Zeit für Sebastian Schulze, sich mit den Männern auf der Lok zu unterhalten. Das sind diesmal Bernd Kapahnke und Christopher Wege; beide sind HSB-Veteranen, man kennt sich, man schätzt sich. Sebastian Schulze: „Wenn ich an einer bestimmten Stelle Fotos machen will, sage ich das vorher dem Lokführer. Dann weiß der Bescheid, und es gibt keine Probleme.“&nbsp;</p>



<p>Denn immer wieder laufen Leichtsinnige auf den Gleisen herum oder halten nicht genug Abstand. Die HSB schätzt und unterstützt die Foto-Begeisterten – schließlich ist jedes Bild kostenlose Werbung – aber weist auf ihrer Webseite auch deutlich auf Einschränkungen und Verbote hin.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Kurve.jpg" alt="179 schmalspurbahn Kurve" class="wp-image-51380" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Kurve.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Kurve-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Trainspotting ist zum einen geduldiges Warten, aber auch eiliges Zusammenpacken und Weiterfahren. Unser erster Fotopunkt ist am Ortsausgang Gernrode, kurz vor dem Osterteich. Planzug 99 7247-2 fährt von Quedlinburg zur Eisfelder Talmühle, an unserem Standpunkt kommt er mit viel Dampf auf dem Kessel vorbei. Routine für Sebastian Schulze. Er stand schon oft an genau dieser Stelle. Denn es geht beim Fotografieren nicht nur um den Zug – genauso wichtig sind das Licht, das Wetter, die Jahreszeit. Das alles wechselt ständig, und deswegen müssen die Fotos immer wieder neu gemacht werden.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Ein riesiges Foto-Archiv über die Schmalspurbahn</h6>



<p>„Ich hebe schon lange nicht mehr jedes Bild auf, vieles wiederholt sich, es geht vor allem um die besonderen Momente.“ Rund 15.000 Fotos umfasst sein Archiv inzwischen, manche Loks und Wagons, die er im Lauf der Jahre aufgenommen hat, sind längst stillgelegt.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_ImZug.jpg" alt="179 schmalspurbahn ImZug" class="wp-image-51379" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_ImZug.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_ImZug-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Als der Zug mit einem lauten Begrüßungspfiff vorbeifährt, geht alles ganz schnell: Ein paar Aufnahmen, zusammenpacken, weiterfahren zum nächsten Punkt. Es ist ein kleines Wettrennen: Die Lok muss ständig überholt werden, damit sich so eine Foto-Tour auch lohnt.</p>



<p>Auf die Art klappern wir vier Fotospots ab. Mal stehen wir nahe einer Haltestelle, mal geht es neben den Gleisen ein gutes Stück den Berg hinauf. Und für das letzte Motiv klettert Sebastian Schulze auf besagten Baumstumpf.</p>



<p>Nach gut drei Stunden reicht es. Ein paar brauchbare Aufnahmen sind entstanden, die müssen ausgewählt, bearbeitet und archiviert werden. Trainspotter sind ordentliche Menschen: Wer alles unsortiert rumliegen lässt, findet ganz schnell nichts mehr wieder.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Ein unverhofftes Highlight </h6>



<p>Und dann folgt unverhofft noch eine Überraschung. „Willst du was Besonderes sehen?“, fragt Sebastian Schulze. Na klar. In seiner Wohnung, die mit allerhand HSB-Motiven dekoriert ist, öffnet er eine Tür und wir stehen wie aus dem Nichts vor einer Modellbau-Anlage, die buchstäblich das ganze Zimmer einnimmt. Die Harzer Schmalspurbahn in klein, Maßstab 1:22,5, eine sogenannte <strong><a href="https://www.lgb.de/" target="_blank" rel="noopener">Gartenbahn</a></strong>. Nur HSB-Loks und Wagons, in allen Details nachgebaut. Natürlich fahren sie auch, und aus den Schornsteinen kommt künstlicher Dampf – alles per Smartphone gesteuert. </p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Modellbahn2.jpg" alt="179 schmalspurbahn Modellbahn2" class="wp-image-51373" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Modellbahn2.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Modellbahn2-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>„Das ist meine zweite Leidenschaft“, erzählt Sebastian, „Einmal am Tag lasse ich die Züge hier fahren, das ist total entspannend.“ </p>



<p>Es leuchtet und blinkt und surrt und rollt – alles auf ein paar Quadratmetern und mit viel Liebe, Mühe und Geld aufgebaut.&nbsp;</p>



<p>Morgen geht es für ihn nach der Arbeit wieder los. Vielleicht ein paar Fotos machen, vielleicht mit dem Zugpersonal reden, vielleicht auch ein paar Stationen mitfahren. „Es ist dieser Geruch“, erklärt er, „den man schon von Weitem wahrnimmt, und der einfach einmalig ist.“</p>



<p>Zum Schluss noch ein paar Fotos von Sebastian. Die deutlich zeigen, was für ein herausragender Fotograf er ist. </p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="360" data-id="51388" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Schulze05.jpg" alt="179 schmalspurbahn Schulze05" class="wp-image-51388" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Schulze05.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Schulze05-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="407" data-id="51390" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Schulze06.jpg" alt="179 schmalspurbahn Schulze06" class="wp-image-51390" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Schulze06.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Schulze06-480x362.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="407" data-id="51389" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Schulze04.jpg" alt="179 schmalspurbahn Schulze04" class="wp-image-51389" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Schulze04.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Schulze04-480x362.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="407" data-id="51387" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Schulze03.jpg" alt="179 schmalspurbahn Schulze03" class="wp-image-51387" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Schulze03.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Schulze03-480x362.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="388" data-id="51386" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Schulze02.jpg" alt="179 schmalspurbahn Schulze02" class="wp-image-51386" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Schulze02.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Schulze02-480x345.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="360" data-id="51385" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Schulze01.jpg" alt="179 schmalspurbahn Schulze01" class="wp-image-51385" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Schulze01.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_schmalspurbahn_Schulze01-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>
</figure>



<p></p>



<p>–––</p>



<p>Erste Informationen über die <strong><a href="https://harzletter.de/walpurgisnacht-2026-harz-hexen-teufel-veranstaltung/">Walpurgis-Veranstaltungen</a></strong> 2026 gibt es <strong><a href="https://harzletter.de/walpurgisnacht-2026-harz-hexen-teufel-veranstaltung/">hier</a></strong> zu lesen.</p>



<p>Hier ging es um den <strong><a href="https://harzletter.de/frauen-maennerueberschuss-sachsen-anhalt-harz-mz/">Männerüberschuss</a></strong> in Sachsen-Anhalt und speziell im Harz</p>



<p>Davor war ich <strong><a href="https://harzletter.de/rodeln-harz-schierke-torfhaus-rodelbahn-winter-2026/">Rodeln</a></strong> in Schierke und Torfhaus.</p>



<p>Alles über den Film „<strong><a href="https://harzletter.de/rose-film-kino-berlinale-wettbewerb-glasebachtal/">Rose</a></strong>“, der im Glasebachtal gedreht wurde und auf der Berlinale Premiere hatte.</p>



