Advent in den Höfen und besondere Weihnachtsmärkte und Attraktionen

Harzletter, der Einhundertsiebenundsechzigste.

Das mit dem Schnee im Harz war eine kurze Euphorie – inzwischen ist nur noch in Sonnenberg eine Piste geöffnet, ansonsten warten wir auf bessere Wintersportmöglichkeiten. Aber an diesem Wochenende fängt die Adventszeit an, da haben wir sowieso andere Pläne.

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Die Weihnachtsmärkte sind flächendeckend geöffnet, die Sonne scheint, da schaut man sich doch gern um und probiert den ein oder anderen Glühwein.

Quedlinburg hat mit „Advent in den Höfen“ natürlich einen speziellen Standortvorteil. Denn da gibt es nicht nur den Weihnachtsmarkt, der für sich schon schön ist, da ist eben auch an drei Wochenenden dieses Advents-Zusatzprogramm in über 20 Höfen.

Aber Weihnachtsmarkt im Harz ist eben nicht nur Quedlinburg, Wernigerode und Goslar (um die Standards zu nennen, die überall aufploppen, wenn man Weihnachtsmärkte Harz googelt). Daneben gibt es eine Reihe kleinerer, nicht so bekannte und richtig schöne Advents-Events. Ein paar davon will ich hier auflisten; alle sind sehr Harz-typisch und vor allen nicht überlaufen.

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Denn das ist leider der Knackpunkt bei Advent in den Höfen: Zu erfolgreich, zu viele Besucher – da fällt die vorweihnachtliche Besinnlichkeit schon mal hinten runter. Ich will jetzt nicht das „Früher war alles besser“-Genöle anstimmen, aber dass da Jahr für Jahr mehr Höfe aufploppen und die Angebote dort immer kommerzieller werden, bringt die Adventsstimmung nicht unbedingt nach vorn.

Trotzdem ist Quedlinburg für jede/n Weihnachtsmarkt-Fan natürlich ein Muss. Die Atmosphäre auf dem Marktplatz inmitten der Welterbe-Kulisse ist schlicht einzigartig. Kleiner Insider-Tipp für die, denen der Marktplatz zu rummelig ist: Es gibt einen Mini-Weihnachtsmarkt-Ableger am Mathildenbrunnen, da verirren sich weniger Besucher hin, und es geht um einiges gemütlicher zu.

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Nach dem ersten Advent-in-den-Höfen-Abend muss ich sagen: Gute Stimmung, nicht zu voll, in fast alle Höfe kam man problemlos rein und wieder raus – das war in den vergangenen Jahren durchaus anders. In der Pölkenstraße herrschte ziemlicher Alarm, aber noch erträglich; ansonsten gutes Durchkommen ohne allzu lange Wartezeiten an den Ständen. 

Und hier meine persönliche Advent-Empfehlungsliste:

Bergweihnacht auf der Grube Glasebach bei Straßberg am 13. Dezember
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Ich war vergangenes Jahr dort (siehe hier), und es war einfach nur gut. Nicht zu viele Buden auf dem Bergwerksgelände, überschaubarer Andrang – vor allem Einheimische, der Weihnachtsmann kam mit der Grubenbahn angefahren; insgesamt eine fast familiäre, sehr stimmungsvolle Atmosphäre. Man muss allerdings ein Stück laufen, die Grube liegt etwas außerhalb, und man kann nicht bis direkt vors Eingangstor fahren. 

Advent im Stiftshof Gernrode, 13. und 14. Dezember

Aus der Ankündigung: Der Hof der Stiftskirche St. Cyriakus bietet Besuchern ein ganz besonderes Ambiente. Wenn der komplette Kirchplatz festlich geschmückt ist und regionale Angebote auf Gäste warten, entsteht eine ganz besondere, vorweihnachtliche Atmosphäre.

Weihnachtlicher Rammelsberg, 13. und 14. Dezember 

Ein Adventserlebnis der besonderen Art – denn es findet über und unter Tage statt.
Die Geschichte des Bergbaus verbindet sich mit der Magie der Weihnachtszeit – das kostet leider Eintritt: Für das Kombiticket Weihnachtsmarkt über und unter Tage plus Rundgang durch den Roeder-Stollen werden 14 bezeihungsweise 9 Euro aufgerufen.

Köhlerweihnacht in der Köhlerhütte Stemberghaus, 6. und 7. Dezember

Aus der Ankündigung: Gemütlichkeit bei Glühwein, Jagertee und Co. am Lagerfeuer.
Samstag 15 Uhr Programm mit dem Harzwaldecho.
Sonntag 15 Uhr Programm mit dem Harzer Jodlermeister.

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Harzwaldecho und Jodlermeister – damit kriegen sie mich natürlich.

Grubenfahrt im Kerzenschein im Rabensteiner Stollen, 27. bis 31. Dezember 

Nicht mehr im Advent, sondern erst nach Heiligabend. Aber umso stimmungsvoller.

Aus der Ankündigung: Vom 27. bis 31. Dezember ist der Rabensteiner Stollen mit hunderten Kerzen ausgeleuchtet, allein die Einfahrt mit dem Grubenzug „Rabenstein-Express“ durch das Lichtermeer der Kerzen wird zum einmaligen Erlebnis. Nach der Ankunft am Untertage-Bahnhof geht es zu Fuß weiter durch das alte Bergwerk bis in die ehemaligen Abbaubereiche der Steinkohle. Als besonderes Highlight dieser Sonderführungen geht es zum Abschluss unter Tage in die festlich beleuchtete Steigerbucht. Hier erwartet die Gäste ein heißer Glühwein oder Punsch und ein Stück selbstgebackener Harzer Winterkuchen. Das ist natürlich nicht umsonst, Erwachsene zahlen 24 Euro, Kinder sind für 12 Euro dabei. Eine frühzeitige Online-Buchung empfiehlt sich, die Touren sind sehr begehrt.

Allen einen besinnlichen Advent – und Vorsicht beim Glühwein!

Vergangen Woche ging es um Advent in den Quedlinburger Höfen und um besondere Weihnachtsmärkte.

Davor begeisterte uns der Schnee im Harz.

Hier machte ich meine Radtour über den Klosterwanderweg.

Vor dem Klosterwandern war ich bei Fernsehaufnahmen im Kiku dabei.

Hier habe ich über vier neue oder geplante Cafés in Quedlinburg geschrieben.


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