<p>Hier habe ich über das Ilsenburger Maler-Ehepaar <strong><a href="https://harzletter.de/georg-elise-crola-ilsenburg-maler-zeichnung-harz/">Elise und Georg Crola</a></strong> geschrieben.<br><br>Und hier geht es zurück auf die <strong><a href="https://harzletter.de/">Startseite</a></strong>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Walpurgis 2026 im Harz: Veranstaltungen, Preise, Hexentanzplatz &#038; besondere Events</title>
		<link>https://harzletter.de/walpurgisnacht-2026-harz-hexen-teufel-veranstaltung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Erwin Klein]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Feb 2026 17:46:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Harz-Highlights]]></category>
		<category><![CDATA[Braunlage]]></category>
		<category><![CDATA[Brocken]]></category>
		<category><![CDATA[hexe]]></category>
		<category><![CDATA[Hexentanzplatz]]></category>
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		<category><![CDATA[walpurgis]]></category>
		<category><![CDATA[Walpurgisnacht]]></category>
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					<description><![CDATA[Harzletter, der Einhundertneunundsiebzigste. Die Harzer Walpurgisnacht 2026 wirft ihre Schatten voraus. Der Schnee schmilzt, Fasching ist vorbei – langsam sollten wir uns auf Walpurgis, den wichtigsten Tag im Harz einstellen.  Sicher, bis zum 30. April ist es noch eine Weile hin, aber es schadet ja nicht, schon mal zu schauen, was bereits angeboten wird. (Die Fotos hier sind übrigens Hexen- und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Harzletter, der Einhundertneunundsiebzigste.</strong></p>



<p>Die Harzer <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Walpurgisnacht" target="_blank" rel="noopener">Walpurgisnacht 2026</a></strong> wirft ihre Schatten voraus. Der Schnee schmilzt, Fasching ist vorbei – langsam sollten wir uns auf Walpurgis, den wichtigsten Tag im Harz einstellen. </p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_walpurgis_hexe2.jpg" alt="179 walpurgis hexe2" class="wp-image-51365" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_walpurgis_hexe2.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_walpurgis_hexe2-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Sicher, bis zum 30. April ist es noch eine Weile hin, aber es schadet ja nicht, schon mal zu schauen, was bereits angeboten wird. (Die Fotos hier sind übrigens Hexen- und Teufelsbilder von der Plattform <strong><a href="http://www./pexels.com">www./pexels.com</a></strong>).</p>



<h6 class="wp-block-heading"><strong>Zu Walpurgis natürlich was von Goethe</strong></h6>



<p>Doch erst noch was Poetisches zum Thema. Nein, mal nicht die <strong><a href="https://studyflix.de/deutsch/faust-zusammenfassung-4035" target="_blank" rel="noopener">Faust-Szene</a></strong> Walpurgisnacht auf dem Brocken. Beim Googeln habe ich ein früheres Werk von Johann Wolfgang entdeckt, eine Ballade von 1799. „Die erste Walpurgisnacht“. Weniger bekannt, aber trotzdem schön (wie fast alles von <strong><a href="https://www.planet-wissen.de/geschichte/persoenlichkeiten/johann_wolfgang_von_goethe/index.html" target="_blank" rel="noopener">Goethe</a></strong>). Darin heißt es:</p>



<p><em>Sieh, wie die verhexten Leiber<br>Durch und durch von Flamme glühen!<br>Menschenwölf’ und Drachenweiber,<br>Die im Flug vorüberziehen!<br>Welch entsetzliches Getöse!<br>Lasst uns, lasst uns alle fliehen!<br>Oben flammt und saust der Böse,<br>Aus dem Boden<br>Dampfet rings ein Höllenbroden.</em></p>



<p>Damit ist das Walpurgis-Getümmel doch sehr bildhaft beschrieben. So ähnlich dürfte es in besagter Nacht an den meisten Orten auch 2026 zugehen. „Menschenwölf’ und Drachenweiber“ gefällt mir besonders gut.</p>



<h6 class="wp-block-heading"><strong>Das bekannte Walpurgis-Programm</strong></h6>



<p>Im Netz ist schon einiges in Vorbereitung – und größtenteils findet an den bekannten Orten das übliche Spektakel statt: Nachmittags Kinderwalpurgis, abends irgendwas mit Musik, durchgehend Essen und Trinken. Drei Orte geben richtig Walpurgis-Vollgas (auch das wie üblich): Thale mit dem <strong><a href="https://www.bodetal.de/urlaub-im-bodetal/ausflugsziele/hexentanzplatz" target="_blank" rel="noopener">Hexentanzplatz</a></strong>, Schierke und Braunlage. </p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_walpurgis_hexe4.jpg" alt="179 walpurgis hexe4" class="wp-image-51363" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_walpurgis_hexe4.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_walpurgis_hexe4-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Auf dem Hexentanzplatz und in Schierke wird Eintritt verlangt; den Vogel schießt Thale ab: 44 Euro kostet der Zugang zum Hexentanzplatz. Dafür erhält man eine Menge Musik, Feuerwerk und sonstiges Spektakel – und natürlich wird es rappelvoll werden. In Schierke ist man mit 26 Euro dabei; ob auch weitere Orte Eintritt verlangen, kann ich im Moment nicht sagen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_walpurgis_teufel1.jpg" alt="179 walpurgis teufel1" class="wp-image-51362" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_walpurgis_teufel1.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_walpurgis_teufel1-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Auch in Goslar und Hahnenklee ist ein üppiges Programm geplant. Übersichtlicher und ruhiger geht es in eine Reihe anderer Orte im Windschatten des Brockens zu. Auf <a href="http://www.harzinfo.de/" target="_blank" rel="noopener"><strong>www.harzinfo.de</strong></a> gibt es unter „Veranstaltungen“ eine gute und ziemlich aktuelle Übersicht dazu.</p>



<h6 class="wp-block-heading"><strong>Die spezielleren Walpurgis-Events</strong></h6>



<p>Und dann gibt es noch die etwas spezielleren Events, die etwas aus dem üblichen Ablauf-Rahmen herausfallen. Sympathischerweise sind sie meist kleiner, charmanter und nicht so überlaufen, wie die Volksfest-Parties. Ich habe mal ein paar herausgesucht:</p>



<h6 class="wp-block-heading"><strong>Walpurgisfahrt im Mansfelder Land</strong></h6>



<p>Der <strong><a href="https://www.mansfelder-bergwerksbahn.de/veranstaltungen/2250016/2026/04/30/walpurgisfahrt.html" target="_blank" rel="noopener">Verein der Bergwerksbahner</a></strong> bringt die Hexen und Teufel mit dem Dampfzug ab Benndorf im Südharz zum Eduardschacht zu einem „stimmungsvollen Rahmenprogramm“. Kosten: 16 Euro. Infos dazu auf der Webseite der Bergwerksbahnen.</p>



<h6 class="wp-block-heading">„<strong>Einfahrt in die Unterwelt“ in der Grube Samson in Sankt Andreasberg</strong></h6>



<p>Eine gut einstündige Vormittags-Führung in die historische <strong><a href="https://www.harzinfo.de/veranstaltungen/event/walpurgisnacht-einfahrt-in-die-unterwelt-mit-teufelsansprache-im-samson" target="_blank" rel="noopener">Grube Samson</a></strong>, anschließend Feier bis zum frühen Nachmittag auf dem Gaipelplatz mit dem Waldarbeiter-Instrumental-Musikverein.</p>



<h6 class="wp-block-heading">„<strong>Die Harz Saga“ im Konzerthaus Liebfrauen in Wernigerode</strong></h6>



<p>Ein besonderes musikalisches Erlebnis am 1. Mai um 18 Uhr. Aus der Ankündigung:<br>Der Komponist, Pianist und Kabarettist Christoph Reuter hat sechs berühmte und weniger bekannte Harz-Sagen in ein sinfonisches Meisterwerk gehüllt. Als Erzähler wird Otto Graf zu Stolberg-Wernigerode zum Leben erweckt, der das Publikum durch <strong><a href="https://www.harzinfo.de/veranstaltungen/event/die-harz-saga" target="_blank" rel="noopener">sagenumwobene Geschichten</a></strong> aus der Vergangenheit führt.<br>Tauchen Sie ein in eine Welt voller Elfen, Zwerge, Geister und mystischer Erzählungen und erfahren Sie spannende Details über den Harz und das Leben in früheren Zeiten. Begleitet von einem Orchester erhalten die Erzählungen eine neue, fesselnde Dimension – Kino für die Ohren. Tickets ab 20 Euro.</p>



<h6 class="wp-block-heading"><strong>@WALPURGIS – die Aftershow-Party 2026 im Klubhaus Thale</strong></h6>



<p><strong><a href="https://www.harzinfo.de/veranstaltungen/event/walpurgis-die-aftershow-party-2026" target="_blank" rel="noopener">Tanz</a></strong> ab 21 Uhr auf zwei Ebenen, Tickets kommen bald in den Verkauf. </p>



<p>Weitere Infos folgen, Walpurgis wird uns noch öfter beschäftigen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_walpurgis_hexe1.jpg" alt="179 walpurgis hexe1" class="wp-image-51366" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_walpurgis_hexe1.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/179_walpurgis_hexe1-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Und zum guten Schluss noch einmal der Altmeister aus der „Ersten Walpurgisnacht“:</p>



<p><em>Es lacht der Mai!<br>Der Wald ist frei<br>Von Eis und Reifgehänge.<br>Der Schnee ist fort;<br>Am grünen Ort<br>Erschallen Lustgesänge.<br>Ein reiner Schnee<br>Liegt auf der Höh’;<br>Doch eilen wir nach oben,<br>Begehn den alten heil’gen Brauch,<br>Allvater dort zu loben.<br>Die Flamme lodre durch den Rauch!<br>So wird das Herz erhoben.</em></p>



<p>–––</p>



<p>Vergangene Woche ging es um den <strong><a href="https://harzletter.de/frauen-maennerueberschuss-sachsen-anhalt-harz-mz/">Männerüberschuss</a></strong> in Sachsen-Anhalt und speziell im Harz</p>



<p>Hier war ich <strong><a href="https://harzletter.de/rodeln-harz-schierke-torfhaus-rodelbahn-winter-2026/">Rodeln</a></strong> in Schierke und Torfhaus.</p>



<p>Davor ging es um den Film „<strong><a href="https://harzletter.de/rose-film-kino-berlinale-wettbewerb-glasebachtal/">Rose</a></strong>“, der im Glasebachtal gedreht wurde und auf der Berlinale Premiere hat.</p>



<p>Hier habe ich über das Ilsenburger Maler-Ehepaar <strong><a href="https://harzletter.de/georg-elise-crola-ilsenburg-maler-zeichnung-harz/">Elise und Georg Crola</a></strong> geschrieben.</p>



<p>Bei Minustemperaturen ging’s zum kirchlich organisierten <strong><a href="https://harzletter.de/reddeberteich-eisbaden-gottesdienst-2026-taufe/">Eisbaden im Reddeberteich</a></strong>.<br><br>Und hier geht es zurück auf die <strong><a href="https://harzletter.de/">Startseite</a></strong>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wo sind nur die Frauen hin? Männerüberschuss und Bevölkerungsschwund im Harzkreis und in Sachsen-Anhalt</title>
		<link>https://harzletter.de/frauen-maennerueberschuss-sachsen-anhalt-harz-mz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Erwin Klein]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Feb 2026 23:53:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Harz-Highlights]]></category>
		<category><![CDATA[Faschingsbaden]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Mitteldeutsche Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[STatistik]]></category>
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					<description><![CDATA[Harzletter, der Einhundertachtundsiebzigste. Schock-Headline auf der ersten Seite der Mitteldeutschen Zeitung vom vergangenen Dienstag: „Extremer Männerüberschuss“ war dort knackig zu lesen. Und weiter: „Nirgends in Deutschland ist das Geschlechterverhältnis unter jungen Erwachsenen so unausgeglichen wie in Sachsen-Anhalt. Wohin die Frauen ziehen und was die Folgen sind.“ Uff, das sitzt. Es geht in dem Artikel um [&#8230;]]]></description>
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<p><strong>Harzletter, der Einhundertachtundsiebzigste.</strong></p>



<p>Schock-Headline auf der ersten Seite der <strong><a href="https://www.mz.de/" target="_blank" rel="noopener">Mitteldeutschen Zeitung</a></strong> vom vergangenen Dienstag: „Extremer Männerüberschuss“ war dort knackig zu lesen. Und weiter: „Nirgends in Deutschland ist das Geschlechterverhältnis unter jungen Erwachsenen so unausgeglichen wie in Sachsen-Anhalt. Wohin die Frauen ziehen und was die Folgen sind.“</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/178_frauen_headline.jpg" alt="178 frauen headline" class="wp-image-51352" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/178_frauen_headline.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/178_frauen_headline-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Uff, das sitzt. Es geht in dem Artikel um das Verhältnis Männern zu Frauen im Alter von 18 bis 29 Jahren. Ein ausgeglichenes Verhältnis läge bei etwa 100 zu 100. In ganz Sachsen-Anhalt beläuft es sich auf 117 zu 100. Im <strong><a href="https://www.kreis-hz.de/" target="_blank" rel="noopener">Landkreis Harz</a></strong> sieht es finsterer aus: Dort liegt das Verhältnis bei 124 zu 100. In Zahlen: Auf 8.322 Frauen kommen 10.293 Männer. Diese Daten hat das Statistische Landesamt zum Stichtag September 2025 ermittelt und am 19.12.2025 veröffentlicht.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Viel zu wenig Frauen – was daraus folgt</h6>



<p>Was heißt das jetzt?<br>Zunächst ist es offensichtlich, dass es für junge Männer auf Partnersuche schwierig ist, eine Frau zu finden. Das hat wiederum langfristige Auswirkungen auf Hochzeiten, Familiengründungen und Geburten. Außerdem: Männer, die „übrig bleiben“, sind tendenziell ein Problem. Denn ein dauerhaftes Ungleichgewicht&nbsp;der Geschlechter&nbsp;kann soziale Spannungen verstärken – das zeigen verschiedene Studien.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/178_frauen_kommentar.jpg" alt="178 frauen kommentar" class="wp-image-51353" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/178_frauen_kommentar.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/178_frauen_kommentar-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p><strong>Lisa Garn</strong>, die Autorin der MZ-Titelgeschichte, schreibt dazu in einem Kommentar: „Männer finden vor Ort seltener eine Partnerin. Verbunden mit teils schlechten Aussichten am Arbeitsmarkt fallen sie oft auch in eine berufliche und auch private Perspektivlosigkeit.“ Und außerdem: „… das Missverhältnis der Geschlechter bringt Orte aus dem sozialen Gleichgewicht. Es verstärkt die Abwärtsspirale auf dem Land.“</p>



<p>Denn Frauen würden nicht nur als Arbeitskräfte und bei der Partnersuche fehlen, sie seien es auch, die den Laden zusammenhalten. Sie organisieren in der Regel Treffpunkte und das soziale Leben – schönen Gruß an dieser Stelle an die <strong><a href="https://harzletter.de/faschingsbaden-2025-eisperlen-waldseebad-hasselfelde/">Hasselfelder Eisperlen</a></strong> (die übrigens heute, am 14. Februar am Nachmittag im Waldbad das gefürchtete und geliebte Faschingsbaden veranstalten. Hingehen! Zugucken!).</p>



<h6 class="wp-block-heading">Die Gründe für den Frauenmangel</h6>



<p>Aber warum sind die Frauen weg?</p>



<p>Die Antworten sind bekannt. Wichtigster Faktor ist der im Schnitt höhere Bildungsgrad. Junge Frauen machen häufiger Abitur, studieren entsprechend häufiger als Männer. Dazu verlassen sie die ländlichen Regionen – entweder in die westlichen Bundesländer oder in die Unistädte – in Halle gibt es sogar mehr Frauen als Männer im Alter zwischen 18 und 29. Meist bleiben sie in den Städten, weil es dort die besseren Jobs gibt; falls sie aufs Land zurückkehren, bringen sie oft einen Partner mit. Schlecht für die Männer vor Ort.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/178_frauen_tabelle.jpg" alt="178 frauen tabelle" class="wp-image-51354" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/178_frauen_tabelle.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/178_frauen_tabelle-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Die große Abwanderung Richtung Westen in den Jahren nach der Wende ist inzwischen gestoppt. Es kommen fast genauso viele Menschen nach Sachsen-Anhalt wie wegziehen. Und das sind nicht nur Flüchtlinge beziehungsweise generell ausländische Menschen.</p>



<p>Ich bin ein wenig durch die veröffentlichten Zahlen des <strong><a href="https://statistik.sachsen-anhalt.de/" target="_blank" rel="noopener">Statistischen Landesamtes</a></strong> gepflügt. Spannend, was dort alles zum Thema Bevölkerung aufgelistet wird.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Die Bevölkerung wird weiter schrumpfen</h6>



<p>Es gibt beispielsweise ein Prognose, wie sich die Bevölkerungszahl von 2022 bis zum Jahr 2040 entwickeln wird. Spoiler: Es sieht finster aus. Denn da die erwachsene Bevölkerung von 2040 jetzt schon geboren ist, kann man die Zahlen ziemlich genau bestimmen.</p>



<p>Bitte anschnallen:<br>Gesamtbevölkerung SA 2022: <strong>2.150.239</strong><br>Gesamtbevölkerung SA 2040: <strong>1.828.040</strong><br>Rückgang: 322.199 = <strong>15 Prozent</strong></p>



<p>Harzkreis 2022: <strong>208.634</strong><br>Harzkreis 2040: <strong>178.084</strong><br>Rückgang: 30.550 = <strong>14,6 Prozent</strong></p>



<p>Das bedeutet: Innerhalb von nur 18 Jahren verliert Sachsen-Anhalt rund jeden siebten Einwohner. Der Harzkreis entwickelt sich nahezu identisch.&nbsp;So richtig schummrig wird’s aber, wenn man sich die Berechnungen für die verschiedenen Altersgruppen anschaut. Um nicht zu viele zu lange Zahlen zu bringen, liste ich nur die prozentualen Veränderungen auf:</p>



<p>Unter 20 Jahre Gesamt-S-A: <strong>– 22 Prozent</strong><br>20 bis 67 Jahre Gesamt-S-A: <strong>– 22 Prozent</strong><br>Über 67 Jahre Gesamt-S-A: <strong>+ 5 Prozent</strong></p>



<p>Das heißt: Weniger junge Menschen, weniger Erwerbstätige – gleichzeitig mehr Ältere.&nbsp;Die prozentualen Veränderungen für den Harzkreis sind identisch.</p>



<p>Es wird also nicht nur immer weniger Einwohner in Sachsen-Anhalt geben, der Anteil der Alten wird gleichzeitig weiter steigen. In absoluten Zahlen: von 531.922 auf 561.070. Dagegen nimmt die Zahl derjenigen im erwerbstätigen Alter (20 bis 67) stark ab: Von 1.260.137 auf 985.856. </p>



<p>Ich könnte jetzt noch nachlegen, etwa mit der Zahl der Geburten. Aber dann wird es richtig deprimierend, und das will ja niemand.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Was getan werden könnte – und warum wir weiter Feste feiern</h6>



<p>Vorschläge, was die Politik tun könnte, um die Aussichten langfristig zu verbessern, und um vor allem die Frauen im Lande zu halten, gibt es reichlich. Mehr Unterstützung für junge Familien, erschwingliches Bauland, bessere öffentliche Verkehrsanbindung, bessere Nahversorgung, und, und. Ich lass das jetzt alles mal so stehen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2025/02/126_Faschingsbaden_plantschen.jpg" alt="126 Faschingsbaden plantschen" class="wp-image-50427" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2025/02/126_Faschingsbaden_plantschen.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2025/02/126_Faschingsbaden_plantschen-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Bei all den nüchternen Zahlen&nbsp;und wohlmeinenden Vorschlägen&nbsp;darf man nicht vergessen: Das gesellschaftliche Leben findet&nbsp;weiter&nbsp;statt.&nbsp;Trotz&nbsp;Statistik und angeblich fehlender Frauen tut ein bisschen Fasching gut. Habe ich das Treiben im Hasselfelder Schwimmbad schon erwähnt? Echt? Da kommt auf jeden Fall und bei jedem Wetter am heutigen Samstag gute Laune auf. Frauen werden dort reichlich vertreten sein – nicht nur hinterm Kuchenbuffet.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2025/02/126_Faschingsbaden_Eisperlen.jpg" alt="126 Faschingsbaden Eisperlen" class="wp-image-50434" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2025/02/126_Faschingsbaden_Eisperlen.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2025/02/126_Faschingsbaden_Eisperlen-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>–––</p>



<p>Vergangene Woche war ich <strong><a href="https://harzletter.de/rodeln-harz-schierke-torfhaus-rodelbahn-winter-2026/">Rodeln</a></strong> in Schierke und Torfhaus.</p>



<p>Davor ging es um den Film „<strong><a href="https://harzletter.de/rose-film-kino-berlinale-wettbewerb-glasebachtal/">Rose</a></strong>“, der im Glasebachtal gedreht wurde und auf der Berlinale Premiere hat.</p>



<p>Hier habe ich über das Ilsenburger Maler-Ehepaar <strong><a href="https://harzletter.de/georg-elise-crola-ilsenburg-maler-zeichnung-harz/">Elise und Georg Crola</a></strong> geschrieben.</p>



<p>Bei Minustemperaturen ging’s zum kirchlich organisierten <strong><a href="https://harzletter.de/reddeberteich-eisbaden-gottesdienst-2026-taufe/">Eisbaden im Reddeberteich</a></strong>.</p>



<p>Zum Jahreswechsel ein Besuch im <strong><a href="https://harzletter.de/rabensteiner-stollen-silvester-2025-kerzenschein/">Rabensteiner Stollen</a></strong>.<br><br>Und hier geht es zurück auf die <strong><a href="https://harzletter.de/">Startseite</a></strong>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rodeln in Schierke und Torfhaus: „Bahn frei – Kartoffelbrei!“</title>
		<link>https://harzletter.de/rodeln-harz-schierke-torfhaus-rodelbahn-winter-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Erwin Klein]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Feb 2026 13:06:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Harz-Highlights]]></category>
		<category><![CDATA[Harz]]></category>
		<category><![CDATA[Rodeln]]></category>
		<category><![CDATA[Schierke]]></category>
		<category><![CDATA[Schnee]]></category>
		<category><![CDATA[Torfhaus]]></category>
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					<description><![CDATA[Harzletter, der Einhundertsiebenundsiebzigste. Rodeln ist Kinderkram. Auf einem Holzschlitten – oder noch peinlicher: auf einer Plastikschale – einen Abhang runterzurutschen, das ist was für Sechsjährige oder für Eltern von Kleinkindern. Andrerseits: Nirgendwo wird im Schnee soviel gelacht wie auf einer Rodelbahn. Nirgendwo sieht man so viele gut gelaunte Menschen. Also los. Der Harz ist eingeschneit [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Harzletter, der Einhundertsiebenundsiebzigste.</strong></p>



<p><strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rodeln" target="_blank" rel="noopener">Rodeln</a></strong> ist Kinderkram. Auf einem Holzschlitten – oder noch peinlicher: auf einer Plastikschale – einen Abhang runterzurutschen, das ist was für Sechsjährige oder für Eltern von Kleinkindern. Andrerseits: Nirgendwo wird im Schnee soviel gelacht wie auf einer Rodelbahn. Nirgendwo sieht man so viele gut gelaunte Menschen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/177_rodel_bahnfrei.jpg" alt="177 rodel bahnfrei" class="wp-image-51346" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/177_rodel_bahnfrei.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/177_rodel_bahnfrei-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Also los. Der Harz ist eingeschneit wie seit Jahren nicht mehr. Der Schnee ist pulvrig, die Temperatur perfekt knapp unter Null. Rodelhänge und -bahnen gibt es fast überall; ich habe mir für meinen Wiedereinstieg <strong><a href="https://www.schierke-am-brocken.de/" target="_blank" rel="noopener">Schierke</a></strong> ausgesucht.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Rodeln ist billig – ein alter Schlitten, Mütze, Handschuhe, fertig</h6>



<p>Im Keller steht noch ein alter Davos-Holzschlitten von <strong><a href="https://img.kleinanzeigen.de/api/v1/prod-ads/images/2f/2fa63cb1-f44a-4ec6-ab06-321005eec9a8?rule=$_59.JPG" target="_blank" rel="noopener">Germina</a></strong>, made in DDR und unkaputtbar. Schnell die Kufen überpolieren und ein paar Schrauben festziehen. Ansonsten: Pudelmütze, Handschuhe, warme Jacke. Fertig. Rodeln ist billig. Kein Vergleich zu den Ausrüstungen der Skifahrer.</p>



<p>„Bahn frei – Kartoffelbrei!“ Die alte Rodelparole aus Kindertagen gibt es tatsächlich immer noch. Als ich in Schierke das Parkhaus Winterbergtor verlasse, stehe ich bereits im Auslauf des Rodelhügels. Und was höre ich als erstes? Genau: „Bahn frei …“</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/177_rodel_Doppel.jpg" alt="177 rodel Doppel" class="wp-image-51348" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/177_rodel_Doppel.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/177_rodel_Doppel-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Die Bahn hinterm Parkaus hat mäßiges Gefälle, ist sehr breit und nur ein paar Meter lang. Rechts stapft man, abgetrennt durch einen Zaun, nach oben, von dort geht es entweder mit Skier weiter auf die Langlauf-Loipe oder mit dem Schlitten bergab.</p>



<p>Hier sind hauptsächlich Kleinkinder samt mehr oder weniger besorgten Eltern unterwegs. Die Mutigen stürzen sich in Bauchlage nach unten, gern auch zu zweit übereinander; die Vorsichtigen verlassen sich lieber auf Mama oder Papa.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/177_rodel_beobachter.jpg" alt="177 rodel beobachter" class="wp-image-51347" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/177_rodel_beobachter.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/177_rodel_beobachter-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Also genau der richtige Ort, um es nach Jahrzehnten wieder zu probieren. Das Blamage-Risiko ist gering, mehr als Umkippen kann schließlich nicht passieren. Und so läuft es dann auch gut – Schlittenfahren verlernt man nicht. Kaum gestartet, komme ich unten an, und sofort der Gedanke: Nochmal. Also wieder rauf und wieder runter, ein paar Mal hintereinander bis es fast langweilig wird. Warum gebe ich mich länger mit dem Babyhügel ab?</p>



<h6 class="wp-block-heading">Ab der Jugendherberge die Rodelbahn hinauf</h6>



<p>Zum Glück gibt’s in Schierke noch die <strong><a href="https://touren.harzinfo.de/de/tour/rodeln/grossmutterrodelbahn-schierke/12182785/" target="_blank" rel="noopener">Großmutterrodelbahn</a></strong>. Rund 200 Meter lang, mit einem ordentlichen Gefälle, mitten in der Natur gelegen. Woher der seltsame Name stammt, weiß niemand so richtig, aber am Ende ist das auch egal. Vom Anfängerhügel am Parkhaus geht es einen Waldweg entlang zur Jugendherberge und von dort die Bahn hinauf.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/177_rodel_Start.jpg" alt="177 rodel Start" class="wp-image-51349" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/177_rodel_Start.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/177_rodel_Start-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Schon beim Aufstieg merke ich: Hier ist Action. Die Bahn ist eng, die Schlitten kommen in einem ganz anderen Tempo den Berg herunter, laute Begeisterungs- und ein paar Entsetzensschreie sind zu hören. Und jede Menge Gelächter.</p>



<p>An einer Biegung, wo ein paar Felsbrocken liegen, haben Familien eine Art Lager aufgeschlagen. Reichlich Tupperdosen und warme Getränke sind ausgepackt, der Nachwuchs muss ja versorgt werden. Doch dieser Nachwuchs ist hauptsächlich auf der Bahn unterwegs. Hauptsache schnell, Hauptsache Spaß. Ein bisschen Blödsinn gehört dazu. Da wird ausprobiert, wieviele gleichzeitig auf einen Schlitten passen, da wird auf Knien heruntergefahren, da werden Schlitten zu einer Art Zug zusammengebunden. Und natürlich sind Handys immer dabei. Rodel-Videos scheinen gerade schwer angesagt zu sein.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/177_rodel_Rodler.jpg" alt="177 rodel Rodler" class="wp-image-51340" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/177_rodel_Rodler.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/177_rodel_Rodler-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Hier bin ich richtig. Bei der ersten Fahrt nach unten geht der Puls heftig nach oben – wie war das noch mal mit dem Steuern? Die Großmutterrodelbahn hat ein paar Biegungen, durch die man erst einmal sauber durchkommen muss. Aber alles kein Problem, das Anstrengendste ist der Fußmarsch zurück nach oben. </p>



<h6 class="wp-block-heading"><strong>Die Königsdisziplin: Bauchlage</strong></h6>



<p>Jetzt werde ich selbst übermütig und traue mich an die Königsdisziplin: in Bauchlage nach unten. Früher, als Kinder, war das die einzige akzeptable Rodelart – je schneller je schöner, und wenn noch ein kleiner Sprunghügel im Weg stand: umso besser. Das muss jetzt nicht sein, aber das Gefühl, mit der Nase knapp über der Schneedecke nach unten zu rasen, hat schon was Begeisterndes. Wobei „rasen“ relativ ist: Etwa in der Mitte der Strecke werde ich locker mehrfach überholt; lief wohl doch nicht alles im Höchsttempo.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/177_rodel_Torfhaus.jpg" alt="177 rodel Torfhaus" class="wp-image-51343" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/177_rodel_Torfhaus.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/177_rodel_Torfhaus-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Nach dem Geheimtipp Großmutterrodelbahn will ich noch einen „richtigen“, großen Rodelhang ausprobieren. Also folgt noch ein Abstecher nach <strong><a href="https://www.outdooractive.com/de/route/rodeln/harz/rodelbahn-brockenblick-mit-rodellift-am-torfhaus/2806991/" target="_blank" rel="noopener">Torfhaus</a></strong>. Der Hang dort ist in allen Harz-Rodelempfehlungen aufgelistet, entsprechend ist der Andrang.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Großer Andrang in Torfhaus</h6>



<p>In der Mitte zieht sich bereits eine braune Spur herunter, links gibt es einen Lift, der das Bergaufsteigen erspart. Schlitten kann man für 10 Euro pro Tag ausleihen.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/177_rodel_downhill.jpg" alt="177 rodel downhill" class="wp-image-51341" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/177_rodel_downhill.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/177_rodel_downhill-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Durch die vielen Besucher ist der Schnee festgefahren und einigermaßen schnell. Aber der Hang ist holprig, es geht von Bodenwelle zu Bodenwelle. Das muss der Rücken abfedern, und die Sache mit dem Gleichgewicht ist auch nicht immer einfach. Aber auch hier: Freude in allen Gesichtern, Spaß an der Geschwindigkeit, lautes Gelächter.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/177_rodel_Buckel.jpg" alt="177 rodel Buckel" class="wp-image-51342" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/177_rodel_Buckel.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/02/177_rodel_Buckel-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Ich gebe mir noch zwei Abfahrten, dann reicht es. Gut durchgepustet und schön müde vom vielen Auf und Ab. Der Schnee soll ja noch eine Weile bleiben, das schreit nach einer Wiederholung und nach: „Bahn frei – Kartoffelbrei!“</p>



<p>Dieser Text stand heute (Samstag) auch so in der <strong><a href="https://www.braunschweiger-zeitung.de/incoming/article411128870/harz-wo-macht-das-rodeln-richtig-spass-ein-geheimtipp.html" target="_blank" rel="noopener">Zeitung</a></strong>. Immer schön, wenn solche winterlichen Harzerlebnisse auch gedruckt werden.</p>



<p>–––</p>



<p>Vergangene Woche ging es um den Film „<strong><a href="https://harzletter.de/rose-film-kino-berlinale-wettbewerb-glasebachtal/">Rose</a></strong>“, der im Glasebachtal gedreht wurde und auf der Berlinale Prmiere hat.</p>



<p>Hier habe ich über das Ilsenburger Maler-Ehepaar <strong><a href="https://harzletter.de/georg-elise-crola-ilsenburg-maler-zeichnung-harz/">Elise und Georg Crola</a></strong> geschrieben.</p>



<p>Davor ging’s zum kirchlich organisierten <strong><a href="https://harzletter.de/reddeberteich-eisbaden-gottesdienst-2026-taufe/">Eisbaden im Reddeberteich</a></strong>.</p>



<p>Hier ist <strong><a href="https://harzletter.de/ski-harz-zwoelfmorgental-2026-wernigerode-schnee/">Skifahren</a></strong> im Wernigeröder Zwölfmorgental angesagt.</p>



<p>Zum Jahreswechsel ein Besuch im <strong><a href="https://harzletter.de/rabensteiner-stollen-silvester-2025-kerzenschein/">Rabensteiner Stollen</a></strong>.<br><br>Und hier geht es zurück auf die <strong><a href="https://harzletter.de/">Startseite</a></strong>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kino made in Harz: Historiendrama „Rose“ ist beim Berlinale-Wettbewerb dabei</title>
		<link>https://harzletter.de/rose-film-kino-berlinale-wettbewerb-glasebachtal/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Erwin Klein]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2026 20:29:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Harz-Highlights]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Glasebachtal]]></category>
		<category><![CDATA[Grube Glasebach]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Sandra Hüller]]></category>
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					<description><![CDATA[Harzletter, der Einhundertsechsundsiebzigste. Der Harz als Filmkulisse, das hat Tradition. George Clooneys „Monuments Men“ beispielsweise ist noch in lebhafter Erinnerung – jetzt wird eine neue große Kinoproduktion vorgestellt: „Rose“, ein Historiendrama um eine Frau in einer Männerrolle, das zum überwiegenden Teil im Glasebachtal im Ostharz gedreht wurde. „Rose“ kommt in diesem Jahr heraus und steigt [&#8230;]]]></description>
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<p><strong>Harzletter, der Einhundertsechsundsiebzigste.</strong></p>



<p>Der Harz als Filmkulisse, das hat Tradition. George Clooneys <strong><a href="https://www.kino.de/film/monuments-men-ungewoehnliche-helden-2014/" target="_blank" rel="noopener">„Monuments Men“</a></strong> beispielsweise ist noch in lebhafter Erinnerung – jetzt wird eine neue große Kinoproduktion vorgestellt: „<strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rose_(2026)" target="_blank" rel="noopener">Rose</a></strong>“, ein Historiendrama um eine Frau in einer Männerrolle, das zum überwiegenden Teil im <strong><a href="https://grubeglasebach.afgharz.eu/" target="_blank" rel="noopener">Glasebachtal</a></strong> im Ostharz gedreht wurde.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="761" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/01/176_Rose_plakat_hinten.jpg" alt="176 Rose plakat hinten" class="wp-image-51323" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/01/176_Rose_plakat_hinten.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/01/176_Rose_plakat_hinten-480x676.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>„Rose“ kommt in diesem Jahr heraus und steigt gleich groß ein. Die Weltpremiere findet im Februar auf der <strong><a href="https://www.berlinale.de/de/2026/programm/202614656.html" target="_blank" rel="noopener">Berlinale</a></strong> statt, der Film läuft im Wettbewerb um den Goldenen Bären, dem Hauptpreis des Festivals.&nbsp;Der Wettbewerb der Berlinale gehört zu den wichtigsten Filmprämierungen&nbsp;weltweit – eine Einladung ist bereits eine Auszeichnung.&nbsp;Ab dem 30. April soll er dann in die Kinos kommen.</p>



<h6 class="wp-block-heading">„Rose“ – eine Verwandlungsgeschichte</h6>



<p>Die Geschichte&nbsp;des Films&nbsp;spielt im&nbsp;<strong><a href="https://www.planet-wissen.de/geschichte/neuzeit/der_dreissigjaehrige_krieg/index.html" target="_blank" rel="noopener">Dreißigjährigen Krieg</a></strong>&nbsp;(1618–1648).&nbsp;Der&nbsp;Soldat Rose&nbsp;taucht&nbsp;in einem abgelegenen&nbsp;Dorf auf&nbsp;und&nbsp;behauptet, rechtmäßiger&nbsp;Erbe eines verlassenen Gutshofs zu sein.&nbsp;Er will von der Dorfgemeinschaft anerkannt werden,&nbsp;erzeugt mit seinem Auftreten aber eher Misstrauen.&nbsp;Rose&nbsp;umgibt ein Geheimnis –&nbsp;und&nbsp;tatsächlich&nbsp;ist er&nbsp;eine Frau, die eine falsche Identität angenommen hat, um ihr Glück zu finden. Dabei schreckt sie auch nicht vor einer arrangierten Ehe mit Suzanna, der Tochter eines Großbauern zurück.&nbsp;Und natürlich nimmt die ganze Geschichte kein gutes Ende (das hier aber nicht verraten werden&nbsp;kann).</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/01/176_Rose_huebner.jpg" alt="176 Rose huebner" class="wp-image-51321" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/01/176_Rose_huebner.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/01/176_Rose_huebner-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Hauptdarsteller/in und bekanntester Name des ganzen Projekts ist <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sandra_H%C3%BCller" target="_blank" rel="noopener">Sandra Hüller</a></strong> (Foto: © Schubert, ROW Pictures, Walker+Worm Film, Gerald Kerkletz). Spätestens seit 2023, als „<strong><a href="https://www.ardmediathek.de/film/anatomie-eines-falls-oder-justizdrama/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL2FuYXRvbWllZWluZXNmYWxscw" target="_blank" rel="noopener">Anatomie eines Falls</a></strong>“ und „<strong><a href="https://www.ndr.de/kultur/film/tipps/Auschwitz-Drama-The-Zone-of-Interest-zeigt-Banalitaet-des-Boesen,zoneofinterest104.html" target="_blank" rel="noopener">The Zone of Interest</a></strong>“ Preise in Cannes gewannen und für die Golden Globes und die Oscars nominiert wurden, ist Hüller ein internationaler Star. Sie spielt dennoch weiter gern in kleineren und/oder lokalen Projekten mit. Zuletzt 2024 in „<strong><a href="https://www.kino-zeit.de/film-kritiken-trailer-streaming/zwei-zu-eins-2024" target="_blank" rel="noopener">Zwei zu Eins</a></strong>“, der Komödie um die Einführung der D-Mark in der DDR, die in Halberstadt spielt und auf einer völlig irren aber wahren Geschichte beruht.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Das Glasebachtal als Handlungsort</h6>



<p>„Rose“ wurde zum größten Teil im Glasebachtal in der Nähe von Straßberg gedreht. Die Kulissen wurden sehr aufwendig komplett neu errichtet; als einer der Stützpunkte während der Dreharbeiten vor rund eineinhalb Jahren diente die Grube Glasebach.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2025/12/169_grube_trio.jpg" alt="169 grube trio" class="wp-image-51216" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2025/12/169_grube_trio.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2025/12/169_grube_trio-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Als ich kurz vor Weihnachten dort war und über die <strong><a href="https://harzletter.de/grube-glasebach-bergweihnacht-harz-strassberg-2025/">Bergweihnacht</a></strong> geschrieben habe, erzählten mir die Mitglieder des dortigen Montanvereins von den Filmarbeiten, die natürlich eine ganz große Sache für die Einwohner waren. Besonders erwähnten sie die Bodenständigkeit und den herzlichen Umgangston der Crew, speziell auch der „Rose“-Hauptdarstellerin, die so gar nicht als Weltstar auftrat.</p>



<p>Hollywood im Harz, coole Sache. Und vielleicht kommt ja demnächst noch ein Goldener Bär dazu.</p>



<p>„Rose“ ist eine deutsch-österreichische Co-Produktion, Regisseur ist <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Markus_Schleinzer" target="_blank" rel="noopener">Markus Schleinzer</a></strong>, der auch zusammen mit Alexander Brom das Drehbuch verfasst hat. Schleinzer ist Österreicher (genauer gesagt: Wiener), und hat sich bereits einen Namen als Schauspieler und Casting-Direktor gemacht. „Rose“ ist sein dritter Film als Regisseur.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Den Filmtitel gibt es mehrfach</h6>



<p>Ein bisschen kurios ist der Name des Films. „Rose“ gibt es als Filmtitel nämlich durchaus öfter. 2022 kam der dänische Film „Rose – eine unvergessliche Reise nach Paris“ heraus, 2021 erschien die französische Tragikkomödie „Rose“. Dann gibt es Einiges mit dem Wort Rose im Filmtitel: „Die weiße Rose“ oder „Der Name der Rose“ zum Beispiel. Dieses Wort scheint eine gewisse Anziehungskraft zu besitzen – oder man erhofft sie sich zumindest. Mögliche Copyright- beziehungsweise Plagiats-Probleme wurden sicher rechtzeitig geklärt.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Frauen, die sich als Männer ausgaben</h6>



<p>Inspiriert zu dem aktuellen „Rose“-Thema wurden die beiden Autoren durch „zahlreiche dokumentierte Berichte über als Männer verkleidete Frauen in der europäischen Geschichte“ (so das Zitat aus dem <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rose_(2026)" target="_blank" rel="noopener">Wikipedia-Artikel</a></strong> über den Film). Ich habe mal im Internet rumgeschaut – und ziemlich schnell einige dieser Fälle gefunden.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/01/176_Rose_HannahSnell.jpg" alt="176 Rose HannahSnell" class="wp-image-51325" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/01/176_Rose_HannahSnell.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/01/176_Rose_HannahSnell-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Hannah Snell (Foto), Ulrika Eleonora Stålhammar, Brita Olofsdotter, Francina Broese Gunningh oder auch Sara Dircxdochter&nbsp;sind Frauen, die als Männer im&nbsp;Militär dienten&nbsp;oder sich im ganz normalen Leben als Mann ausgaben – und irgendwann enttarnt und vor Gericht gestellt wurden. Wegen der Gerichtsakten sind ihre&nbsp;Lebensläufe&nbsp;heute noch bekannt.</p>



<p>Den Kinostarttermin für „Rose“ habe ich mir vorgemerkt; es wäre darüber hinaus ein Knüller, wenn es für die Einwohner im Glasebachtal eine Extra-Vorführung geben sollte. Weil sie an der Entstehung des Ganzen so dicht dran waren. Bei so einer Vorführung wäre ich gern dabei!</p>



<p>–––</p>



<p>Vergangene Woche habe ich über das Ilsenburger Maler-Ehepaar <strong><a href="https://harzletter.de/georg-elise-crola-ilsenburg-maler-zeichnung-harz/">Elise und Georg Crola</a></strong> geschrieben</p>



<p>Davor ging’s zum kirchlich organisierten <strong><a href="https://harzletter.de/reddeberteich-eisbaden-gottesdienst-2026-taufe/">Eisbaden im Reddeberteich</a></strong>.</p>



<p>Hier ist <strong><a href="https://harzletter.de/ski-harz-zwoelfmorgental-2026-wernigerode-schnee/">Skifahren</a></strong> im Wernigeröder Zwölfmorgental angesagt.</p>



<p>Zum Jahreswechsel ein Besuch im <strong><a href="https://harzletter.de/rabensteiner-stollen-silvester-2025-kerzenschein/">Rabensteiner Stollen</a></strong>.</p>



<p>An Weihnachten ging es <strong><a href="https://harzletter.de/gipfel-brocken-fahrrad-winter-schierke-tour/">hier</a></strong> mit dem Rad auf den <strong><a href="https://harzletter.de/gipfel-brocken-fahrrad-winter-schierke-tour/">Brocken</a></strong>.</p>



<p><br>Und hier geht es zurück auf die <strong><a href="https://harzletter.de/">Startseite</a></strong>.</p>
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			</item>
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		<title>Mit Gottes Segen mutig ins eiskalte Wasser des Reddeberteiches</title>
		<link>https://harzletter.de/reddeberteich-eisbaden-gottesdienst-2026-taufe/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Erwin Klein]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Jan 2026 22:07:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Harz-Highlights]]></category>
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					<description><![CDATA[Harzletter, der Einhundertvierundsiebzigste. An diesem Wochenende bin ich spät dran – manchmal ist man ja auch unterwegs und verhindert. Dabei ist mein Text über ein ganz besonderes Erlebnis am und im Reddeberteich in Wernigerode längst fertig. Er wurde vergangene Woche sogar in der Volksstimme abgedruckt – was natürlich kein Grund ist, ihn hier nicht ebenfalls [&#8230;]]]></description>
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<p><strong>Harzletter, der Einhundertvierundsiebzigste.</strong></p>



<p>An diesem Wochenende bin ich spät dran – manchmal ist man ja auch unterwegs und verhindert. Dabei ist mein Text über ein ganz besonderes Erlebnis am und im Reddeberteich in Wernigerode längst fertig. Er wurde vergangene Woche sogar in der <strong><a href="https://www.volksstimme.de/lokal/wernigerode/mut-glaube-und-minus-13-grad-wernigeroder-gehen-zum-gottesdienst-eisbaden-die-besten-fotos-4179972" target="_blank" rel="noopener">Volksstimme</a></strong> abgedruckt – was natürlich kein Grund ist, ihn hier nicht ebenfalls zu posten. Gute Geschichten darf man schließlich öfter erzählen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/01/174_Reddeberteich_Einstieg.jpg" alt="174 Reddeberteich Einstieg" class="wp-image-51296" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/01/174_Reddeberteich_Einstieg.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/01/174_Reddeberteich_Einstieg-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Hier also ein eiskaltes Eintauch-Erlebnis am <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Teichm%C3%BChle_(Wernigerode)" target="_blank" rel="noopener">Reddeberteich</a></strong>, genau zu dem Zeitpunkt, als im Harz mal kurz der Winter heftig einfiel:</p>



<p>Das meiste Aufsehen erregte ein weißer Van, der direkt am Zugang zum Reddeberteich parkte. „<strong><a href="https://www.bestattungen-wernigerode.de/" target="_blank" rel="noopener">Voß &amp; Bier – Bestattungen</a></strong>“ stand gut lesbar auf der Fahrertür. „Die haben wirklich an alles gedacht“, war noch einer der harmloseren Kommentare. Und mancher Mutige, der mit dem Vorsatz gekommen war, zusammen mit anderen in den eiskalten Teich einzutauchen, fragte sich kurz, ob das wirklich so eine gute Idee war.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/01/174_Reddeberteich_Zuschauer.jpg" alt="174 Reddeberteich Zuschauer" class="wp-image-51293" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/01/174_Reddeberteich_Zuschauer.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/01/174_Reddeberteich_Zuschauer-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Rund 150 dick Eingemummelte waren bei minus 13 Grad Sonntagmorgen um zehn am Reddeberteich zusammengekommen. Die <strong><a href="https://www.ev-kirche-wernigerode.de/" target="_blank" rel="noopener">Neue Evangelische Kirchengemeinde Wernigerode</a></strong> in Person von Pfarrer <strong><a href="https://www.kirchenkreis-halberstadt.de/kk/ansprechpartner/personen/Freudenberg-Frank.php" target="_blank" rel="noopener">Frank Freudenberg</a></strong> hatte zum „Open-Air-Gottesdienst mit Eisbaden und Tauferinnerung“ eingeladen – und über 30 Gemeindemitglieder hatten sich zum Eintauchen angemeldet.</p>



<h6 class="wp-block-heading">In den Reddeberteich als Erinnerung an die Taufe Jesu</h6>



<p>Wie kommt man denn auf sowas, Herr Pfarrer? Frank Freudenberg erzählt: „Ich war vorher in einer Gemeinde in Thüringen tätig, da haben wir das 2022 zum ersten Mal gemacht, und das wurde sehr gut aufgenommen. Die Erinnerung an die Taufe Jesu im Jordan, an die eigene Taufe verbunden mit einer Art Neustart ins Jahr sind ja eine uralte christliche Tradition – hauptsächlich in der orthodoxen Kirche.“</p>



<p>Der Termin war jedenfalls perfekt gewählt. Strahlender Sonnenschein, kein Wind, jede Menge Schnee und ein dick zugefrorener Teich. DLRG-Männer hatten frühmorgens mit Motorsägen für eine eisfreie Fläche gesorgt, Sanitäter standen bereit, heiße Getränke ebenfalls. Zwei Pavillons waren als sehr notdürftige Umkleidebereiche aufgebaut.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/01/174_Reddeberteich_Ansprache.jpg" alt="174 Reddeberteich Ansprache" class="wp-image-51292" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/01/174_Reddeberteich_Ansprache.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/01/174_Reddeberteich_Ansprache-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Aus den herausgesägten Eisplatten war kunstvoll ein Kreuz errichtet worden, und vor dem hielt Frank Freudenberg – angetan mit Talar und passender schwarzer Kopfbedeckung – einen kurzen Gottesdienst ab. Er erinnerte daran, dass es ähnlich wie beim Eistauchen auch im Leben unangenehme und angsteinflößende Situationen gebe. Dass es sich lohne, Mut zu haben und sich diesen Situationen zu stellen. Dann wurde er sogar ein bisschen politisch: Es passiere gerade weltweit sehr viel, was den Menschen Angst mache und Schlimmes befürchten lasse. Auch dagegen können man angehen, statt zu resignieren.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" data-id="51295" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/01/174_Reddeberteich_Im_Wasser.jpg" alt="174 Reddeberteich Im Wasser" class="wp-image-51295" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/01/174_Reddeberteich_Im_Wasser.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/01/174_Reddeberteich_Im_Wasser-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" data-id="51294" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/01/174_Reddeberteich_Bikini.jpg" alt="174 Reddeberteich Bikini" class="wp-image-51294" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/01/174_Reddeberteich_Bikini.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/01/174_Reddeberteich_Bikini-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>
</figure>



<p>Dann wurde es ernst. Großes Gedränge in den Umkleide-Pavillons, die ersten Mutigen strebten zügig halbnackt zur Einstiegsstelle. Die <strong><a href="https://www.dlrg.de/" target="_blank" rel="noopener">DLRG</a></strong>-Männer halfen ist Wasser, eine kurze Runde durch den Teich, und schon ging es wieder heraus. Manche hielten sich auch länger im Wasser auf, je nach Konstitution und Ehrgeiz. Auf Wunsch gab es beim Ausstieg zusätzlich einen kurzen persönlichen Segen, den nahmen viele gern mit. Und dann schnell zurück in die Umkleide, um mit kalten, klammen Fingern irgendwie die Kleider wieder anzuziehen.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="540" src="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/01/174_Reddeberteich_Eisperlen.jpg" alt="174 Reddeberteich Eisperlen" class="wp-image-51290" srcset="https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/01/174_Reddeberteich_Eisperlen.jpg 540w, https://harzletter.de/wp-content/uploads/2026/01/174_Reddeberteich_Eisperlen-480x480.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 540px, 100vw" /></figure>



<p>Insgesamt stiegen rund 50 Mutige in den Teich. Darunter auch Auswärtige, wie die Hasselfelder Eisperlen, die inzwischen bei jedem Eiswasser-Event im Harz fast schon zum Inventar gehören. Zu neunt waren sie im Reddeberteich vertreten.</p>



<p>Und auch der Herr Pfarrer musste ran. Frank Freudenberg: „Ich kann ja schlecht daneben stehen und nur reden.“ Ganz ohne Talar ging’s in Wasser. „Ich mache das seit ein paar Jahren regelmäßig, bin schon ein wenig daran gewöhnt“, so Freudenberg.&nbsp;<br>Der Kirchenmann schätzt die Zusammenarbeit, das Gemeinschaftsgefühl und die neuen Kontakte, die sich durch so ein Event ergeben. „Die Kooperation vor allem mit der DLRG klappte hervorragend. Und das Ergebnis spricht für sich – wir haben von vielen Seiten nur Positives gehört.“ Daran war nicht nur das perfekte Winterwetter Schuld. Eisbaden macht gesprächig – nach dem Wiederankleiden traf man sich am Essensstand, um bei Tee, Glühwein und Bockwurst das Erlebte auszutauschen und die Mitstreiter kennenzulernen.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Eisbaden macht gesprächig</h6>



<p>Die Rettungssanitäter bleiben beschäftigungslos. Alle überstanden das Eintauchen in den Reddeberteich ohne gesundheitliche Probleme.</p>



<p>Und der Bestatter-Wagen?<br>Dafür gab es eine einfache Erklärung: Lutz Voß, Bestattungsunternehmer und sehr aktiv in der Kirchengemeinde, war kurzerhand im Firmenwagen am Teich vorgefahren, um beim Aufbau und der Organisation zu helfen. Dass das zu Irritationen und Witzeleien führen könnte, hatte schlicht niemand bedacht.</p>



<p>Kommendes Jahr soll es weiter gehen. Frank Freudenberg: „Auch wenn das Wetter wohl nicht wieder so einmalig schön sein wird – die Erinnerung an die <strong><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Taufe_Jesu" target="_blank" rel="noopener">Taufe Jesu</a></strong> bleibt, und das intensive Gemeinschaftserlebnis ebenfalls. Ganz gleich, ob man gläubig ist oder nicht.“</p>



<p>—</p>



<p>Vergangene Woche war ich beim <strong><a href="https://harzletter.de/ski-harz-zwoelfmorgental-2026-wernigerode-schnee/">Skifahren</a></strong> im Zwölfmorgental.</p>



<p>Zum Jahreswechsel ein Besuch im <strong><a href="https://harzletter.de/rabensteiner-stollen-silvester-2025-kerzenschein/">Rabensteiner Stollen</a></strong>.</p>



<p>An Weihnachten ging es <strong><a href="https://harzletter.de/gipfel-brocken-fahrrad-winter-schierke-tour/">hier</a></strong> mit dem Rad auf den <strong><a href="https://harzletter.de/gipfel-brocken-fahrrad-winter-schierke-tour/">Brocken</a></strong>.</p>



<p>Hier habe ich ein bisschen <strong><a href="https://harzletter.de/hsb-dampflok-selketal-brockenbahn-romantik/">Dampflok-Romantik</a></strong> eingefangen.</p>



<p>Hier geht&#8217;s zum ersten Test in den <strong><a href="https://harzletter.de/valies-nica-2-neue-cafes-erster-test-quedlinburg/">neu eröffneten Cafés</a></strong> „Va Liés“ und „Nica“ in Quedlinburg.</p>



<p><br>Und hier geht es zurück auf die <strong><a href="https://harzletter.de/">Startseite</a></strong>.</p>
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